Elisabeth Piller ist seit November 2020 Juniorprofessorin am Historischen Seminar der Universität Freiburg, wo sie zur Geschichte der Vereinigten Staaten und der transatlantischen Beziehungen forscht und lehrt.
Ihre Forschung beschäftigt sich mit amerikanischer Außenpolitik und dem Verhältnis zwischen den USA und Europa seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Ihre Doktorarbeit Selling Weimar. German Public Diplomacy and the United States, 1918-1933 (veröffentlicht 2021) untersucht das Werben der Weimarer Republik um die Vereinigten Staaten in der Zwischenkriegszeit und zeigt die USA als eine bestimmende Einflussgröße auf die Neuausrichtung der deutschen und europäischen Außenpolitik. Ihr aktuelles Forschungsprojekt The Good Samaritan of All the World—US Humanitarians, Postwar Europe and the Making of the American Century widmet sich der amerikanischen humanitären Auslandshilfe nach dem Zweiten Weltkrieg und zeichnet den Aufstieg der USA zur (humanitären) Supermacht nach. Dabei werden die großen Hilfsprogramme der Nachkriegszeit nicht nur als Auftakt oder Nebenschauplatz zum Marshallplan begriffen, sondern als Laboratorium zentraler Ordnungsvorstellungen und Modernisierungsparadigmen der amerikanischen Auslandshilfe, die zuerst in Europa erprobt und dann global angewandt wurden.
Elisabeth Piller betreut Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten im Bereich der nordamerikanischen und transatlantischen Geschichte.
zur Webseite