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Gleichstellung als Faktor der Regionalentwicklung

Studie zur Situation der kommunalen Gleichstellungsarbeit in ländlichen Räumen veröffentlicht

Kaiserslautern, 03.12.2019

Wer gleichwertige Lebensverhältnisse will, muss Gleichstellung stärken. Erfolgreiche Gleichstellungarbeit erhöht die Lebensqualität und die Wettbewerbsfähigkeit ländlicher Räume und begünstigt ihre positive Entwicklung insgesamt. Das unterstreicht eine Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen zur Situation der kommunalen Gleichstellungsarbeit in ländlichen Räumen. Die Studie wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

„Die Studie verdeutlicht, dass Gleichstellung ländliche Räume nach vorne bringt und eine Stärkung der kommunalen Gleichstellungsarbeit längst überfällig ist“, so Marlene Isenmann-Emser, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kaiserslautern. Sie belege, dass kommunale Gleichstellungsarbeit in ländlichen Räumen existentiell sei. Hier seien eine Stärkung bestehender Strukturen durch einheitliche Gesetzgebung und eine bessere Ausstattung und Einbindung der Gleichstellungsstellen in der Kommune notwendig. „Frauen brauchen Perspektiven – traditionelle Rollenbilder, eingeschränkte Mobilität und erschwerte Vereinbarkeit von Beruf und Familie begrenzen ihre Entwicklungsmöglichkeiten in ländlichen Räumen. Wir brauchen daher flächendeckende Beratungsangebote, guten und günstigen ÖPNV, ortsnahe Gesundheitsversorgung, gute Arbeit und ausreichend Kitaplätze vor Ort um gleichberechtigte Teilhabe von Frauen zu ermöglichen“, so die Gleichstellungsbeauftragte weiter. Obwohl das Thema ländliche Entwicklung in den letzten Jahren stetig an Aktualität gewonnen habe, spiele Gleichstellung dabei bisher nur eine untergeordnete Rolle.

Die Studie identifiziert diesbezüglich Handlungsansätze gerade auch für die kommunale Ebene: Dazu gehört die Verankerung von Gleichstellung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung, aber auch bessere strukturelle Rahmenbedingungen – sowohl im Hinblick auf die Gestaltung der Gleichstellungsstellen, als auch die Berücksichtigung von Gleichstellungsaspekten bei der Infrastruktur.

Die parlamentarische Staatssekretärin im BMFSFJ, Caren Marks, lobt anlässlich der Veröffentlichung die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten in ihrem Grußwort: „Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten spielen eine zentrale Rolle für die Gleichstellungspolitik im ländlichen Raum.“ Gerade in strukturschwachen Regionen seien sie für Frauen und ihre Familien ein wichtiger Anlaufpunkt. „Ich danke daher der Bundesarbeitsgemeinschaft dafür, dass sie mit der Studie praxistaugliche Handlungsansätze für eine Stärkung der Arbeit dieser wichtigen gleichstellungspolitischen Institution benennt.“

Für die Studie wurden insgesamt 103 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte in 13 Bundesländern, darunter 62 Städten und Gemeinden und 39 Landkreisen, zu ihren Arbeitsschwerpunkten und den Herausforderungen ihres Arbeitsalltags befragt. Die qualitative Erhebung wurde in Form von Interviews und Fokusgruppen durchgeführt.

 

Die Studie zum Download:

https://www.frauenbeauftragte.org/ländliche-räume/bag-studie-gleichstellung-als-regionalentwicklung



Autor/in: Pressestelle
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