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Jugendhilfeausschuss stimmt Ausbauplänen von Dezernentin Pfeiffer zu
Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Kaiserslautern hat in seiner jüngsten Sitzung den weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit beschlossen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen ab 2027 an allen Schulen der Stadt flächendeckend sozialpädagogische Unterstützung anzubieten.
„Die Schulsozialarbeit umfasst präventive und fallbezogene Angebote und trägt maßgeblich zur Gestaltung eines gelingenden Lebens- und Bildungsortes ‚Schule‘ bei“, so die Beigeordnete Anja Pfeiffer, die die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 27. Mai leitete und die erweiterte Gesamtkonzeption vorstellte. „Das wollen wir bedarfsgerecht ausbauen und weiterentwickeln, damit jede Schule in der Stadt an ein Angebot mit Schulsozialarbeit angebunden ist.“
Der geplante Ausbau umfasst alle Schulformen. An den fünf Grundschulen ohne bisheriges Schulsozialarbeitsangebot werden Springerstellen eingerichtet. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 100.000 Euro. Die Stellen ermöglichen präventive Angebote und fallbezogene Unterstützung vor Ort. An den Gymnasien wird der Stellenumfang auf insgesamt zwei VZÄ erhöht, um jedem Gymnasium eine halbe Stelle zur Verfügung zu stellen. Die Nachfrage und der positive Verlauf des Projekts an den bisherigen Schulen haben diesen Ausbau erforderlich gemacht. Die Schule am Beilstein erhält eine VZÄ-Stelle zur sozialpädagogischen Unterstützung, da hier ein deutlicher Bedarf festgestellt wurde. Neu ist auch die Ausweitung auf die Privatschulen St. Franziskus und Paul-Gerhardt-Schule, die jeweils mit 0,5 VZÄ ausgestattet werden.
Im Zuge des Ausbaus soll auch die bestehende Rahmenkonzeption der Schulsozialarbeit überarbeitet und die bereits bestehenden Kooperationen mit Schulen vertieft werden. Zusätzlich soll die seit 2024 beschlossene Koordinierungsstelle für Kita- und Schulsozialarbeit mit einer Vollzeitstelle personell besetzt werden, um die Umsetzung und Koordination der Maßnahmen effizient zu steuern. Bis 2027 möchte die Stadt Kaiserslautern insgesamt 29 VZÄ für Schulen und 13 VZÄ für Kitas auf die verschiedenen Träger der Schulsozialarbeit verteilen – welche mit einer gemeinsamen Koordination neue Konzepte, präventive Aktionen und einen fachlichen Austausch erhält.
„Mit dem Beschluss stärken wir die schulische Sozialarbeit nachhaltig und sichern Kindern und Jugendlichen die Unterstützung, die sie brauchen. Schulen werden so zu noch inklusiveren Lern- und Lebensorten“, erklärt Schuldezernentin Anja Pfeiffer. Der Beschluss des Jugendhilfeausschusses markiere einen wichtigen Schritt zur flächendeckenden Förderung von Kindern und Jugendlichen in Kaiserslautern, den Ausbau der präventiven Arbeit und unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Stadt und freien Trägern.
Die notwendigen Gelder sollen im städtischen Haushalt für 2027 verankert werden. Insgesamt beläuft sich das Budget für die Schulsozialarbeit dann auf rund 2,8 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Schularbeit zu einem gewissen Prozentsatz.
Autor/in: Pressestelle
Kaiserslautern, 29.05.2026