Variable Beleuchtung in der Rütschhofstraße bereits in Betrieb

Radarsensorik und LED-Leuchten reagieren auf Verkehrsteilnehmer

Kaiserslautern, 16.12.2020

Die neu errichtete Straßenbeleuchtung in der Rütschhofstraße ist fertiggestellt. Seit Ende letzter Woche sind dort erstmals in Kaiserslautern über Radarsensoren gesteuerte Straßenleuchten in Betrieb. Für den Verkehrsteilnehmer heißt das, dass die grundsätzlich im Reduzierbetrieb betriebene Beleuchtung erst dann „erwacht“ und heller wird, wenn er von den jeweiligen Radarsensoren erfasst wird. Je nach Fahrtrichtung werden durch die an den Leuchten angebrachten Sensoren und der nachgeschalteten Steuerung jeweils die nächsten zwei Leuchten hochgedimmt. Erfassen die Sensoren keine weiteren Verkehrsteilnehmer, dann schaltet die Anlage nach kurzer Zeit wieder in den reduzierten Betrieb zurück.

 

Mit der neuen Straßenbeleuchtung in der Rütschhofstraße wurde besonderes Augenmerk auf die Bereiche Klimaschutz und Lichtverschmutzung gelegt. Mit rund 17,5 Watt Leistung je Leuchte im Normalbetrieb liegt der gesamte Leistungsbedarf der Straßenbeleuchtung in der ca. 1,4 Kilometer langen Rütschhofstraße bei rund 750 Watt. Dies entspricht in etwa der Leistung eines handelsüblichen Haushaltsstaubsaugers. Im reduzierten Betrieb schaltet sich die gesamte Anlage auf einen Leistungsbedarf unter 200 Watt zurück. Der jährliche Stromverbrauch der Straßenleuchten in der Rütschhofstraße liegt mit rund 1.200 Kilowattstunden unter dem Verbrauch eines durchschnittlichen Singlehaushalts. Trotz der Erweiterung der Beleuchtungsanlage von ursprünglich 16 konventionellen Straßenleuchten im bebauten Bereich der Rütschhofstraße auf nun 43 LED-Leuchten über die gesamte Strecke konnte der Jahresenergiebedarf durch die neue Technik in Verbindung mit LED-Leuchten auf rund 45 Prozent reduziert werden.

 

Die Lichtfarbe der in der Rütschhofstraße eingesetzten Beleuchtung trägt dem Ruf nach der Reduzierung der nächtlichen Lichtverschmutzung und des damit einhergehenden Schutzes von nachtaktiven Insekten Rechnung. Das orangefarbene Licht  reduziert die Anziehungswirkung auf nachtaktive Insekten und Falter erheblich und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Im Rahmen der Planung für die neue Straßenbeleuchtungsanlage wurden von Seiten des Referats Tiefbau verschiedene Leuchten und verschiedene Steuerungssysteme untersucht.

 

„Diese neue Technik ist ein großartiger Beitrag zu unseren Klimaschutzbemühungen“, bewertet Beigeordneter Peter Kiefer die neue Beleuchtungsanlage. Gerade im Bereich der Straßenbeleuchtung ließen sich erhebliche Einsparpotentiale erzielen, da diese gut 30 Prozent des Gesamtstromverbrauchs im kommunalen Bereich einnimmt. Bereits jetzt gibt es beim Referat Tiefbau viele weitere Projektideen, bei denen die neue Technik eingesetzt und ausgebaut werden kann. Das Projekt „Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Rütschhofstraße“ wird im Rahmen des  Verbundprojektes der Nationalen Klimaschutzinitiative „Pendlerradroute Bachbahn“ mit 90 Prozent der Investitionskosten gefördert.



Autor/in: Nadin Robarge - Pressestelle
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