Der herzlich digitale Jahresrückblick 2021

Projektfortschritte und neue Weichenstellung für die digitale Zukunft

Kaiserslautern, 16.12.2021

Wir blicken zurück auf ein Jahr, in dem die Pandemie noch eine Rolle spielt und wieder keine Normalität, wie wir sie vor Covid-19 kannten, zuließ. Trotzdem gab es viele herzlich digitale Highlights und Projektfortschritte, die die digitale Zukunft Kaiserslauterns maßgeblich beeinflussen.

 

Der Januar startete mit einer erfolgreichen Workshop-Serie zur Förderreihe Smart Cities im Rahmen des „Interkommunalen Netzwerkes Digitale Stadt“ (IKONE DS). Über 40 Kommunen informierten sich über die Modalitäten der Bewerbung beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Mit positivem Ergebnis im Sommer: Gleich zwei rheinland-pfälzischen Kommunen, die bei der Bewerbung von IKONE DS begleitet wurden, konnten sich unter insgesamt 94 Städten, Kreisen und Gemeinden durchsetzen. Der Landkreis Kusel und die Stadt Linz am Rhein sind seit diesem Jahr Teil des Modellprojekts Smart Cities!

Das bereits vom Bundesinnenministerium geförderte Modellprojekt in Kaiserslautern konnte in diesem Jahr in den Teilprojekten ebenfalls große Schritte nach vorne machen: Stadt.Raum.Wir. startete im Sommer mit einer Liegestuhl-Aktion, die viel positive Resonanz bei den Bürgerinnen und Bürgern hervorrief. Im City Information Modeling wurde mit der Panoramabildbefahrung ein Grundstein für einen digitalen Zwilling in der Stadtverwaltung gelegt und auch das Projekt Smart City Infrastructure befand sich in diesem Jahr im Aufschwung. Hier wurde beispielsweise die sichere und nachhaltige Glasfaserinfrastruktur „RAINBOW“ auf den Weg gebracht. Im Juni erfolgte in der Innenstadt von Kaiserslautern die Erprobung unterschiedlicher Sirenenfunktionen der neuen sogenannten „Smarten Laternen“, mit welchen die Bevölkerung künftig noch besser vor Gefahren gewarnt werden kann. Initiiert vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zeigten sich die Projektbeteiligten aus Stadtverwaltung, Feuerwehr und dem herzlich digitalen Team sehr zufrieden mit den gewonnenen Erkenntnissen. Im Sommer wurde zudem das Konzept TuN (Testen und Nachverfolgen) erprobt. Bei Kulturveranstaltungen, in der Gastronomie und bei Großveranstaltungen konnten wertvolle Erkenntnisse für den Umgang mit digitalen Lösungen im Alltag der Bevölkerung gewonnen werden.

 

Ebenfalls viel Dynamik gab es beim Dialog Zivilgesellschaft, ein Projekt, das vom rheinland-pfälzischen Innenministerium gefördert wird. Eine hocherfreuliche Entwicklung durchlief in diesem Rahmen das Kooperationsprojekt „Digitale Hilfe“, das gemeinsam von der Gemeindeschwesterplus, der Stadtverwaltung, den Stadtteilbüros Grübentälchen, Innenstadt West und Bännjerrück, dem Seniorenbeirat sowie dem herzlich digitalen Team getragen und durchgeführt wird. In diesem Projekt können interessierte Seniorinnen und Senioren in lockerer Atmosphäre all ihre Fragen rund um Smartphones, Tablets und Co. stellen und sich aktiv an den Geräten ausprobieren. Dabei werden sie dauerhaft in Form von Workshops und Einzelterminen mit viel Verständnis und Empathie von Ehrenamtlichen unterstützt und begleitet. Synergie-Effekte wurden dank des Projekts „Digital-Botschafterinnen und -Botschafter“ der Medienanstalt Rheinlandpfalz geschaffen, wodurch weitere Ehrenamtliche für die „Digitale Hilfe“ gewonnen werden konnten.

 

Und innerstädtische Projekte? Gemeinsam mit der Stadtverwaltung konnte das herzlich digitale Team weitere Schulen im Stadtgebiet mit WLAN ausstatten, sodass die Gesamtzahl nun bei 16 ausgestatteten Schulen liegt. Das Erfolgsprojekt BigBlueButton für Vereine wurde mehrfach verlängert und läuft nun bedarfsbedingt bis Sommer 2022. Auch bezüglich Eventorganisation war das herzlich digitale Team aktiv: Nach der positiven Resonanz aus dem letzten Jahr, gab es 2021 abermals ein Ferienprogramm, bei dem sich Jugendliche kreativ durch Fotografien und Videodrehs ausleben konnten. Das Team engagierte sich erneut beim bundesweiten Digitaltag, ebenso wie auf der MINT-Messe auf dem Gartenschaugelände. Wie jedes Jahr gab es viele Impulse und Vorträge seitens des herzlich digitalen Teams, beispielsweise auf dem KGsT-Forum 2021 in Bonn und online mit Beteiligung von Dirk Andres, dem Leiter der Stabsstelle Digitalisierung, bei der Smart Country Convention des Bitkom e.V. und dem Digitalkongress der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz zum Thema „Erlebnis Innenstadt“.

