Kaiserslautern, das zum ersten Male im 9. Jahrhundert genannt wird und seine größere Wichtigkeit dem edlen und mächtigen Hohenstaufen Friedrich I. verdankt, soll einer der urältesten Plätze der Pfalz sein. Nach einer alten Chronik hat Julius Cäsar die Stadt erbaut, die aber nachmals von dem Hunnenkönig Attila wieder zerstört wurde.
Eine andere Sage weiß zu berichten, daß während der Christenverfolgung unter Diokletian und Maximilian zu Trier 20.000 Menschen den Märtyrertod starben, wodurch das Wasser der Mosel sechs Meilen Wegs von ihrem Blute gefärbt war. Viel Volk drang deshalb in die Wüste und Öde, um sich zu verbergen. Zu dieser Zeit floh eine fromme Frau mit Namen Lutrina aus dem edlen Geschlechte der Assyrer, welche Trier erbaut hatten, mit ihrem Hofgesinde in die Wälder. Als sie lange umhergeirrt waren, fanden sie zuletzt in einer von einem Einsiedler bewohnten Wildnis - die Stelle heißt jetzt noch Einsiedel - einen Ort, wo sie sich eine Wohnung errichteten, die sie Lutrea (Lautern) nannten.