Pressemitteilung vom 08.09.2026

Gemeinsam Schule und Sozialraum gestaltet

Neue Perspektiven für die Goethe-Schule im Startchancen-Programm

Wie kann ein Schulgelände zu einem Ort werden, der Lernen, Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft miteinander verbindet? Mit dieser Frage haben sich Bachelorstudierende der Raum- und Umweltplanung der RPTU Kaiserslautern-Landau gemeinsam mit der Schulgemeinschaft der IGS Goetheschule Kaiserslautern beschäftigt. Ende August präsentierten die Studierenden nun drei unterschiedliche Entwürfe für eine mögliche zukünftige Gestaltung des Schulgeländes und seines Umfelds. Die Ergebnisse bringen die Perspektiven der Schülerinnen und Schüler, planerische Expertise und die zukünftige Schulentwicklung zusammen.

Eine besondere Stärke des Projekts war die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam mit den Studierenden und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft betrachteten sie zunächst die bestehende Situation: Welche Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten werden benötigt? Wie kann der Sportplatz besser angebunden werden? Und wie können Schulhof, Gebäude und angrenzende Flächen künftig stärker zusammengedacht werden? Aus der gemeinsamen Arbeit entstanden drei Planungskonzepte mit vielfältigen Ideen für einen modernen, lebendigen und vielseitig nutzbaren Schul- und Sozialraum.

„Bei der Weiterentwicklung von Schulgeländen müssen wir heute weit über die klassische Gestaltung eines Schulhofs hinausdenken“, so der Beigeordnete und Baudezernent Manuel Steinbrenner. „Mehr Grün und Schatten, klimaangepasste Freiräume sowie attraktive Bewegungs- und Aufenthaltsflächen tragen wesentlich zur Qualität eines Schulstandorts bei. Ein besonderer Mehrwert der vorliegenden Entwürfe liegt darin, dass dabei auch die Öffnung in den Sozialraum mitgedacht wird.“

Denn der Blick richtete sich bewusst auch über das eigentliche Schulgelände hinaus. In den Planungen wurde berücksichtigt, wie einzelne Bereiche perspektivisch für Menschen aus dem umliegenden Sozialraum nutzbar werden und damit zusätzliche Orte der Begegnung im Quartier entstehen könnten. Schule wird so nicht nur als Lernort, sondern auch als wichtiger Bestandteil ihres sozialen Umfelds gedacht.

Die IGS Goetheschule ist eine von zwölf Startchancen-Schulen in Kaiserslautern. „Das Startchancen-Programm bietet uns die große Möglichkeit, Schulentwicklung ganzheitlich und nachhaltig zu gestalten“, erklärt die Beigeordnete und Schuldezernentin Anja Pfeiffer. „Dabei geht es nicht allein um gute Lernbedingungen, sondern auch darum, Schülerinnen und Schüler aktiv einzubeziehen und Schule als Lebens- und Begegnungsraum weiterzuentwickeln. Die Entwürfe für die Goethe-Schule zeigen sehr anschaulich, wie aus der Beteiligung konkrete Ideen für einen zukunftsfähigen Schulstandort entstehen können.“

Pädagogische Entwicklung, zusätzliche Unterstützungsangebote und die Verbesserung der räumlichen Lernbedingungen greifen dabei ineinander. Ziel ist, die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken. Die Investitionssäule des Startchancen-Programms ermöglicht es, den Schulstandort durch förderliche Lernumgebungen weiterzuentwickeln. „Die nun vorgestellten Entwürfe der RPTU liefern hierfür wertvolle Ideen und Impulse“, freut sich Anja Pfeiffer.

Sie zeigen, wie aus einem Schulhof mehr als ein Pausenplatz werden kann: ein Raum für Lernen und Erholung, Sport und Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft. Das Projekt macht außerdem deutlich, welchen Mehrwert die Zusammenarbeit von Schule, Wissenschaft und Kommune schaffen kann. Ein besonderer Dank gilt der Schulleitung der Goetheschule um Nicole Könnel sowie seitens der RPTU der Projektleiterin Ragna Körby und Torsten Becker, allen beteiligten Studierenden sowie den Schülerinnen und Schülern und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft, die ihre Ideen, Wünsche und Erfahrungen in die Planungen eingebracht haben.

Die entstandenen Entwürfe und Visualisierungen geben nun wertvolle Anregungen für die weiteren Überlegungen zur Entwicklung des Schulstandorts. Das Projekt zeigt beispielhaft, was Startchancen bedeuten können: Schule gemeinsam weiterzuentwickeln, Schülerinnen und Schüler aktiv zu beteiligen und Bildungsräume zu schaffen, die in die Schule und zugleich in den Sozialraum hineinwirken.



Einer der Entwürfe zur Gestaltung des Schulgeländes, der bei der Abschlusspräsentation vorgestellt wurde. © Stadt Kaiserslautern

Einer der Entwürfe zur Gestaltung des Schulgeländes, der bei der Abschlusspräsentation vorgestellt wurde. © Stadt Kaiserslautern

Autor/in: Pressestelle

Kaiserslautern, 08.09.2026