Helene Blum bei der "Langen Nacht der Kultur" in der Fruchthalle

Samstag, 26. Juni 2021, in Kaiserslautern – Vorverkauf läuft

Kaiserslautern, 14.06.2021

Am 27. Juni 2020 sollte es bereits zum neunzehnten Mal soweit sein: die "Lange Nacht der Kultur". Coronabedingt konnte nur eine „Kurze Nacht der Kultur“ stattfinden, mit Sicherheitskonzepten an den verschiedenen Orten, digitalen Beiträgen, Livestreams und vier Programmen in der Fruchthalle. Nun hoffen wir wieder auf ein großes Fest der Kultur für Kaiserslautern und die Region am 26. Juni 2021.  

In 2020 diente bereits für die ursprüngliche Planung manchen Programmen das Motto des Kultursommers „Nordlichter“ als Inspiration. Und einige der im vergangenen Jahr vorgesehenen „nördlichen Highlights“ hoffen wir, nun in diesem Sommer präsentieren zu können. 

Als besonderes „Nordlicht“ wird die bekannte Sängerin Helene Blum mit ihrer Band aus Kopenhagen in der Fruchthalle ihre Songs interpretieren. Von herausragender Musikalität, hinreißend auf der Bühne, charmant im Gespräch – die Sängerin Helene Blum und der Geiger Harald Haugaard gehören weltweit zu den gefragtesten dänischen Künstlern. Sie stellen die Tradition in einen aufregenden, modernen Kontext. Lustvoll und mit souveräner Leichtigkeit bewegen sie sich zwischen Folk, Klassik, Jazz und Ballade und erschließen dem Publikum immer wieder neue Facetten der unterschiedlichen Genres. So haben sie den dänischen Folk ins 21. Jahrhundert getragen. Ihre „visionäre Musik“ (schwedisches Musikmagazin Lira) ist vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Danish Music Award und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik. Helene Blum und ihr Partner Harald Haugaard gehören zu Dänemarks besten und meistbeschäftigten Tonkünstlern mit mehr als 500 Auftritten in den vergangenen fünf Jahren, davon die meisten im Ausland. Zur Band gehören die Cellistin Kirstine Elise Pedersen, der Gitarrist Mikkel Grue und der Schlagzeuger Sune Rahbek. Zusammen formen sie alle Aspekte und die ganze Dynamik von Blum und Haugaards Repertoire. Als sie im August 2014 das Tönder-Festival mit einem großartigen Konzert eröffneten, titelte die dänische Tageszeitung „Jyske Vestkysten“: „Ein musikalisches Feuerwerk“. Nun ist Helene Blum mit einem neuen Soloalbum unterwegs. Mit vielen eigenen Songs und überwiegend selbst produziert, offenbart Dråber af tid / Droplets of Time mehr denn je Helene Blums persönliche Handschrift und ihr vielseitiges Können. Tief beseelt vom Sound des traditionellen wie modernen nordischen Folk, flirtet Helene Blum auch mit dem Pop, öffnet sich dem Jazz, lässt sich von der Singer/Songwriter-Kunst beflügeln. Aus dem Überlieferten entwickelt sie ihre eigene künstlerische Vision – ein absolut zeitgemäßer, wahrhaftiger Sound. Vier Jahre liegen zwischen ihrem aktuellen und dem letzten Album „Men med åbne øjne“, das Musikkritiker weltweit begeisterte. Viele der neuen Songs erzählen von der Zeit; von verlorener Zeit, vergangenen und kommenden Zeiten. Und von Wendepunkten, die das eigene Leben um 180 Grad drehen können. Oder den Lauf der Geschichte. So hat Helene Blum Love-Songs komponiert, aber auch ein Stück über den Dänisch-Deutschen Krieg 1864, „Et øjebliks stilhed”. Daneben stehen neu arrangierte, überlieferte Lieder wie „Som stjernerne på himlens blå”. Andere Tracks sind von dänischer Poesie inspiriert, etwa „En lille Dråbe Blod”. Nach einem Text von Sophus Claussen setzt Helene Blum hier einen ganz starken, bewegenden Auftakt für ihr Album. Vollendet und komplettiert werden Helene Blums Songs auf Album und Tour durch das Geigenspiel Harald Haugaards, der seit 15 Jahren zu Dänemarks besten Musikern zählt. Sein virtuoses Spiel verbindet Leichtigkeit mit einem farbsatten Klangreichtum. Seine Kompositionen sind zeitgenössisch, originell und in ihrer künstlerischen Ausführung tief in dänischer Musiktradition verwurzelt. Zwölfmal gewann er den Dänischen Musikpreis. Sein Können brachte ein britisches Musikmagazin einmal mit der Aussage auf den Punkt: „Haugaard ist der Meister sublimer Momente“. Live nehmen Harald Haugaard und Helene Blum das Publikum im Sturm, seit 10 Jahren begeistern sie durch ihre natürliche, nahbare Art. Erfolgreiche Tourneen führen sie regelmäßig durch Europa, Nordamerika und Japan. 

Ein besonderes Projekt soll in Kooperation mit dem Stadtmuseum Kaiserslautern im Foyer der Fruchthalle zu sehen sein. Conny Plank wäre im vergangenen Jahr 80 Jahre geworden und aus diesem Anlass widmet das Kulturreferat dem bereits 1987 verstorbenen genialen Musikproduzenten, Klangzauberer und Musiker eine Ausstellung mit Klanginstallation. Conny Plank, geboren 1940 in Hütschenhausen, war einer der bedeutendsten Rockmusikproduzenten der 70er und 80er Jahre. Als junger Mann war er Bestandteil der progressiven Jazzszene in Kaiserslautern, viele noch lebende Zeitgenossen hier erinnern sich an ihn. Der Satz „Produced by Conny Plank“ war auf Dutzenden von Plattencovern abgedruckt, darunter nicht wenige, die heute als Klassiker gelten – Alben von Kraftwerk, Neu!, La Düsseldorf, Kluster, Michael Rother, Ash Ra Tempel, Scorpions, Brian Eno, Can, Ultravox, DAF, Devo, Eurythmics, Annette Humpe und vielen anderen mehr. Er war soundtechnisch seiner Zeit immer voraus, tüftelte und bastelte selbst neue Geräte und galt vielen Musikern als heimliches Bandmitglied. Sein Sohn, der Filmregisseur Stefan Plank, unterstützt die Ausstellung und wird selbst anwesend sein. 

Das komplette Programm der 19. Langen Nacht der Kultur erscheint in Kürze und ist bereits jetzt online unter https://www.kaiserslautern.de/tourismus_freizeit_kultur/kultur/musik/veranstaltungen/lndk/index.html.de abrufbar. Der Vorverkauf hat begonnen. Alle Programmpunkte werden mit Hygienekonzept stattfinden können. Als weitere Spielorte beteiligen sich u. a. Stadtmuseum (Theodor-Zink-Museum | Wadgasserhof), Emmerich-Smola-Musikschule und Musikakademie, Stadtbibliothek Kaiserslautern, Pfalztheater Kaiserslautern, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Belleville Wortwerkstatt, Stiftskirche, Pfarrei HL. Geist, Martinskirche, UNION-Studio für Filmkunst, Hörspiel-Community KL, Salon Schmitt und KunstRaum Westpfalz e. V. KL.



Das Plakat zur Langen Nacht der Kultur 2021.
© Stadt Kaiserslautern

Autor/in: Referat Kultur - Pressestelle
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