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Tag des offenen Denkmals 2012 in Kaiserslautern

Vielfältiges Programm unter dem Motto "Holz" am 09. September

Kaiserslautern, 28.08.2012

Am Sonntag, 09. September 2012, findet bundesweit wieder der Tag des offenen Denkmals statt. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto "Holz". Auch die Stadt Kaiserslautern hat für diesen Tag ein vielfältiges Programm vorbereitet.

"Holz" – hinter diesem kurzen und prägnanten Begriff verbirgt sich eine enorme Bandbreite. Mit dem Thema ist eine Vielzahl historische Zeugnisse verbunden, denn das Naturmaterial war und ist vielfältig einsetzbar: als Baumaterial, Dachwerk, Bild- und Kunstwerk oder als Datierungshilfe – um nur die wichtigsten Merkmale für das Bauen, die Kunst und die Denkmalpflege zu nennen. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals lädt auch in Kaiserslautern ein, Denkmäler, Geschichte und Kultur zu erleben und zu erfahren. Nutzen Sie die Gelegenheit, am Tag des offenen Denkmals am 09. September 2012 in die lebendige Geschichte der Wahrzeichen der Stadt Kaiserslautern einzutauchen.

Die Protestantische Stiftskirche, Marktstraße 13, ist eine der bedeutendsten gotischen Sakralbauten der Pfalz, mit dessen Bau um 1250/60 begonnen wurde. Der lang gestreckte frühgotische Chor mit Achteckturm wurde gegen 1291 vollendet. Die dreischiffige hochgotische Halle entstand in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, die achteckigen Westtürme wurden um 1500 fertig gestellt. Die Stiftskirche ist Mutterkirche der pfälzischen Kirchenunion von 1818. Sie ist von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Die Protestantische Kleine Kirche, Unionstraße 2a, wird ebenfalls von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet sein. Die Besonderheiten des Saalbaus von 1711 bis 1717 sind der Dachreiter mit Laterne über der Welschen Haube von 1754 und die klassizistische Ausstattung mit Kanzel und Orgel aus dem Jahr 1811. Seit 1818 im Besitz der Vereinigten Protestantischen Gemeinde, wurde die Protestantische Kleine Kirche 1991 bis 1993 umfassend renoviert.

Die Katholische Pfarrkirche St. Martin, eine ehemalige Minoriten-Klosterkirche am St.-Martins-Platz 5, wurde um 1295 errichtet. Die zweischiffige Hallenkirche mit Stuckdecken des frühen 18. Jahrhunderts besitzt eine bedeutende spätgotische Ausstattung, unter anderem ein Taufstein von 1516, eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes sowie Kreuzwegstationen des 19. Jahrhunderts. Die einstige Klosterkirche der Franziskaner ist von 13:15 bis 17:45 Uhr geöffnet, Führungen werden nach Bedarf ab 15:00 Uhr angeboten.

Die Katholische Pfarrkirche St. Marien, St.-Marien-Platz 1, wurde zwischen 1887 und 1892 nach den Plänen des Münchner Heinrich von Schmidt als axialer Mittelpunkt der Königstraße und städtebaulicher Fixpunkt errichtet. Der monumentale, freistehende Sandsteinquaderbau im Stil der Neugotik hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Die dreischiffige Hallenkirche ziert ein hoch aufragender Turm mit Spitzhelm. Teile der neugotischen Orgelausstattung, wie zum Beispiel der Altar, die Kanzel und die Klais-Orgel, sind noch heute erhalten. Die Pfarrkirche ist von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Um 15:00 Uhr findet eine Führung zu den Restaurierungsarbeiten statt. Um 17:00 Uhr gibt es ein Konzert auf der historischen Klais-Orgel für Kinder und Erwachsene.

Die Evangelische Pfarrkirche im Stadtteil Erlenbach, im Nauwald 9, wurde 1900 nach den Plänen des Speyrer Franz Schöberl mit eingezogenem flach geschlossenem Chor im Stil der Neugotik errichtet. Die Mittelturmfassade zieren ein hoher Spitzhelm und schlanke Ecktürme. Im Innern ist noch die schlichte neugotische Ausstattung der Erbauungszeit erhalten: abgewinkelte beziehungsweise abgestufte Holzdecke über Holzstützen, dreiseitig umlaufende Holzempore auf Holzpfeilern. Durch diese aufwendige Holzkonstruktion wird eine Art Dreischiffigkeit erzeugt. Die Pfarrkirche ist von 11:00 bis 13:00 Uhr geöffnet, Führungen werden nach Bedarf angeboten. Um 11:00 Uhr findet ein Konzert statt.

Die Katholische Pfarrkirche St. Rochus im Stadtteil Hohenecken, Rochusweg 3, wurde 1896/97 nach den Plänen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker ganz in Sandstein ausgeführt als dreischiffige Hallenkirche im Stil der Spätgotik erbaut. Die neugotische Innenausstattung ist fast vollständig erhalten. Zu sehen sind beispielsweise drei Schnitzaltäre mit Heiligenfiguren, die Kanzel, die Kommunionsbank, der Beichtstuhl sowie die Einrichtung der Sakristei. Die Kirche ist von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, Führungen werden nach Bedarf angeboten.

