Kaiserslautern auf Facebook
Auf der offiziellen Facebook-Seite der Stadt Kaiserslautern postet die Pressestelle relevante Verwaltungsthemen aber auch andere Informationen rund um Kaiserslautern und das Leben in der Stadt.
Offenlegung noch bis 28. Februar – Stadtratsbeschluss am 11. Mai
Wo sehe ich, ob mein Haus in einem Fernwärmegebiet liegt, und falls nein, was kann ich tun? Wird das Gas irgendwann abgestellt? Und ist das Lautrer Stromnetz überhaupt auf die vielen Wärmepumpen, E-Autos und Photovoltaikanlagen ausgelegt, die in den kommenden Jahren den Stromfluss deutlich erhöhen werden? Fragen dieser Art wurden am Dienstagabend in den Räumen von EnStadt:Pfaff auf dem Pfaff-Areal gestellt, wo der aktuelle Stand der Kommunalen Wärmeplanung in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt wurde.
Der erste Wärmeplan der Stadt Kaiserslautern für die Jahre 2026-2030 wird bis Ende Juni 2026 vorliegen und erfüllt somit die von Bund gesetzte Frist. Das Ziel: Den kosteneffizientesten und flächenärmsten Weg zu einer treibhausgasneutralen und zukunftsweisenden Wärmeversorgung zu ermitteln. Sie ist damit eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen seitens der Stadtverwaltung und Stadtpolitik und gibt den Bürgerinnen und Bürgern, Gebäudebesitzern und Unternehmen eine Orientierung für die individuellen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am eigenen Gebäude. In Kaiserslautern laufen seit Anfang 2024 unter Federführung des Umweltreferats der Stadt und in Zusammenarbeit mit der SWK die entsprechenden Vorbereitungen, die sich nun langsam dem Ende nähern.
Rund 50 Personen waren zur Infoveranstaltung gekommen, wo sie zunächst von Umweltdezernent Manuel Steinbrenner begrüßt wurden. In seiner Einleitung betonte der Beigeordnete, wie wichtig es sei, in Deutschland möglichst energieautark zu werden, nicht nur hinsichtlich des Klimaschutzes sondern auch angesichts der geopolitischen Lage. Die Kommunale Wärmeplanung sei dabei ein wichtiger Baustein – die bisherige Erarbeitung ein in vielerlei Hinsicht vorbildlicher Prozess gewesen. „Wir haben gut ein Jahr lang intensiv daran gearbeitet, gemeinsam mit vielen beteiligten Akteuren. Ich freue mich daher sehr, dass wir den aktuellen Stand nun präsentieren können und freue mich auf Ihre Anregungen“, so der Beigeordnete ans Publikum gewandt.
Den eigentlichen Bericht präsentierten dann Anna Kroschel und Daniel Zech von den mit der Wärmeplanung beauftragten Planungsbüros B.A.U.M. Consult und Fichtner. Dieser umfasst eine umfangreiche Bestandsanalyse (Wie heizt Kaiserslautern?) und gibt Auskunft darüber, was bis 2040 geschehen muss, um die Ziele zu erreichen. Präsentiert wurden die auf Basis der bisherigen Analyse erarbeiteten 17 Einzelmaßnahmen. Diese umfassen Beratungs- und Kommunikationsangebote ebenso wie etwa einen Sanierungsfahrplan für kommunale Liegenschaften oder Analysen der Wärmepotenziale aus Abwasser oder Geothermie. Für vier Quartiere der Stadt – Siegelbach, Bahnheim, Fischerrück und der Bereich Goetheschule/Hohenstaufen-Gymnasium – sollen zudem dezidierte Quartierskonzepte mit Modellcharakter erstellt werden. Auch bekamen die Zuhörerinnen und Zuhörer Tipps, welche Alternativen es zur fossil betriebenen Heizung gibt.
Wie geht es weiter?
Der Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung – Strategie 2026-2030 – ist noch bis zum 28. Februar offen einsehbar. Bürgerinnen und Bürger, Träger öffentlicher Belange sowie von der Kommunalen Wärmeplanung berührte Behörden können während dieses Zeitraums eine Stellungnahme in schriftlicher Form abgeben. Der Bericht ist in dem genannten Zeitraum auf der städtischen Website unter www.kaiserslautern.de/sozial_leben_wohnen/umwelt/klimaschutz/kwp einsehbar. Eine Stellungnahme kann per E-Mail an umweltschutz@kaiserslautern.de oder postalisch an „Referat Umweltschutz, Rathaus Nord, Lauterstraße 2, 67657 Kaiserslautern“ gesendet werden.
In den Wochen danach soll der Bericht in einem letzten Treffen des sogenannten Wärmetischs – ein Expertengremium, das in drei Sitzungen den aktuellen Stand miterarbeitet hatte – anhand der eingegangenen Stellungnahmen finalisiert werden. Danach folgen die politische Beratung und anschließende Beschlussfassung am 23. März im Umweltausschuss und am 11. Mai im Stadtrat. Voraussichtlich im Juni wird es dann nochmals eine große öffentliche Veranstaltung geben, auch mit Infoständen für die Bevölkerung. Bis dahin soll auch im städtischen Geoportal eine Karte zu finden sein, wo alle Bürgerinnen und Bürger erkennen können, ob in ihrem Viertel der Aufbau eines Fernwärmenetzes wahrscheinlich scheint.
Autor/in: Pressestelle
Kaiserslautern, 05.02.2026