Mazeppa - Kaiserslautern
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    28. Mär 2020

Mazeppa - ABGESAGT

Do., 26.03.2020
18:30 Uhr bis ca. 18:30 Uhr

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Ort

Über die Veranstaltung

Maria, die Tochter des Grafen Kotschubej, liebt Mazeppa, den Oberbefehlshaber der ukrainischen Kosaken. Bei einem Besuch auf dem Landgut Kotschubejs wird der mächtige Gast mit allen Ehren empfangen, doch die Hand seiner Tochter Maria verweigert Kotschubej dem wesentlich älteren Mann. Es kommt zum Eklat – Maria setzt sich über den Willen des Vaters hinweg und geht mit Mazeppa. Der empörte Kotschubej will sich rächen und denunziert Mazeppa als Hochverräter beim russischen Zaren. Doch die Intrige wendet sich gegen ihren Urheber: Der Zar vertraut – zu Unrecht – Mazeppa und liefert Kotschubej an den ukrainischen Oberbefehlshaber aus. Nichts wissend von der Inhaftierung ihres Vaters, bekennt sich Maria zu ihrer Liebe zu Mazeppa und gegen ihren Vater. Sie lässt sich von Mazeppas Umsturzplänen berauschen und sieht sich bereits als Zarin einer unabhängigen Ukraine. Am Ende gibt es nur Verlierer in diesem Machtkampf: Kotschubej und Mazeppa sterben, während Maria dem Wahnsinn verfällt. Peter I. Tschaikowski vereint in seiner siebten Opernkomposition Momente der russischen Volksoper im Stile Mussorgskis mit Elementen der französischen Grand Opéra. Bei aller Opulenz der Massenszenen gelingt dem russischen Komponisten jedoch eine weitestgehend differenzierte Charakterzeichnung der zentralen Figuren. Der Text folgt Puschkins Versepos Poltawa, das die Schlacht von Poltawa im Jahr 1709 thematisiert, bei der der historische Mazeppa zusammen mit den Truppen des schwedischen Königs Karl XII. eine verheerende Niederlage gegen das russische Heer von Zar Peter dem Großen erlitt. Seitdem gilt Mazeppa in der Ukraine als Volksheld, weil er für die Unabhängigkeit seiner Heimat eintrat, in Russland als Hochverräter. Neben diesem politisch brisanten Hintergrund kommt in Tschaikowskis Oper auch die Schilderung der leidenschaftlichen Liebesgeschichte und der individuellen Schuldverstrickungen der Figuren nicht zu kurz.



Quelle (Text/Foto): Pfalztheater Kaiserslautern (co)
Zuletzt aktualisiert am Samstag, 14.03.2020 um 06:03 Uhr