Kaiserslautern auf Facebook
Auf der offiziellen Facebook-Seite der Stadt Kaiserslautern postet die Pressestelle relevante Verwaltungsthemen aber auch andere Informationen rund um Kaiserslautern und das Leben in der Stadt.
Im August 2026 wurde ein erster Verdachtsfall der Großen Drüsenameise (Tapinoma magnum) im Stadtgebiet Kaiserslautern bestätigt (in einem Wohngebiet). Die Stadtverwaltung hat wichtige Hinweise in einem Infoblatt zusammengestellt.
Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum kommt bisher vor allem in besiedelten, bebauten Bereich vor, kann sogenannte Superkolonien bilden und führte in anderen Städten bereits zu erheblichen Problemen, z.B. zu Stromausfällen in Kehl oder zu Unterhöhlungen von Wegen.
Die Große Drüsenameise ist nur schwer eindeutig zu bestimmen. Es besteht eine große Verwechslungsgefahr zu heimischen, geschützten Ameisenarten. Auch die Nesteingänge (z.B. Sandauswurf zwischen Gehwegplatten) ähneln sich. Eine professionelle Artbestimmung ist unbedingt erforderlich, wenn zuvor die typischen Merkmale erkannt wurden.
Es besteht keine Meldepflicht. Die Entscheidung und Verantwortung darüber, ob eine Bekämpfung durchgeführt wird, liegt in erster Linie beim Inhaber der Verkehrssicherungspflicht (in der Regel der Eigentümer). In Einzelfällen kann vor dem Beginn von Gegenmaßnahmen eine Abstimmung oder eine Genehmigung aus dem Artenschutzrecht heraus erforderlich sein.
Vor einer Bekämpfung ist immer das Ausmaß des Befalls zu ermitteln. Wird nur ein Teil der Kolonie bekämpft, verlagert sie sich und wächst evtl. schneller. Eine koordinierte Bekämpfung aller Betroffenen ist unbedingt zu empfehlen.
Weitere Hinweise siehe Infoblatt der Stadt Kaiserslautern: Infoblatt Tapinoma magnum
1. Immer zuerst prüfen: Handelt es sich wirklich um die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum)?
Zuerst sind die wichtigsten Merkmale selbst zu bestimmen:
Tabelle 1: Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmale zu heimischen Ameisenarten:
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Kombination charakteristischer Merkmale |
Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) |
Heimische Ameisenarten |
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Größe der Arbeiterinnen |
Arbeiterinnen unterschiedlich groß |
alle Arbeiterinnen gleich groß |
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+ Körperfarbe |
komplett schwarz |
schwarze, braune und/oder rötliche Körperteile |
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+ Geruch beim Zerdrücken |
ranzig-buttrig, ähnlich Aceton |
kein Geruch |
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+ Ameisenstraßen |
mehrspurig |
einspurig |
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+ Kolonien |
Bildung von Superkolonien mit vielen Königinnen |
einzelnes Nest mit nur einer Königin |
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+ Verhalten bei Störung des Nestes |
Arbeiterinnen strömen zur Erdoberfläche |
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2. Wenn diese Kriterien für die Große Drüsenameise auf die von Ihnen untersuchten Ameisen zutreffen, dann Meldung inklusive Fotos zwecks professioneller Artbestimmung über folgendes Meldeportal aus Baden-Württemberg vornehmen: Naturkundemuseen Stuttgart und Karlsruhe
Die Meldung wird von Expertinnen und Experten überprüft. Sollte ein konkreter Verdacht bestehen, werden Proben angefordert (Aufsammeln und Einschicken von Einzeltieren) und nach Bestimmung das Probenergebnis mitgeteilt.
Es besteht keine Meldepflicht, aber durch die Meldung über das Meldeportal aus Baden-Württemberg (Naturkundemuseen Stuttgart und Karlsruhe) und die Überprüfung durch Expertinnen und Experten wird sichergestellt, dass keine einheimischen Ameisenarten bekämpft werden. Heimische Ameisenarten stellen in der Regel keine Beeinträchtigung dar, sondern sind ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems.
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Wo befindet sich das Nest? |
Wer ist zuständig für die Beseitigung des Nestes? |
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Nest auf Privatgrundstück |
Privater Grundstückseigentümer. |
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Nest auf städtischem Grundstück / im Stadtwald |
Das Referat, welches für die Verkehrssicherheit des Grundstücks verantwortlich ist. |
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Grundstücksübergreifende Nester/ Nester im Grenzbereich verschiedener Eigentümer / Superkolonie |
Grundstücksübergreifende Bekämpfung erforderlich. Ansonsten weichen die Ameisen in benachbarte Bereiche aus. |
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Nest auf unversiegelten Flächen/ am Siedlungsrand/ im Außenbereich (unabhängig vom Grundstückseigentum) |
Grundstückseigentümer nach vorheriger Abstimmung mit Naturschutzbehörde. |
Ziel einer Bekämpfung ist die Eindämmung der Art. Es können wiederholte oder dauerhafte Gegenmaßnahmen erforderlich sein.
Der lokale Einsatz von Insektiziden ist wenig erfolgversprechend, insbesondere bei etablierten Superkolonien. Der Einsatz von Insektiziden gehört auch wegen einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung ausschließlich in die Hände ausgebildeter Schädlingsbekämpfer.
Empfohlene Methoden für Privatpersonen:
1. Kieselgur (Diatomeenerde):
2. Heißwasserbehandlung:
3. Hausmittel:
4. Professionelle Bekämpfung:
Präventive Maßnahmen: