Allgemeine Informationen

Biodiversität stellt die heimischen Arten und Lebensräume in den Mittelpunkt.

Was bedeutet Biodiversität?

Biodiversität bedeutet Vielfalt an Arten, Lebensräumen und genetische Vielfalt:

  1. Vielfalt an Arten:
    Jede Pflanzenart und jede Tierart, jede Pilzart, jedes Moos und jede Flechte ist Teil des „Lebensraums Erde“. Die Arten eines Lebensraums  haben spezifische Funktionen und beeinflussen sich gegenseitig. Fehlt eine Art, oder gibt es Massenvorkommen einer Art, kann das zu nachteiligen Veränderungen führen.

  2. Vielfalt an Lebensräumen:
    Pflanzen und Tiere haben unterschiedliche Ansprüche an Lebensräume: manche brauchen Wald, andere Wiesen, Gewässer oder eine Kombination davon. Auch die Stadt ist Lebensraum. Wichtig ist die Vernetzung der Lebensräume untereinander.

  3. Genetische Vielfalt innerhalb einer Art:
    Wären die Gene aller Individuen einer Art gleich, hätten sie die gleichen Fähigkeiten und wären anfällig für die gleichen Krankheiten. Auf Umweltveränderungen würden sie gleichermaßen reagieren, was den Erhalt der ganzen Art gefährden kann.

Warum muss etwas für die Biodiversität getan werden? Und warum in der Stadt?

Die Biodiversität ist bedroht:

Schlagzeilen

Handlungsnotwenigkeit

Warum eine Strategie in der Stadt?

Ist die Stadt verpflichtet, etwas für mehr Biodiversität zu tun?

Biodiversität stellt die heimischen Arten und Lebensräume in den Mittelpunkt. Ihr Schutz dient dem Gleichgewicht im Ökosystem, auch als Lebensgrundlage des Menschen. Deshalb enthält das Bundesnaturschutzgesetz auch Regelungen zur biologischen Vielfalt. Behörden kommt dabei Im Rahmen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG) eine besondere Verantwortung zu.

Gesetzliche Grundlagen – Bundesnaturschutzgesetz

Internationaler und nationaler Kontext (Biodiversitätsstrategien)

International liegen die Anfänge der heutigen Biodiversitätsstrategien schon im Jahr 1992. Damals wurde ein Übereinkommen über die biologische Vielfalt getroffen. Weitere Strategien und Kampagnen folgten auf verschiedenen Ebenen, auch in Städten:

1992 – Internationales Übereinkommen über die biologische Vielfalt

2007 – Biodiversitätsstragie für Deutschland

2011 – Biodiversitätsstragie der EU

2011 bis 2020 – UN-Dekade für Biologische Vielfalt

2012 – Gründung Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt"

2015 – Biodiversitätsstrategie Rheinland-Pfalz

2021 bis 2030 – UN-Dekade "Wiederherstellung von Ökosystemen"

Kommunale Strategien vieler Städte

> Biodiversität hat einen eigenen Handlungsauftrag von der UN bis zur lokalen Ebene, eigene Förderrichtlinie.

> 2010: Kaiserslautern unterzeichnet die Deklaration "Biologische Vielfalt in Kommunen", Bekenntnis zur "Notwenigkeit, die biologische Vielfalt vor Ort gezielt zu stärken" und "fachliche Grundlagen für den gezielten Erhalt der biologischen Vielfalt zu schaffen"

> Unterzeichnung = Absichtserklärung zum Bündnisbeitritt