 

Geprägt war das Jahr außerdem von zahlreichen gelungenen Netzwerktreffen. Beispielsweise konnte im Rahmen des Interkommunalen Netzwerkes Digitale Stadt (IKONE DS), das mittlerweile 30 Städte aus Rheinland-Pfalz umfasst, ein lang ersehntes Präsenztreffen auf dem Betzenberg in Kaiserslautern stattfinden. Auch die Modellstädte im Modellprojekt Smart Cities traten neben den etablierten regelmäßigen Treffen beim „MPSC Mashup“ im Mai in einen staffelübergreifenden virtuellen Austausch, der gemeinsam von Haßfurt, Wolfsburg und Kaiserslautern organisiert wurde. Die herzlich digitale Stadt ist und bleibt also landes- und bundesweit bestens vernetzt.

 

 „Vielen Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Engagement in ihren Projekten. Dieses Jahr war wieder geprägt von Herausforderungen, hat viel Kreativität und Energie gefordert, gerade auch im Bereich Digitalisierung. Wir haben erneut gesehen, wie wichtig es ist, dass sich die Verwaltung digital für die Zukunft aufstellt. Hieran hat das Team 2021 motiviert gearbeitet. Wir wollen 2022 wichtige Weichen dafür stellen, dass die Projekte effizient und schnell voran gehen, dass Strukturen und Vernetzung weiter ausgebaut werden, dass die Verwaltung die digitale Transformation quer über alle Dezernate und Referate aktiv gestaltet. Die Gründung eines Referates für Digitalisierung und Innovation ist ein wichtiger Meilenstein, den wir gemeinsam für unsere Stadt, für die Bürgerinnen und Bürger aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, konstruktiv gestalten wollen. Eben herzlich digital“, so Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel. Dem stimmen auch Chief Digital Officer, Prof. Dieter Rombach sowie Chief Urban Officer, Prof. Gerhard Steinebach zu: „Die digitale Transformation ist eines der wesentlichen kommunalpolitischen Themen der heutigen Zeit. Wir müssen die hervorragenden Bedingungen Kaiserslauterns nutzen, um diese Vorreiter-Rolle noch weiter auszubauen.“

 

Auch personell gab und gibt es Veränderungen im herzlich digitalen Team. Neben der Besetzung weiterer Stellen im Modellprojekt und im Fördermittelmanagement, steht zum Jahresende der Wechsel der Geschäftsführung der KL.digital an. Nach vier Jahren an der Spitze der städtischen Tochtergesellschaft verlässt Geschäftsführer Dr. Martin Verlage die GmbH. „Es waren arbeitsintensive und spannende Jahre, die ich in sehr guter Erinnerung behalten werde. Ich war von Anfang an dabei, habe die Gründung der KL.digital begleitet, Strukturen mit aufgebaut und übergebe ein Team, das sich hochmotiviert für die Digitalisierung in der Stadt einsetzt“, erklärt Verlage. Das Vorhaben, herzlich digitale Projekte auf den Weg zu bringen, um sie auf andere Kommunen übertragbar zu machen, sei aufgegangen.

 

„Trotz schwieriger Bedingungen durch die Pandemie sind wir in diesem Jahr als Team noch enger zusammengewachsen, was sich auch in der Vielzahl der umgesetzten Projekte widerspiegelt. Mit Martin Verlage geht ein geschätzter Kollege, der ganz klar auch der Rückenwind der Digitalisierung in Kaiserslautern war. Nichtsdestotrotz blicken wir natürlich motiviert in die Zukunft und geben als herzlich digitale Einheit unser Bestes, Lautern noch digitaler zu gestalten“, erklärt Dirk Andres, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung. Das bestätigt auch Dr. Martin Memmel, der als Leiter des Smart City Living Labs am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz eine Doppelrolle in der Verwaltung einnimmt und so einen direkten Draht zwischen Forschung und Stadtverwaltung etabliert: „Das Jahr 2021 hat einmal mehr gezeigt, dass die Digitalisierung in der Verwaltung am besten gemeinsam gestaltet werden kann. Wir sind in der wichtigen und verantwortungsvollen Position, die Digitalisierung im Sinne der Menschen in die richtigen Bahnen zu lenken. Natürlich nehmen wir diese Leitlinie mit ins neue Jahr.“

 

In diesem Sinne bedankt sich das gesamte herzlich digitale Team bei allen Projektbeteiligten, den Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung, bei allen Kooperationspartner*innen und natürlich bei allen Bürgerinnen und Bürger für das spannende Jahr, die vielen Gespräche, viele neue Ideen und hilfreiches Feedback!



Autor/in: herzlich digital - Pressestelle