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08.05.2026, 19:30 Uhr, Fruchthalle | Einführung: 18:45 Uhr, Roter Saal
Unter der Überschrift „Erwachender Lebensmut“ vereint das Sinfoniekonzert der Pfalzphilharmonie Kaiserslautern am 08.05. äußerst kontrastreiche Werke von Lili Boulanger, Peter I. Tschaikowski und Franz Schubert. Das Programm wird von Daniele Squeo, Generalmusikdirektor am Pfalztheater, dirigiert. An der Violine ist die herausragende Solistin Natalia Prishepenko zu hören.
Lili Boulanger war die erste Frau, die 1913 mit dem renommierten „Prix de Rome“ für Komposition ausgezeichnet wurde. Ein Kritiker nannte sie etwas verächtlich eine „Porzellanpuppe“, neben der männliche Bewerber keine Chance gehabt hätten. Ihre zarte Erscheinung war jedoch ihrer chronischen Lungenkrankheit von Kindheitstagen an geschuldet. Diese Erkrankung zwang sie zu einem weitgehend zurückgezogenen Leben, stachelte sie andererseits aber auch zu rastloser Arbeit an, denn die Komponistin wusste, dass ihr nicht viel Zeit bleiben würde. Eine ihrer letzten Kompositionen ist „D’un matin de printemps“ (An einem Frühlingstag), eine schwebende, scheinbar unbeschwerte Naturschilderung in einer zarten, transparenten Instrumentation mit verspielten melodischen Wendungen – ein lichter Blick auf einen Tagesbeginn nur wenige Monate vor dem Tod der Komponistin am 15. März 1918.
Das Leben des russischen Komponisten Peter I. Tschaikowski ist durchzogen von persönlichen Krisen und Selbstzweifeln in seinem künstlerischen Schaffen. Nach seiner fatal gescheiterten Ehe, die Tschaikowski nur eigegangen war, um seine Homosexualität in der Öffentlichkeit zu kaschieren, hatte sich der Komponist in ein kleines Dorf am Genfer See zurückgezogen. Dort fand er innere Ruhe und Inspiration für eine seiner populärsten Kompositionen überhaupt: das Violinkonzert D-Dur op. 35. Das Werk vereint höchste technische Ansprüche und Virtuosität im Solopart mit gleichermaßen slawischem Temperament und Schwermut. Herausragende Solistin für Tschaikowskis Violinkonzert ist in diesem Sinfoniekonzert Natalia Prishepenko, gefeiert in allen bedeutenden Konzertsälen und bei den großen Klassikfestivals weltweit. Nicht zuletzt als Primgeigerin im berühmten Artemis-Quartett hat sie große Aufmerksamkeit gefunden, die sich auch in zahlreichen Einspielungen und Auszeichnungen dokumentiert.
Dem bereits im Alter von nur 31 Jahren verstorbenen Franz Schubert war es nicht vergönnt, seine „Große C-Dur-Sinfonie“ selbst zu hören, sie blieb zu seinen Lebzeiten unaufgeführt. Erst nachfolgende Musiker wie Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy erkannten in der Partitur das heute zweifellos anerkannte Meisterwerk der Romantik voll visionärer Kraft. Mendelssohn brachte die Sinfonie mehr als zehn Jahre nach Schuberts Tod zur Uraufführung in den Leipziger Gewandhauskonzerten.
Konzertkarten von 30,00 bis 11,50 Euro und weitere Informationen gibt es unter fruchthalle.de oder unter kaiserslautern.de sowie telefonisch unter 0631 365-3452. Außerdem sind Tickets in der Tourist-Information, Fruchthallstraße 14, Tel. 0631 365-2316, beim Thalia Ticketservice, Tel. 0631 36219-814, und bei allen weiteren VVK-Stellen (Ticket-Hotline: 01806-57 00 00) oder im Internet unter eventim.de erhältlich.
Die Eintrittskarte berechtigt am Veranstaltungstag zur kostenlosen Hin- und Rückfahrt bis zum folgenden Tag 3:00 Uhr mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln (bei der DB: RE, RB und S-Bahn; im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), 2. Klasse).
Autor/in: Pressestelle
Kaiserslautern, 24.04.2026