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Pressemitteilung vom 16.03.2022

Ukraine-Krise: OB bedankt sich bei Helferinnen und Helfern

Gestern erste Übernachtungen in der Burgherrenhalle

In der Burgherrenhalle in Hohenecken bekommen Menschen, die aus der Ukraine in Kaiserslautern ankommen, seit Montag eine Erstverpflegung, bei Bedarf medizinische und psychologische Betreuung und im Notfall auch übergangsweise eine Unterkunft. Auch besteht direkt vor Ort die Möglichkeit, sich in Kaiserslautern zu registrieren (was aber auch weiterhin im Bürgercenter terminfrei möglich ist). Von der Burgherrenhalle aus erfolgt dann die Weiterverteilung in die Gemeinschaftsunterkünfte.

Direkt am ersten Tag nutzten 34 Menschen die Einrichtung und nahmen dabei insbesondere das Angebot einer warmen Mahlzeit und der Registrierung in Kaiserslautern wahr. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben in der Unterkunft nun zum ersten Mal zwölf Personen übernachtet. Die Stadt rechnet mit einer stark steigenden Nachfrage in den kommenden Tagen und prüft daher derzeit mit Hochdruck weitere Unterkunftsmöglichkeiten, sowohl für die Erstversorgung als auch für die mittelfristige Unterbringung.

Stand gestern Abend waren 286 Ukrainerinnen und Ukrainer in der Kartei der Ausländerbehörde registriert. Davon haben 120 Menschen bereits entweder eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Fiktionsbescheinigung. Der städtische Corona-Krisenstab wurde inzwischen zum Ukraine-Krisenstab ausgeweitet und um Vertreterinnen und Vertreter der bislang beteiligten Hilfsorganisationen ergänzt. Gemeinsam wird man die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge in den kommenden Wochen koordinieren.

Oberbürgermeister Klaus Weichel spricht allen, die beruflich oder ehrenamtlich mit dem Thema befasst sind, bereits jetzt ein dickes Dankeschön aus: „Nach zwei Jahren der Pandemiebewältigung stehen wir erneut vor einer großen Herausforderung. Doch es ist genau diese Erfahrung der letzten beiden Jahre, die mich zuversichtlich macht", so der OB. „Im Zusammenspiel der Kräfte ist es bislang gelungen, die Pandemie in Kaiserslautern im Zaum zu halten, trotz vieler Höhen und Tiefen und ständig neuer Situationen, die unsere Flexibilität stets aufs Neue auf die Probe gestellt haben. Für mich ist daher sonnenklar: Wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir gemeinsam auch diese Aufgabe wieder lösen! Die Hilfsbereitschaft, die man von allen Seiten verspürt, ist unglaublich. Vielen Dank dafür!“

Es sei offenkundig, so Weichel, dass der Befehlshaber im Kreml einigen Fehleinschätzungen unterlegen sei. „Die vielleicht größte ist der Irrglaube, Europa würde im Ernstfall nicht zusammenstehen. Nach drei Wochen Krieg lässt sich festhalten: Europa ist sich einig wie nie, politisch wie gesellschaftlich, und steht an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer. Tragen wir unseren Teil dazu bei!“

Alle, die spenden oder anderweitige Unterstützung anbieten möchten, finden seit heute auf der städtischen Ukraine-Seite (www.kaiserslautern.de/ukraine) ein weiteres Online-Formular, in dem man das konkrete Angebot samt  Kontaktdaten hinterlegen kann. Die Stadt kommt dann bei Bedarf gerne darauf zurück. Auf der Seite sind auch bereits Formulare für Wohnungsgesuche sowie Wohnungsangebote zu finden. Das Informationsangebot für Flüchtlinge in ukrainischer Sprache wurde in den letzten Tagen ebenfalls ausgeweitet.

www.kaiserslautern.de/ukraine



Autor/in: Pressestelle

Kaiserslautern, 16.03.2022