In direkter Nachbarschaft, im Hohenecker Rochusweg 2a, befindet sich die Katholische Rochuskapelle. Die ländliche Kapelle wurde 1748 als zeittypischer Kirchenbau des Spätbarocks errichtet. Im Innern befindet sich eine Westempore mit geschweifter Balustrade über Holzsäulen. Von 14:00 bis 18:00 Uhr ist die Kapelle geöffnet, auch hier werden Führungen nach Bedarf angeboten.

Auf einem Felsplateau am ehemaligen Kaiserwoog liegen Kaiserpfalz und Pfalzgrafensaal. Die Anlage am Willy-Brandt-Platz 2 mit teilweise erhaltenen Grundmauern der staufischen Kaiserpfalz und Resten des Casimirschlosses des 16. Jahrhunderts kann von 11:00 bis 16:00 Uhr besichtigt werden. Führungen durch die unterirdischen Gänge der Kaiserpfalz und den Pfalzgrafensaal können nach vorheriger telefonischer Anmeldung bei der Tourist Information unter Telefon 0631 365-4019 gebucht werden. Treffpunkt für die Führungen ist der Pfalzgrafensaal, die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 25 Personen begrenzt. Der Förderkreis zur Erhaltung der Kaiserpfalz Kaiserslautern e.V. informiert an diesem Tag ebenfalls und bietet für Interessierte im Anschluss an die Stadtführungen eine Führung über das ehemalige Areal der Kaiserpfalz an. Um 14:00 Uhr findet eine Führung an den freigelegten Resten der Kaiserpfalz statt. Treffpunkt ist hier an der Sondierungsgrabung in der Burgstraße.

Das Theodor-Zink-Museum in der Steinstraße 48 ist der im Jahr 1817 erbaute Fuhrmannsgasthof "Zum Rheinkreis", der seit dem Umbau 1978 das Kulturhistorische Museum der Stadt Kaiserslautern mit volkskundlicher und stadtgeschichtlicher Sammlung beherbergt. Die weitläufige Vierseithofanlage mit ehemaligen Stallungen in Fachwerkkonstruktion und Scheune befindet sich ganz in der Nähe zum Mainzer Tor. Das Theodor-Zink-Museum wird von 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet sein, um 14:00 Uhr wird vom Innenhof aus eine Führung angeboten.

Zum Ausstellungsbereich des Theodor-Zink-Museums gehört auch der Wadgasserhof in der Steinstraße 55. Der bereits 1216 urkundlich nachweisbare und mehrfach umgebaute ehemalige Wirtschaftshof der Prämonstratenserabtei Wadgassen ist mit einer gotischen Kapelle, Resten von Wandmalereien des 15. Jahrhunderts und Barockzimmern mit qualitätvoller Stuckdecke ausgestattet. Heute finden sich hier in den Ausstellungsräumen zum Beispiel Möbel und Einrichtungsgegenstände des 18. und 19. Jahrhunderts. Von 11:00 bis 18:00 Uhr ist der Wadgasserhof am Tag des offenen Denkmals geöffnet.

Ein Stadtbild prägendes Gebäude ist die Fruchthalle in der Fruchthallstraße 10. Sie ist ein an florentinische Patrizierpaläste der Frührenaissance erinnernder kubischer Bau, der 1843 bis 1846 im Auftrag von König Ludwig I. von Bayern nach Plänen des Zivilbauinspektors August von Voit als Markthalle mit Festsaal errichtet wurde. Das Erdgeschoss wurde von 1845 bis 1910 als öffentliche Markthalle genutzt. Die farbliche Ausgestaltung des Festsaals wurde 2006 anhand von Originalbefunden rekonstruiert. Die Fruchthalle kann von 10:00 bis 13:00 Uhr besichtigt werden, außerdem findet um 11:00 Uhr eine Führung statt.

Um 1619 wurde am Rittersberg 14, über dem erhaltenen Gewölbekeller eines Vorgängergebäudes von 1470, ein Renaissancehaus errichtet. 1770 wurde das Gebäude unter Verwendung der älteren Bauteile von Anton Sauter im Stil des Barock modernisiert. Heute stellt das Haus den Rest einer Hofanlage mit Wirtschaftsgebäuden dar. Das ehemalige Renaissancehaus ist eines der wenigen erhaltenen Profanbauten aus der Zeit vor dem 30-jährigen Krieg. Zwischen 11:00 und 16:00 Uhr ist das Haus geöffnet, Führungen finden nach Bedarf statt.

Ab 12:00 Uhr ist in der Eselsfürth 11 das Irish House geöffnet. Um 1900 wurde das ehemalige Kurhaus mit Saalbau und Gartenterrasse außerhalb der Stadt im Landhausstil errichtet. Der heutige Musikclub weist einen unregelmäßigen Grundriss, eine Sandsteingliederung, ein Sichtfachwerk und Erker, einen runden Turm mit Schweifhaube sowie einen Treppenhausrisalit mit Glockendach und originalen Klappläden auf.



Autor/in: Pressestelle
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