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    24. Okt 2020
Rathaus und Rathausvorplatz von oben
Deutschlandweit einmalige Kooperation gewinnt an Auftrieb

Gemeinsame Projekte von DFKI und der herzlich digitalen Stadt laufen an

Kaiserslautern, 15.10.2020

Eine starke Botschaft, die das herzlich digitale Kaiserslautern sendet: Als deutschlandweit erste Stadt arbeitet die Stadtverwaltung im Rahmen einer neuen Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) für die Verbesserung der Lebensqualität in urbanen Räumen zusammen. Eine entsprechende vertragliche Vereinbarung haben Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel und Prof. Dr. Andreas Dengel, Leiter des DFKI in Kaiserslautern, bereits im Sommer dieses Jahres unterschrieben. Nun nehmen die gemeinsamen Vorhaben Gestalt an und bilden schon jetzt ein Spektrum hochinteressanter Projektfelder ab.

„Das DFKI in Kaiserslautern ist der größte Standort des wiederum weltgrößten Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Umso stolzer sind wir, als erste Verwaltung im Bundesgebiet eine direkte Struktur zu einem so renommierten Institut zu etablieren. Wir sind uns sicher, über diesen Weg neue Innovationen durch einen intensiven wechselseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch auf den Weg zu bringen. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger, außerdem nehmen wir unsere Vorbildfunktion als Modellstadt wahr,“ erklärt Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel. Eine Win-Win Situation entstehe hierdurch gerade auch im Hinblick auf den Austausch mit den Städten aus dem Vorhaben „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat sowie dem rheinland-pfälzischen Interkommunalen Netzwerk Digitale Stadt (IKONE DS) mit Förderung durch das Ministerium des Innern und für Sport in Mainz.

DFKI und die Stadt Kaiserslautern profitieren von dem Schulterschluss, vorrangig weil durch den gegenseitigen Wissenstransfer und die Erprobung neuer Ideen in der Praxis innovative Konzepte angestoßen, entwickelt und umgehend erprobt werden können. Die Forschung wird zielgerichteter auf wesentliche Probleme der öffentlichen Hand gelenkt, die Anwender profitieren von neuartigen Ansätzen: „Viele moderne Technologien und KI-Methoden verfügen über großes Potential, um Verwaltungsprozesse zu optimieren und neue Wege hin zu nachhaltigen Verbesserungen im urbanen Alltag zu entwickeln“, so Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des DFKI in Kaiserslautern und Leiter des Forschungsbereichs Smarte Daten & Wissensdienste. „Die neue Struktur der Kooperation mit der Stadt Kaiserslautern, insbesondere der Stabsstelle Digitalisierung und KL.digital, schafft eine enge Verknüpfung, in dem wir die Kompetenzen mehrerer Forschungsbereiche bündeln, um digitale Ansätze für das städtische Umfeld zu erforschen, und der direkten Anwendung zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort zuzuführen. Denn Digitalisierung im städtischen Umfeld bedeutet für uns, innovative technologische Lösungen für sich wandelnde sozial-gesellschaftliche Anforderungen im Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit zu gestalten.“ Eine Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung im täglichen Arbeitsalltag könne zum Beispiel durch Datenportale geschehen.

Prof. Dieter Rombach, Vorsitzender der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern (SIAK) und Chief Digital Officer der herzlich digitalen Stadt, sieht dabei den ganz klaren Standortvorteil Kaiserslauterns, der aufgrund der hohen Dichte an Forschungs- und Wissenschaftsinstitute gerne auch als „Silicon Woods“ bezeichnet wird: „Die Digitalisierung bringt unsere Stadt weit nach vorne, die besten Rahmenbedingungen liefern die hochkarätige Forschungslandschaft, die Universität und die Hochschule sowie zahlreichen Wirtschaftsunternehmen in diesem Bereich. Um dieses Potenzial in vollen Zügen auszuschöpfen, müssen wir die Player unserer Stadt gut vernetzen und Synergieeffekte kreieren. Die neu geschaffene Struktur bietet dabei ein vorbildliches Beispiel.“

Die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung künftiger Ansätze geschehen im so genannten „Smart City Living Lab“ des DFKIs, welches von Dr. Martin Memmel geleitet wird. Mit seiner Stelle besteht eine direkte Verbindung des Forschungszentrums zur Stabsstelle Digitalisierung in der Stadtverwaltung. Im Smart City Living Lab findet eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern statt, um in verschiedenen Bereichen datengetriebene Prozesse zu verbessern und zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beizutragen. Hierunter fällt zum Beispiel der Aufbau eines „digitalen Zwillings“ der Stadt, der als Grundlage für Planungsentscheidungen dient und dem Bürger transparent Informationen vermitteln kann. Ein weiteres Beispiel ist die automatisierte Analyse von Dokumenten innerhalb der Verwaltung.

Schon jetzt hat sich die Kooperationsvereinbarung bewährt und zahlreiche spannende Projekte auf den Weg gebracht: Auf der Grundlage von Kaiserslautern Analyse Recherche (KLAR) wurde ein Tool geschaffen, das ein ganzheitliches Steuerungsinstrument für unterschiedlichste Verwaltungsdaten darstellt und worauf aufgebaut werden kann. Ebenso sind Arbeiten zu einem urbanen Datenmanagement in vollem Gange. Und auch überregional macht sich die Kooperation einen Namen, denn Kaiserslautern ist in die Planung und Umsetzung des Technologie-Parkes Berlin TXL The Urban Tech Republic involviert. Im Mittelpunkt aller Vorhaben steht selbstverständlich das Leitbild, das sich bundesweit bereits einen Namen gemacht hat – herzlich digital. Aus diesem Grund steht zum Beispiel auch der Datenschutz bei KI-Anwendungen im Zentrum aller Vorhaben. Digitale Projekte werden auf ihren Mehrwert hin geprüft und nur das umgesetzt, was der Lebensrealität der Bürgerinnen und Bürger entspricht. Unter dieser Devise geht es sowohl in den Projekten als auch bei der neu geschaffenen Kooperation mit hoher Motivation weiter.

Detaillierte Einblicke in die Arbeiten des Smart City Living Labs wurden in einem spannenden Video zusammengefasst. Dieses kann unter https://youtu.be/6GBFtIBDA44 aufgerufen werden.



Autor/in: KL.digital - Pressestelle
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