• 12 /
    27°C
    ,
    16. Jul. 2018
Kaiserslauterns Rathaus und Stifstkirche von oben
Gewalt gegen Frauen

Frauen haben auf dieser Erde trotz vieler Gleichberechtungsgesetze, trotz Menschenrechtserklärung und UNO-Resolutionen immer noch nicht denselben Stellenwert wie Männer. Es wird ihnen nicht mit demselben Respekt entgegen getreten und ihre elementaren Rechte sind oft ungeschützt.

Gewalt gegen Frauen, in welcher Form auch immer, natürlich auch gegen jeden anderen Menschen, kann nicht akzeptiert werden.

 

Denn

  • Gewalt missachtet die Würde eines Menschen,
  • Gewalt verletzt den Körper und die Seele und
  • Gewalt zerstört Beziehungen.

 

Es gibt zwei Formen von Gewalt gegen Frauen:

  1. Die psychische Gewalt, wenn bspw. Frauen mit Worten fertig gemacht, benachteiligt oder angeschrieen werden.
  2. Und es gibt die physische Gewalt, wo Frauen um ihr Leib und Leben fürchten müssen. Davon legt die stets voll belegte Frauenzufluchtsstätte in der Stadt Kaiserslautern Zeugnis ab, in der jährlich viele Frauen Schutz vor gewalttätigen Männern suchen müssen.

 

Nachfolgende Gewalttaten, die Frauen überall auf der Erde erfahren müssen, rufen in der Öffentlichkeit, zumindest in Deutschland, stets zu Recht Empörung hervor, nämlich:

 

  • dass Frauen dem Frauenhandel ausgesetzt sind,
  • dass Frauen gegen ihren Willen zur Prostitution gezwungen werden,
  • dass Frauen zum sexuellen Objekt reduziert werden,
  • dass Frauen gegen ihren Willen zwangsverheiratet werden,
  • dass Frauen im Namen der Ehre ermordet werden und
  • dass Frauen und Mädchen alten Traditionen folgend beschnitten werden.

 

Anders ist es allerdings, wenn die Gewalt gegen Frauen vor unserer Haustür, die Gewalt in der Nachbarwohnung oder die Gewalt in der eigenen Familie passiert. Hier wird gerne schnell mal weggeschaut und oft diese Gewalt gegen Frauen zur Privatsache erklärt. Meist wird argumentiert, dass sich bei Gewalt im häuslichen Umfeld, so nennt man das im Fachjargon, am besten niemand einmischen sollte. Oder, was manchmal passiert, ist, dass wir Rechtfertigungen für die Gewalt gegen Frauen haben. Aber hier ist eindeutig festzuhalten:

Selbst dort, wo in der häuslichen Umgebung Frauen Männer „provozieren“, gibt es kein Recht der Männer ihren Frauen Gewalt anzutun. Dieses Recht ist nirgends verbrieft. Gewalt in jeder Form ist eine Straftat. Siehe das Gesetz zu Gewalt in engen sozialen Beziehungen und Stalking (GesB).

 

Der gefährlichste Ort für Frauen ist deshalb immer noch die häusliche Umgebung und die größte Gefahr geht von Familienangehörigen und Bekannten aus.

TERRE DES FEMMES, die weibliche Weltorganisation sagt hierzu:

„Im eigenen Heim leben Frauen am gefährlichsten. Weltweit ist das so, auch in Deutschland. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen: häufiger als Verkehrsunfälle und Krebs zusammen genommen. Für Frauen ist das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, weitaus höher als von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei völlig bedeutungslos. In Deutschland ist oder war schon jede vierte Frau Opfer von Häuslicher Gewalt. Ihr eigenes Zuhause ist der gefährlichste Ort für eine Frau.“

Was kann die Gesellschaft, sprich jede und jeder Einzelne gegen Gewalt gegen Frauen konkret tun:

  • Es geht darum, das Problem der Gewalt an Frauen als ein ernst zu nehmendes Problem wahrzunehmen.
  • Es geht darum, deutlich zu machen, dass Frauen das Recht auf ein freies und selbst bestimmtes Leben haben, und das überall auf der Welt.
  • Und letztlich geht es darum deutlich zu machen, dass Gewalt kein legitimes Mittel zur Durchsetzung der Interessen von Männern ist.

 

Letztendlich ist es dann auch noch so, dass die Männergewalt gegen Frauen und Mädchen die Solidargemeinschaft, also Deutschland, jährlich mehrere Milliarden Euro Kosten verursacht. Kosten für Justiz, Polizei, ärztliche Behandlung und Arbeitsausfälle. In 80 - 90 Prozent der Fälle häuslicher Gewalt sind Frauen die Opfer und Männer die Täter. Jährlich fliehen rund 40 000 Frauen in Deutschland mit ihren Kindern in Frauenhäuser.

Dokumente
Standort
Gleichstellungsstelle
Willy-Brandt-Platz 1
67657 Kaiserslautern
  • 0631 365 - 2350
  • 0631 365 - 2339
  • E-Mail
  • Öffnungszeiten
  • Mo - Do
    08:00 - 12:30 Uhr
    13:30 - 16:00 Uhr

    Fr
    08:00 - 13:00 Uhr

Hilfetelefon-Hotline
Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, können folgende kostenlose Hotline anrufen:

08000 116 016
Nulltoleranztag
Der Internationale Tag der „Nulltoleranz gegenüber der Genitalverstümmelung“ wird jährlich am 6. Februar begangen.
mehr erfahren
Tanzen gegen Gewalt
Am 14. Februar findet jährlich die Kampagne One Billion Rising (OBR) (englisch für Eine Milliarde erhebt sich) für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung statt.
mehr erfahren
Nein heißt nein
Das reformierte „Gesetz zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung“ kurz „Nein heißt nein“ genannt, bietet mehr Schutz vor sexueller Gewalt.
mehr erfahren
Standort
Gleichstellungsstelle
Willy-Brandt-Platz 1
67657 Kaiserslautern
  • 0631 365 - 2350
  • 0631 365 - 2339
  • E-Mail
  • Öffnungszeiten
  • Mo - Do
    08:00 - 12:30 Uhr
    13:30 - 16:00 Uhr

    Fr
    08:00 - 13:00 Uhr

Hilfetelefon-Hotline
Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, können folgende kostenlose Hotline anrufen:

08000 116 016
Nulltoleranztag
Der Internationale Tag der „Nulltoleranz gegenüber der Genitalverstümmelung“ wird jährlich am 6. Februar begangen.
mehr erfahren
Tanzen gegen Gewalt
Am 14. Februar findet jährlich die Kampagne One Billion Rising (OBR) (englisch für Eine Milliarde erhebt sich) für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung statt.
mehr erfahren
Nein heißt nein
Das reformierte „Gesetz zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung“ kurz „Nein heißt nein“ genannt, bietet mehr Schutz vor sexueller Gewalt.
mehr erfahren