Pressemitteilung vom 16.06.2026

„Brutaler Aufsteiger“ – Modelle von Studierenden der TU München

Ausstellung noch bis 08. Juli im Rathaus

Am Freitag, 12. Juni 2026, hat Baudezernent Manuel Steinbrenner die Ausstellung „Brutaler Aufsteiger“ im oberen Foyer des Kaiserslauterer Rathauses eröffnet. Die Ausstellung zeigt ideenreiche Modelle von Studierenden der Technischen Universität München, die sich im Rahmen eines Semesterprojekts zum Thema „Einfach (um)bauen“ mit der geplanten Rathaussanierung beschäftigt haben. Dabei haben sie Architektur und technische Gebäudeausrüstung im Sinne der Denkmalpflege integriert betrachtet, innovative Lösungen und mögliche Potentiale gesucht sowie die Kosten im Auge behalten. Noch bis Mittwoch, 08. Juli 2026, können alle Interessierten die Modelle zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigen.

„Das Rathaus ist die Herzkammer der Verwaltung und derzeit unser größtes Bauprojekt, an dem wir arbeiten“, erklärte der Beigeordnete Manuel Steinbrenner. „Die Entwürfe der Studierenden geben uns erste Anregungen, wie das Gebäude entwickelt werden könnte. Wir erhalten dadurch wertvolle Impulse und Ideen für den weiteren Prozess. Derzeit befinden wir uns noch in der Projektvorbereitung.“

Eigens zur Ausstellungseröffnung war Florian Nagler, deutscher Architekt und seit 2010 Professor für „Entwerfen und Konstruieren“ an der TU München, nach Kaiserslautern gekommen. Er ist insbesondere durch seine Forschung „Einfach Bauen“ bekannt, die einen wichtigen Beitrag zu klimafreundlichem und ressourcenschonendem Bauen leistet. Daraus entwickelte sich auch das Konzept des Gebäudetyps E („E“ für einfach oder experimentell). Das Konzept verfolgt das Ziel, Planen und Bauen durch reduzierte Standards und konstruktive Einfachheit nachhaltiger zu gestalten. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung hielt Professor Florian Nagler einen Vortrag über „Einfach (um)bauen“ anhand des Rathauses Kaiserslautern. Ziel sei es, minimalinvasiv die Maßnahmen mit dem größten nachhaltigen Hebel anzugehen – sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sowie hinsichtlich der internen Zusammenarbeit.

Denn die bauliche Sanierung des 1968 eingeweihten Hochhauses bietet die Möglichkeit, gleichzeitig über weitere Transformationen nachzudenken: Wie sollte die Stadtverwaltung zukünftig arbeiten? Welche Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger muss das Haus erfüllen? Die Rathaussanierung wurde im Rahmen des Semesterprojekts der TU München so zum Modellprojekt für den denkmalgerechten Umbau komplexer Verwaltungsbauten im Baustil des Brutalismus. Daher auch der Name des Projekts „Brutaler Aufsteiger“. Die Studierenden hatten den Denkmalschutz, neue Arbeitsformen sowie Barrierefreiheit zu berücksichtigen.

Derzeit entwerfen die Studierenden auch 1:5-Modelle von der Fassade und der damit verbundenen Technik. Da Technik recht wartungsintensiv sein kann, ist das Ziel, sie zukünftig einfach bedienbar zu machen. „Wir schätzen es sehr, dass die Lehrstühle „Entwerfen und Konstruieren“ und „Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen“ das Projekt integriert betrachten. Durch die Verbindung von Hochbau und Technik werden uns bestmöglich passende Lösung vorschlagen“, begrüßte Manuel Steinbrenner die Kooperation mit der TU München.

Bei den Entwürfen der Studierenden handele es sich jedoch nicht um eine konkrete Planung. „Für uns sind die Ausarbeitungen sehr wertvoll, weil sie uns unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes eine Idee davon vermitteln, welche Elemente des Gebäudes erhalten und welche verändert werden könnten, um modernes Arbeiten zu ermöglichen und die Aufgaben der Verwaltung zu unterstützen“, so Steinbrenner. So haben die Studierenden beispielsweise auch die Attraktivität des Rathauseingangs oder eine einfache Organisation der einzelnen Referate im Gebäude berücksichtigt.

An dem Projekt der Rathaussanierung sind neben dem Referat Gebäudewirtschaft auch die Referate Organisation, Digitalisierung und Innovation, Finanzen sowie der Arbeitsschutz und der Personalrat beteiligt. Baudezernent Steinbrenner dankte allen Mitwirkenden für die engagierte Projektarbeit, die die meisten Kolleginnen und Kollegen zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben stemmten.



Autor/in: Pressestelle

Kaiserslautern, 16.06.2026