Achtung! Diese archivierte Pressemitteilung könnte inhaltlich veraltet sein

Bitte beachten Sie, dass Sie sich gerade im Pressearchiv befinden. Die hier verfügbaren Pressemitteilungen könnten veraltete oder nicht mehr relevante Informationen enthalten.

Das Pressearchiv soll vergangene Pressemitteilungen für historische und archivarische Zwecke speichern, weswegen die Inhalte archivierter Pressemitteilungen im Nachgang auch nicht mehr verändert werden.

Wir empfehlen Ihnen, dies bei der Nutzung des Archivs zu bedenken und bei Bedarf die Aktualität der Informationen zu überprüfen.

Pressemitteilung vom 28.02.2022

Exzellenter Baustein auf dem Weg in die Klimaneutralität

Oberbürgermeister Weichel spricht sich für Wasserstoffnutzung aus

Im Rahmen eines Strategiedialogs der Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) im Zuge des „HyStarter“-Projekts hat sich Oberbürgermeister Klaus Weichel für ein Vorantreiben der Wasserstoffnutzung in Kaiserslautern ausgesprochen. Im Wasserstoff, so Weichel, liege immenses Potenzial. „Ein Potenzial, das wir heben müssen, wenn die Energiewende gelingen soll. Ein Potenzial, das auch dringend wieder mehr öffentliche Aufmerksamkeit benötigt. Wasserstoff muss und wird künftig eine bedeutende Rolle bei der Energie- und Mobilitätswende spielen“, erklärte das Stadtoberhaupt.

Wasserstoff könnte in bestimmten Anwendungsfeldern eine zentrale Rolle als Speichermedium überschüssiger Energie zukommen. In einem Industriegebiet wie etwa dem IG Nord könnte eine kompakte Wasserstoffanlage die bereits vorhandenen großen Photovoltaikanlagen optimal ergänzen. „Die überschüssige Energie, die aus der Sonne entsteht, könnte man in Wasserstoff umwandeln, der dann auf Reserve verwendet wird, um den Strombedarf der ansässigen Unternehmen – und ihrer LKW-Flotten! – zu decken.“ Dies sei zwar noch Zukunftsmusik und gerade für ein einzelnes Unternehmen sei die Kosten-Nutzen-Rechnung wahrscheinlich noch viel zu unattraktiv. „Im Verbund wiederum wird Wasserstoff aber interessant und wäre ein exzellenter Baustein, um ein Industriegebiet klimaneutral zu machen.“

Auch verwies Weichel auf die noch bestehenden Grenzen des batteriegestützten Elektroantriebs im Schwerlastverkehr. Es sei zwar erfreulich, dass sich dieser bei den PKW langsam durchsetze, alleine könne er die Mobilitätswende jedoch vermutlich nicht schultern. „Ein 40-Tonner bräuchte eine riesige Batterie, um seine üblichen Touren absolvieren zu können. Und auch der Ladevorgang überschreitet die Dauer beim PKW bei weitem. Von der notwendigen Infrastruktur sind wir leider meilenweit entfernt.“ Diese Lücke könne Wasserstoff füllen. „Eine Mischung aus Batterieantrieb und Wasserstoff wäre ein sinnvoller Weg, wenn wir die Emissionen im Straßenverkehr reduzieren wollen. Wasserstoff eher bei den schweren Fahrzeugen, die Batterie eher bei den leichten.“

Der Rathauschef dankte der ZRW für die Initiative zusammen mit den Pfalzwerken und zeigte sich überzeugt, dass Kaiserslautern als Teil eines regionalen Wasserstoff-Verbunds, bestehend aus Akteuren der gesamten Region Westpfalz,  einen starken Beitrag leisten könne. Kaiserslautern sei ein Hightech-Standort, der die Möglichkeiten habe, mit seinem Knowhow die Entwicklung von Wasserstofftechnologie voranzutreiben. Weichel begrüßte die dahingehenden Initiativen der vergangenen Jahre aus der Forschungslandschaft und das gemeinsame Wasserstoffprojekt „Blue Corridor“ von WVE, SWK und ZAK.

„Das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität ist mit einer Technologie alleine nicht zu erreichen. Zumindest nicht Stand heute. Wir erreichen es nur, wenn wir die Möglichkeiten der grünen Energiegewinnung und der Energieeinsparung clever und effizient ausschöpfen und kombinieren“, so der OB. 



Autor/in: Pressestelle

Kaiserslautern, 28.02.2022