Ein digitaler Zwilling Kaiserslauterns entsteht

Panoramabild-Befahrung im Stadtgebiet Ende Oktober

Kaiserslautern, 05.10.2021

Für die herzlich digitale Stadt steht ein weiterer wichtiger Schritt an, um innerhalb der Verwaltung den Prozess der digitalen Transformation weiter voranzubringen. Im Rahmen des Projekts „City Information Modeling“ werden vom 25. bis 29. Oktober im Stadtgebiet Fahrzeuge unterwegs sein, um nahezu alle Straßen durch Bildaufnahmen digital zu erfassen.

 

Dabei entstehen sogenannte Cycloramas. Das sind 360°-Panoramafotos mit sehr hoher Auflösung. Sie werden durch eine systematische und umfassende Befahrung mit Kameras und Laserscannern ausgestatteten Fahrzeugen erstellt, die im laufenden Verkehr und im Intervall von fünf Metern Aufnahmen generieren. Auch kleinere Straßen, Plätze, Abzweigungen und andere, von Hauptverkehrsstraßen entfernt liegende Verkehrswege werden kontinuierlich erfasst. Geplant ist eine Befahrung des kompletten Stadtgebietes einschließlich aller Ortsteile. Beauftragt wurde gemäß Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses die Firma Cyclomedia.

 

Durch die hohe Genauigkeit der Aufnahmen entsteht ein digitaler Zwilling des Stadtgebiets, der neue Möglichkeiten der Visualisierung und Vermessung bietet, wodurch wiederum Planungs-, Managements- und Dokumentationsaufgaben in der Verwaltung einfacher, schneller und besser nachvollziehbar werden. „Die Nutzung der Bilder spart Kosten ein, verbessert den Bürgerservice und verkürzt verwaltungsinterne Prozesslaufzeiten“, so Uwe Schmeer von der Stabsstelle „Graphische Datenverarbeitung“ im Referat Stadtentwicklung und Initiator der Maßnahme. Die breite Datenbasis, die durch die Befahrung entstehe, könne ihm zufolge fachämterübergreifend eingesetzt werden. So könnten beispielsweise Themen wie Barrierefreiheit, Straßen- und Radwegeplanung oder die Einsatzplanung von Sicherheitskräften schnell und unkompliziert bearbeitet werden. „Durch moderne Methoden der künstlichen Intelligenz werden in einem zweiten Schritt verkehrs­relevante Objekte wie Verkehrszeichen, Fahrbahnmarkierungen, Lichtsignalanlagen und andere Steuerungselemente erfasst. Sind diese Objekte in digitaler Form vorhanden, können sie intelligent vernetzt und Steuerungsprozesse nut­zungs- und nachfrageorientiert implementiert werden“, erklärt Schmeer.

 

Ganz groß geschrieben wird bei dem Projekt das Thema Datenschutz. „Die Nutzung der Bilddaten dient ausschließlich verwaltungsinternen Zwecken, eine Veröffentlichung der Panoramabilddaten ist nicht vorgesehen und nicht erlaubt“, informiert Christian Thomas, Projektleiter des City Information Modeling in der städtischen Stabsstelle Digitalisierung. Man habe ein Unternehmen beauftragt, welches den Datenschutz in den Vordergrund stellt. Cyclomedia ist Mitglied im Verein Selbstregulierung der Informationswirtschaft (SRIW) und Mitverfasser und Unterzeichner des Geodatenkodex. Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden Gesichter und KFZ-Kennzeichen, die eventuell bei den Aufnahmen zu sehen sind, unkenntlich gemacht, bevor Cyclomedia die aufgenommenen Bilder der Verwaltung zur Verfügung stellt.

 

Das Projekt City Information Modeling ist Teil des Modellprojekts „Smart Cities“, das zu 90 Prozent vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert wird. Über die Befahrung und die darauf basierenden Anwendungen wird regelmäßig auf den herzlich digitalen Infokanälen auf Instagram und Facebook sowie auf www.herzlich-digital.de berichtet.



Autor/in: herzlich digital - Pressestelle
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