Pressemitteilung vom 15.05.2026

Neugestaltung der Theaterwiese verzögert sich

Stadtrat wünscht Masterplanung für gesamtes Areal zwischen Rathaus und Martin-Luther-Straße

Die von vielen Bürgerinnen und Bürgern gewünschte Neugestaltung der Theaterwiese, also des Areals zwischen dem Casimirschloss und dem Pfalztheater-Parkhaus, wird sich verzögern. Dem Vorschlag der Verwaltung, für die Fläche ein Fachplanungsbüro zu beauftragen, folgte der Stadtrat am 11. Mai nicht. Stattdessen entschied sich das Gremium für die komplette Überplanung des Areals zwischen der Martin-Luther-Straße im Osten bis hin zum Rathausvorplatz im Westen, das Parkhausdach („Theatergarten“) eingeschlossen. Dass dies auf viele Hürden stoßen wird, versuchten in der Sitzung sowohl Oberbürgermeisterin Kimmel als auch die Leiterin des Referats Stadtentwicklung, Elke Franzreb, vergebens zu argumentieren.

So müssen vor einer etwaigen Umnutzung des Parkhausdaches bauliche, eigentumsrechtliche wie planungsrechtliche Fragen geklärt werden; bei einer Überplanung des Rathausvorplatzes wiederum sind hohe Hürden allein aufgrund des Denkmalschutzes beachten. Vor allem aber wird eine Masterplanung des kompletten Areals deutlich mehr Zeit und vor allem auch Geld kosten, das dafür im Haushalt derzeit schlicht nicht vorhanden ist. Angesichts des nun beträchtlich höheren Umfangs der Planungsmaßnahme wird eine europaweite Ausschreibung vonnöten sein.

Um einer Masterplanung frühzeitig die notwendige politische Rückendeckung zu geben, forderte die Oberbürgermeisterin die Ratsfraktionen auf, ihre konkreten inhaltlichen Vorstellungen zur Gestaltung der Fläche zu erarbeiten und vorab zu unterbreiten.

Den Grundsatzbeschluss, die Theaterwiese inklusive eines künstlichen Bachlaufs der Lauter neuzugestalten, hatte der Rat bereits 2024 gefasst. Im September 2024 fand eine sehr gut angenommene Bürgerbeteiligung statt, deren Ergebnisse von der Verwaltung aufbereitet wurden und in die Fachplanung eingeflossen wären. Das Jahr 2026 hatte man seitens der Verwaltung mit dem Vorantreiben der Pläne jedoch bewusst abgewartet, um im Jubiläumsjahr an zentraler Stelle der Stadt keine Großbaustelle zu kreieren.



Autor/in: Pressestelle

Kaiserslautern, 15.05.2026