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    24. Sep 2020
Teehaus im Japanischen Garten
Bachbahnmuseum

Erfenbach ist einer der Orte, die über die sogenannte Bachbahn effizient an das allgemeine Schienennetz angebunden waren. Dieses Transportmittel hat die Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Region nachhaltig beeinflusst. Sowohl der Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Produkte mittelständischer Handwerks- und Industriebetriebe als auch die für damalige Verhältnisse bequeme Verbindung für Pendler zu den großen Industriebetrieben in Kaiserslautern brachten den, an die Bachbahn angeschlossenen, Ortschaften beachtliche wirtschaftliche Vorteile. Mit der Bachbahn verbundene Zeugnisse über das Erleben von Technik und deren Wandel in der Gesellschaft werden im Sinne einer Denkmalsbewahrung durch das BachbahnMuseum in Erfenbach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es handelt sich dabei um ein Zeitzeugnis der Wirtschaftsgeschichte und darüber hinaus der Sozialgeschichte im Zusammenhang mit dem technischen Fortschritt.

Details werden an Modellen erläutert, die insbesondere die Situation im Umfeld aller Bahnhöfe der ehemaligen Bachbahn darstellen und ständig erweitert werden. Das Lagerwesen sowie die Infrastruktur zum Transport von Gütern und Personen werden im Kontext mit den in den jeweiligen Orten vorhandenen Gegebenheiten individuell gestaltet und den Besuchern erläutert. Mittels einer Modellbahn in Spur 0 mit ca.180 Meter Gleislänge wird die Bachbahnstrecke in Miniatur wieder erlebbar.

Untergebracht ist das Museum in der Scheune und den Stallungen des ehemaligen „Bauernhof Schermer“ aus dem Jahr 1820, der von der Familie Götz erworben und so vor dem Abriss bewahrt wurde.

Im Erdgeschoss des Museums, dem ehemaligen Kuhstall, befindet sich der Ausstellungsraum "Haltepunkt Kunst", mit Skulpturen und Bildern des Erfenbacher Kunstschaffenden Rudolf Blanz.

In den gleichen Räumlichkeiten besteht die Möglichkeit sich in einem Originalinterieur eines Speisewagens niederzulassen und sich mittels liebevoller Details, wie einem nachgebauten Fahrkartenschalter, der Bahnromantik hinzugeben.

Im ehemaligen Schweinestall des Bauernhof Schermer ist Anfang 2018 eine Brauerei entstanden. Durch diese Neugründung hat sie die Tradition der ehemals über 30 Brauereien in Kaiserslautern, von denen keine mehr existiert, wieder aufleben lassen. Dipl.Braumeister Andreas Schlichting, der das Brauhandwerk bei der BBK erlernt und in Weihenstephan studiert hat, braut hier ein dunkles, naturtrübes Bier aus seinen drei Lieblingsmalzsorten. Vom Märzen das Vollmundige, vom Bock die Fruchtigkeit und vom Bayrischen Dunklen die Farbe. Die Hopfennote kommt vom Pilsener. In Anlehnung an das Bachbahn Museum wird es als Bachbahn Bier ausgeschenkt. Zwischenzeitlich ist auch eine kleine Sammlung von Brauereischildern, Bierdeckel, Bierkrügen und Brauereiutensilien zusammen getragen worden, die ständig erweitert wird.