Veranstaltungsbild von Atlantisches Forum: Zwischen globalen Wohltaten und America First. US-Auslandshilfe und transatlantische Beziehungen im 20. Jahrhundert

Atlantisches Forum: Zwischen globalen Wohltaten und America First. US-Auslandshilfe und transatlantische Beziehungen im 20. Jahrhundert

Thu., 09.07.2026
18:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr

Weitere Termine anzeigen

PDF

Ort

Über die Veranstaltung

Spätestens im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Auslandshilfe zu einem zentralen Bestandteil der US-amerikanischen Außenpolitik. CARE-Pakete für Nachkriegseuropa oder große Entwicklungshilfeorganisationen wie USAID prägten über Jahrzehnte das Bild und Selbstverständnis der Vereinigten Staaten.

Der Vortrag beleuchtet diese Formen der Wohltätigkeit - trotz oftmals demonstrativer Dankbarkeit auf Seiten der Empfänger und demonstrativer Benevolenz auf Seiten der Geber - als Teil eines umstrittenen nationalen wie internationalen Aushandlungsprozesses. Isolationismus, Gebemüdigkeit und Ressentiments erschwerten die amerikanische Auslandshilfe schon lange, bevor sie durch die Trump-Regierung grundlegend auf den Prüfstand gestellt wurde.

Diese Veranstaltung wird von der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz e. V. in Kooperation mit dem Fachgebiet Politikwissenschaft der RPTU in Kaiserslautern angeboten.
Sie ist Teil der Reihe "250 Jahre USA".

Weitere Termine

Thu., 09.07.2026,
18:00 Uhr
Kaiserslautern,
RPTU, Geb. 57, Raum 208/210 (Rotunde)
Link

Mitwirkende

Um mehr über die Mitwirkenden zu erfahren, klicken Sie bitte auf den Namen.

  • Piller, Elisabeth (Jun.-Prof. Dr.) - trägt vor
    Elisabeth Piller ist seit November 2020 Juniorprofessorin am Historischen Seminar der Universität Freiburg, wo sie zur Geschichte der Vereinigten Staaten und der transatlantischen Beziehungen forscht und lehrt. Ihre Forschung beschäftigt sich mit amerikanischer Außenpolitik und dem Verhältnis zwischen den USA und Europa seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Ihre Doktorarbeit Selling Weimar. German Public Diplomacy and the United States, 1918-1933 (veröffentlicht 2021) untersucht das Werben der Weimarer Republik um die Vereinigten Staaten in der Zwischenkriegszeit und zeigt die USA als eine bestimmende Einflussgröße auf die Neuausrichtung der deutschen und europäischen Außenpolitik. Ihr aktuelles Forschungsprojekt The Good Samaritan of All the World—US Humanitarians, Postwar Europe and the Making of the American Century widmet sich der amerikanischen humanitären Auslandshilfe nach dem Zweiten Weltkrieg und zeichnet den Aufstieg der USA zur (humanitären) Supermacht nach. Dabei werden die großen Hilfsprogramme der Nachkriegszeit nicht nur als Auftakt oder Nebenschauplatz zum Marshallplan begriffen, sondern als Laboratorium zentraler Ordnungsvorstellungen und Modernisierungsparadigmen der amerikanischen Auslandshilfe, die zuerst in Europa erprobt und dann global angewandt wurden. Elisabeth Piller betreut Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten im Bereich der nordamerikanischen und transatlantischen Geschichte.

    zur Webseite



Zuletzt aktualisiert am Thursday, 23.04.2026 um 12:24 Uhr