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    24. Aug 2019
Das Rathausfoyer

Enten füttern, Information

Inhalt

Allgemeine Informationen

In der freien Natur leben an einem Gewässer normalerweise nur so viele Enten, wie Futter vorhanden ist. Dieser Regelmechanismus ist auf vielen innerstädtischen Wasserflächen verloren gegangen. Vor allem ältere Menschen und Eltern mit ihren Kindern füttern die "immer hungrigen" Enten. So werden weitere Enten angelockt, eine verhängnisvolle Schraube setzt sich in Bewegung. Das gefressene Brot düngt als Kot das Wasser auf. Als Folge vermehren sich Algen explosionsartig. Nach ihrer Blüte sterben sie ab und die anschließenden sauerstoffzehrenden Prozesse bedrohen das biologische Gleichgewicht des Gewässers. Sinkt das Brot auf den Grund, zersetzt es sich und verbraucht dabei den Sauerstoff, den die Wasserorganismen dringend zum Überleben brauchen. Bei der Zersetzung von 1,5 kg Brot wird der Sauerstoff von 100 Kubikmetern Wasser verbraucht. In den Zonen ohne oder mit geringem Sauerstoffgehalt können sich im Sommer vor allem die sogenannten Botulismus-Bakterien entwickeln, die ein starkes Nervengift ausscheiden. Gründelnde Enten nehmen dieses Gift auf und sterben an Muskellähmung. Das gut gemeinte Füttern der Tiere kehrt sich ins Gegenteil um. Zuletzt profitieren auch die Ratten von dem Überangebot des ausgestreuten Brotes. Deshalb: Füttern Sie keine Enten! 

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