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Pressemitteilung vom 17.07.2012

Familienbewusste Personalpolitik im Kaiserslauterer Rathaus

Dr. Klaus Weichel: "Audit "berufundfamilie" erfolgreich umgesetzt." <br>

Flexibilisierte Arbeitszeit mit mehr als 260 verschiedenen Arbeitszeitmodellen, die Einführung von Kooperationsgesprächen zur Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei Handlungsleitfäden für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie beziehungsweise Pflege sind nur einige der 56 Maßnahmen, die die Stadtverwaltung im Rahmen einer familienbewussten Personalpolitik in den letzten drei Jahren umgesetzt hat. Heute stellte Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten und Projektleiterin Marlene Isenmann-Emser die Ergebnisse des im Mai zu Ende gegangenen Audits "berufundfamilie" vor. "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht allein ein Thema der Gleichstellung und Frauenpolitik. Sie muss auch Ziel der Politik eines Unternehmens wie der Stadtverwaltung Kaiserslautern sein", betonte der Oberbürgermeister, der das Audit zu Beginn seiner Amtszeit initiiert hatte.

Hintergrund für die Einführung sei nicht nur die Weiterentwicklung einer familienbewussten Unternehmenskultur und die Vereinbarkeit familiärer Aufgaben und beruflicher Anforderungen gewesen. "Letztendlich galt es auch, die demografische Entwicklung innerhalb der Stadtverwaltung zu kompensieren und den Fachkräftepool der hochqualifzierten und motivierten Frauen zu erschließen", so der Oberbürgermeister weiter. Mit dem Auditierungsprozess, der mit der Zertifikatsverleihung am 18. Mai 2009 begann, wurde die städtische Gleichstellungsbeauftragte Marlene Isenmann-Emser beauftragt. In einem ersten Schritt legte der Stadtvorstand in einem Strategieworkshop sieben Handlungsfelder sowie 20 Ziele fest. Diesen wurden von einer Arbeitsgruppe aus 30 Bediensteten in Rahmen zweier Auditierungsworkshops 80 Maßnahmen zugeordnet. "Von diesen haben wir 70 Prozent, also mehr als zwei Drittel, umgesetzt, rund 15 Prozent haben wir teilweise realisiert", bilanzierte die Gleichstellungsbeauftragte. Dies sei eine Erfolgsquote von 85 Prozent und damit ein stolzes Ergebnis, mit dem die Stadtverwaltung im Vergleich zu anderen Kommunen und Unternehmen mit an der Spitze steht. Auch die restlichen zwölf Maßnahmen wurden bearbeitet, letztendlich aber aus unterschiedlichen Gründen gestrichen.

"Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen neben den familienfreundlichen Arbeitszeit-Modellen und der flexibilisierten Arbeitszeit auch die interne Kommunikation und Information über Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie", erläuterte Isenmann-Emser. Hierzu gehöre auch die Sammlung von Fördermöglichkeiten in familiär bedingten Bedarfssituationen, die, wie alle Maßnahmen des Auditierungsprozesses, für die Bediensteten im Intranet eingesehen werden kann. In einem speziellen Mentoring-Programm zur Förderung von Frauen in Führungspositionen werden Frauen im Rahmen ihrer Personalentwicklung Mentorinnen oder Mentoren zur Seite gestellt, die ihre Karriereentwicklung begleiten. Als weiteres Personalentwicklungsinstrument wurde das so genannte Kooperationsgespräch eingeführt, das der Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dient. "Außerdem haben wir eine Sammlung bestehender Ferienbetreuungsmöglichkeiten für die Kinder der Bediensteten zusammengestellt", stellte die Projektleiterin ein paar der Beispiele aus dem umgesetzten Maßnahmenkatalog vor. Wie sie abschließend mitteilte, werde die familienbewusste Personalpolitik der Stadtverwaltung künftig in der Europäischen Charta der Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene weitergeführt.



Autor/in: Pressestelle

Kaiserslautern, 17.07.2012