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Kaiserpfalz und Casimirschloss mit Pfalzgrafensaal

Leider ist beides nicht mehr existent - weder Barbarossas Kaiserpfalz noch das Renaissanceschloss, das sich Pfalzgraf Johann Casimir gleich in dessen Nachbarschaft erbauen ließ. Doch ganz verschwunden ist dieser Prachtbau nicht: Die 1935 mit einem Dach versehenen und "Pfalzgrafensaal" getauften Ruinen sind durchaus sehenswert, und im einstigen Wohnzimmer (oder schlief er vielleicht hier?) des "Jägers aus Kurpfalz" werden heute offizielle Empfänge der Stadt abgehalten.
Foto zeigt zwei Infotafeln in den unterirdischen Gängen
Bild: Infotafeln in den unterirdischen Gängen © Stadt Kaiserslautern
Schautafeln unterrichten über die Baugeschichte der ehemaligen Kaiserpfalz, die auf Veranlassung von Kaiser Friedrich I., besser bekannt als Barbarossa, nach 1152 errichtet wurde. Heute erinnern, eingegliedert in den Rathauskomplex, nur noch einige Buckelquader vom Fundament des Kaisersaals und spärliche Mauerwerksreste der Burgkapelle an diesen bedeutenden Bau.

Auch der heutige Pfalzgrafensaal steht ganz in der Nähe des Kaiserslauterer Rathauses auf einer kleinen Teilfläche des ursprünglichen Schlosses, das Pfalzgraf Johann Casimir auf dem ehemaligen Burgareal von Kaiser Friedrich I. zwischen 1570 und 1580 errichten ließ. Doch die ältesten Spuren des alten Burggeländes gehen noch viel weiter zurück: Sie stammen von Wagen aus dem 11. Jahrhundert und führten zur ehemaligen Lauterfurt.
Nach mehrfachen Zerstörungen, beispielsweise 1703 durch die Franzosen, war auch von Johann Casimirs Schloss zunächst kaum mehr als Spuren übrig geblieben. Doch bei Ausgrabungen auf dem alten Burggelände wurde in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den Schlossruinen das entdeckt, woraus dann der heutige Pfalzgrafensaal entstand.
Wer aber war eigentlich dieser 1543 in Simmern geborene und 1592 in Heidelberg gestorbene Pfalzgraf Johann Casimir? Den Sohn Kurfürst Friedrich III. kennt im Grunde fast jeder - nämlich aus dem Lied "Ein Jäger aus Kurpfalz": Als Pfalzgraf hatte Johann Casimir das Privileg, überall jagen zu dürfen. Und das tat er leidenschaftlich gerne…

Anfang des Jahres 2008 wurden die unterirdischen Gänge der ehemaligen Kaiserpfalz mit Lichtinstallationen, Monitoren, Akustik und Infotafeln wirkungsvoll in Szene gesetzt. Ein Besuch ist im Rahmen von Führungen möglich. Die ca 1-stündige Führung startet über die steinerne Spindeltreppe hinab vom Pfalzgrafensaal. Vorbei an Gräbern mit freigelegten fränkischen Skeletten aus der Zeit um 700, einer Zeitspirale mit Bildmaterial und Daten, Videoinstallationen und Schautafeln wie etwa zu unterschiedlichen Stadtansichten oder zur Lauterer Brauereigeschichte, geht es anschließend in die eigentlichen Katakomben. Die Tour durch die etwa 70 Meter langen unterirdischen Gänge endet schließlich auf dem Rathausvorplatz.

Anmeldung für Gruppen:
Tourist Information Kaiserslautern
Fruchthallstraße 14
67655 Kaiserslautern
Tel. 0631 365 - 4019
Fax: 0631 365 - 2723
E-mail: touristinformation@kaiserslautern.de

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