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    17. Jan. 2019
Rathaus und Rathausvorplatz von oben
Gesicht zeigen gegen Gewalt an Frauen

Beigeordneter Peter Kiefer eröffnet Ausstellung „Stolen Girls“ im Rathausfoyer

Kaiserslautern, 26.11.2018

Traurig, stark, mutig, leer, gequält – ausdrucksstarke Regungen sind von den Gesichtern der im April 2014 von Boko Haram verschleppten nigerianischen Frauen und Mädchen abzulesen, deren Porträts aktuell im Kaiserslauterer Rathausfoyer gezeigt werden. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November eröffnete der Beigeordnete Peter Kiefer am Sonntag die Fotoausstellung „Stolen Girls“ von Andy Spyra im Rathausfoyer.

Im Beisein der Kaiserslauterer Dekanin Dorothee Wüst und der städtischen Gleichstellungbeauftragten, Marlene Isenmann-Emser, rief Kiefer die Zuhörer dazu auf, Flagge und Gesicht zu zeigen gegen jegliche Gewalt an Frauen. Hinschauen und Handeln sei sein heutiger Auftrag an alle Anwesenden „Wir dürfen unsere Augen vor gewalttätigem Verhalten nicht verschließen, egal ob es in einem fernen Land, in unserem Umfeld oder vor unserer Haustür stattfindet“, betonte der Kaiserslauterer Beigeordnete.

Neben den schockierenden Fällen, die in der Ausstellung dokumentiert werden und anderen menschenunwürdigen Behandlungen von Frauen weltweit, stünde Gewalt an Frauen auch in einem hochentwickelten Land wie Deutschland noch an der Tagesordnung, berichtete Kiefer und führte aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes zur Untermauerung an. Demnach seien im vergangenen Jahr knapp 114.000 Angriffe gegen Frauen registriert worden, an jedem zweiten bis dritten Tag würde eine Frau vom Partner oder Ex-Partner getötet.

Die Ausstellungeröffnung wurde von einer thematischen Einführung durch Claudia Kettering, der theologischen Referentin an der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung & Gesellschaft, und einer kunstwissenschaftlichen Erläuterung durch Birgit Weindl, der Kunstbeauftragten der Evangelischen Kirche der Pfalz, begleitet. Patrick Asomugha, Katholischer Pfarrer in Queidersbach, teilte sein Wissen über den kulturellen und gesellschaftspolitischen Hintergrund in Nigeria. Die Ausstellung wird noch bis zum 14. Dezember im Rathausfoyer zu sehen sein und kann während der normalen Öffnungszeiten des Rathauses kostenlos besichtigt werden.

Zusätzlich zu dieser eindrucksvollen Ausstellung wurde am darauf folgenden Montag erneut die blaue Flagge mit dem stilisierten Frauenkörper und der Forderung „frei leben“ auf dem Rathausplatz gehisst. Der Kundgebung und dem darauffolgenden Solidaritätszug durch die Innenstadt schlossen sich auch Landrat Ralf Leßmeister und Polizeipräsident Michael Denne an.



Autor/in: Charlotte Lisador - Pressestelle
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