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Preisgericht für städtebaulichen Realisierungswettbewerb tagt am 18. und 19. August
Der städtebauliche Realisierungswettbewerb zur Entwicklung der rund 14 Hektar großen Fläche im Umfeld des Fritz-Walter-Stadions steht kurz vor dem Abschluss. Bevor am 18. und 19. August das Preisgericht über die abgegebenen Entwürfe befindet, war am 3. August der Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Sven Teuber, vor Ort, um den Förderbescheid zur Finanzierung des Wettbewerbs in Höhe von 72.300 Euro zu übergeben und sich über den bisherigen Verlauf zu informieren.
Oberbürgermeisterin Beate Kimmel bedankte sich bei Minister Teuber für die finanzielle Unterstützung des Wettbewerbsverfahrens, das sie von Beginn an eng begleitet. „Ich bin begeistert, wie es sich anlässt. An dem Wettbewerb beteiligen sich namhafte Planungsbüros aus dem gesamten Bundesgebiet, die sicherlich allesamt kreative und qualitativ hochwertige Entwürfe einreichen werden.“ Bei dem Quartier handele es sich, so Kimmel, um einen sehr wertvollen Raum, bei dessen Entwicklung viele Aspekte eine Rolle spielen sollen und müssen. Der Spielbetrieb des FCK mit dem damit verbundenen Lärm- und Parkdruck muss berücksichtigt werden. Ebenso soll eine nachhaltige Verbindung zum bestehenden Stadtteil Betzenberg herstellt werden, wodurch auch mögliche Defizite, die insbesondere durch die Schließung von Nahversorgern und Dienstleistern entstanden sind, gezielt adressiert werden sollen. Etwa 500 Wohneinheiten soll das Quartier umfassen, das zugleich möglichst grün und autoarm sein soll. „Wir wollen alle Überschriften bestmöglich bedienen und ich bin sehr zuversichtlich, dass das gelingen kann“, so Kimmel.
Nach einem ersten Treffen des Preisgerichts im Januar wurde der Wettbewerb Anfang Februar ausgeschrieben. Mitte März wurden dann aus den eingegangenen Bewerbungen insgesamt 20 Planungsbüros sowie sechs Nachrücker ausgewählt. Die teilnehmenden Büros hatten bis 23. Juni Zeit, ihre Wettbewerbsentwürfe zu erarbeiten. Die fünf besten werden im Rahmen der Sitzung des Preisgerichts am 18. und 19. August juriert. Eine öffentliche Ausstellung erfolgt im Anschluss.
Der Ausschreibungstext wurde in enger Zusammenarbeit des Referats Stadtentwicklung und des auf städtebauliche Wettbewerbe spezialisierten Büros „Hille Tesch Architekten + Stadtplaner“ aus Ingelheim erarbeitet. In den Prozess flossen auch die Stimmen wichtiger Akteure ein: Neben der Fritz-Walter-Stadiongesellschaft mbH war insbesondere der „Runde Tisch“ beteiligt, der sich unter anderem aus Vertretern der Bürgerinitiative Betzenberg, der Architektenkammer Rheinland-Pfalz sowie der RPTU zusammensetzt. Der aus dem Wettbewerb resultierende Rahmenplan soll dann – analog etwa zum Pfaff-Areal – als Grundlage eines neuen Bebauungsplans dienen. Der gesamte Prozess bis zur Baureifmachung wird sich folglich auf etwa drei bis fünf Jahre erstrecken.
Minister Sven Teuber und Oberbürgermeisterin Beate Kimmel trafen sich zur Förderbescheidübergabe vor Ort auf dem Betzenberg. Links Andreas Kühn, Referent im Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur, und Elke Franzreb, Leiterin Referat Stadtentwicklung, rechts Joachim Wilhelm, ebenfalls Referat Stadtentwicklung. © Stadt Kaiserslautern
Autor/in: Pressestelle
Kaiserslautern, 06.08.2026