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Rathaus und Rathausvorplatz von oben
Neuausgang der unterirdischen Gänge eröffnet

OB Dr. Weichel: „Touristische und historische Inwertsetzung.“

Kaiserslautern, 23.04.2012

OB Dr. Weichel durchtrennt das Band zum Neuausgang mit einer "historischen" Schere © Stadt Kaiserslautern

Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel eröffnete heute den Ausgang aus den unterirdischen Gängen der Kaiserpfalz, der mittels einer modernen Glas-Stahl-Beton-Konstruktion neu gestaltet wurde. Weichel betonte, dass der neue Ausgang kein „Solitär“ sei, sondern eingebettet ist in ein Gesamtkonzept zur Aufwertung des Burghügels, der Kaiserpfalz, des Casimirschlosses, sowie des gesamtes Umfeldes. Weichel sprach von einer „touristischen und historischen Inwertsetzung“, die mit diesem Schritt einhergehe. Er freute sich, dass mit dem neuen Ausgang auch historische Mauerreste mit Gurtbogen sichtbar gemacht werden konnten, die zum Zugang zu Burg- und Schlossgebäude gehörten.

Der Oberbürgermeister bedankte sich ausdrücklich bei dem Förderkreis zur Erhaltung der Kaiserpfalz e.V., der das Projekt mit 17.000 Euro unterstützt und somit den städtischen Anteil spürbar mitfinanziert habe. 80 Prozent der Kosten werden vom Land Rheinland-Pfalz getragen. Die Erneuerung ist Teil des Förderprogramms „Aktives Stadtzentrum“. Die Bauzeit startete im Mai 2012 und betrug ein Jahr.

© Stadt Kaiserslautern

Baudirektorin Elke Franzreb, deren Referat gemeinsam mit dem Referat Gebäudewirtschaft der Stadt und dem Architekten Klaus Meckler das Projekt federführend durchgeführt hat, zeigte sich von der architektonischen Lösung überzeugt. Sie wies darauf hin, dass bei der Gestaltung insbesondere darauf geachtet worden sei, dass sie mit der Architektur des Rathauses harmoniere. Die jetzt entstandene Lösung erfülle diesen Anspruch in hohem Maße, sie sei zudem schlicht, filigran und funktionell.

Dass der neue Ausgang nicht nur ansprechend, sondern auch innovativ ist, erläuterte der Architekt Klaus Meckler. So sei das Dach aus einem Hochleistungsbeton, dessen revolutionäre Technologie von der Firma DUCON Europe GmbH & Co. KG entwickelt wurde. Der Kontakt kam über die TU Kaiserslautern zustande. Damit spanne der Bau auch einen Bogen von der geschichtlichen Dimension hin zum Technologie- und Wissenschaftsstandort Kaiserslautern.

Die Glaswände des Baus zeigen museografische Darstellungen von Pfalz und Schloss von den Anfängen bis heute. Bewusst wurde auf plakative Darstellungen verzichtet, die transparenten Schriftzüge sollen neugierig machen. Ein in der Stirnseite eingelassener Monitor informiert über Aktuelles, Buchungen und Termine der nächsten Stadtführungen und zeigen Eindrücke aus den unterirdischen Gängen. Mit dem Neuausgang wurde so ein archäologisches Fenster geschaffen, das zur Attraktivität der Stadt beiträgt, das historische Bewusstsein fördert und touristische Führungen noch interessanter macht.



Autor/in: Pressestelle
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