Heimkehr aus der Fremde - Kaiserslautern
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    2. Dez 2021

Heimkehr aus der Fremde

Konzert à la carte

Do., 21.10.2021
13:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr

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Ort

Über die Veranstaltung

im Rahmen von: Konzerte à la carte

Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern
Dirigentin: Ruth Reinhardt
Solist: Kolja Lessing, Violine
Moderation: Sabine Fallenstein

12:00 Uhr Essen
13:00 Uhr Konzert, SWR-Studio


Ein Violinkonzert ohne Satzpausen? Oder ein Konzertsatz in drei Teilen? Jedenfalls war es ein höchst originelles Stück, das Camille Saint-Saëns dem erst 15-jährigen, aber bereits berühmten Pablo de Sarasate auf den Leib schrieb. Ruth Reinhardt, gebürtige Saarbrückerin auf dem Sprung zur Weltkarriere, dirigiert zuvor ein weiteres zu Unrecht vernachlässigtes Werk: die Ouvertüre zur „Heimkehr aus der Fremde“. Mendelssohns Singspiel entstand zur Silberhochzeit seiner Eltern, und der private Anlass stand lange einer öffentlichen Würdigung im Weg. Zum Abschluss Haydn: Seine „Pariser Sinfonien“, darunter Nr. 84, erreichten ihr Publikum – und wie! Neben ihnen hatten in der französischen Metropole die Produkte anderer Musiker kaum eine Chance. Warum? Haydn verband höchsten kompositorischen Anspruch mit Humor und populären Elementen. Am Vorabend der französischen Revolution schrieb er Musik für alle.



Programm:

Felix Mendelssohn
„Die Heimkehr aus der Fremde“ op. 89 – Ouvertüre

Camille Saint-Saëns
Violinkonzert Nr. 1 A-Dur op. 20

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 84 Es-Dur



Ticket-Preise
ohne Essen 14,00 Euro, ermäßigt 11,00 Euro
mit Essen 25,50 Euro, ermäßigt 22,50 Euro
Tickets erhältlich an der Tourist-Information Kaiserslautern u. a.

Mitwirkende

Um mehr über die Mitwirkenden zu erfahren, klicken Sie bitte auf den Namen.

  • Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern - Orchester
    Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie (DRP) ist seit 2017 der international renommierte Finne Pietari Inkinen. Im Fokus seiner Orchesterarbeit steht derzeit die Sinfonik von Antonín Dvorák, Sergej Prokofjew, Anton Bruckner und Jean Sibelius. Neben dem großen klassisch-romantischen Kanon, liegen weitere Repertoireschwerpunkte der DRP im Bereich der Neu- und Wiederentdeckung von Komponisten wie dem deutsch-französischen Sinfoniker Louis Théodore Gouvy oder zuletzt von Komponisten wie Reicha/ Romberg/Eybler (Sony Classical) aus dem direkten Umfeld von Ludwig van Beethoven. Neue Musik spielt die DRP im Rahmen der Reihe „Mouvements“, der „Saarbrücker Komponistenwerkstatt“ und der „Saarbrücker Dirigentenwerkstatt“. Rolf Riehm, Philippe Manoury, Thierry Pécou, Samuel Walther, Roland Kunz und Jakub Sarwas haben im Auftrag der DRP Orchesterwerke geschrieben. Filmmusiken, Stummfilmkonzerte oder Musik aus dem Grenzbereich zwischen Klassik und Jazz erweitern stetig die Repertoiregrenzen des Orchesters. Die DRP bespielt Abonnementreihen in Saarbrücken und Kaiserslautern. Gastspiele führen u.a. zum Brucknerfest Linz oder zu den Basilikakonzerten Ottobeuren, aber auch ins grenznahe Frankreich, nach Luxemburg sowie nach Korea, Japan oder China. Artist in Residence der Saison 20/21 ist die österreichische Mezzosopranistin Elisabeth Kulman! Mit neuen Konzertformaten wie „Hin und Hör“ (ein musikalisches Meisterwerk erklärt und gespielt), „DRP-Allez“ (DRP-Ensembles spielen in Kneipen) oder „DRP-PUR“ (Konzert ohne Dirigent) will das Orchester neue Live-Erlebnisse schaffen. Für junge Klassik-Einsteiger gibt es Reihen wie „Musik für junge Ohren“, „Orchesterspielplatz“ oder die beliebten Familienkonzerte. Gründungs-Chefdirigent Christoph Poppen (2007-2011) gestaltete die ersten Orchesterjahre der DRP mit visionärer Tatkraft und innovativen Programmideen. Ihm folgte der Brite Karel Mark Chichon (2011-2017), der intensiv am individuellen sinfonischen Gesamtklang arbeitete. Ehrendirigent der DRP ist der 2017 verstorbene Stanislaw Skrowaczewski. Die Deutsche Radio Philharmonie ging 2007 aus dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken (RSO) und dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern hervor. Während das RSO geprägt wurde von den Chefdirigenten Hans Zender, Myung Whun Chung, Marcello Viotti und Günther Herbig, ist das ehemalige SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern untrennbar mit seinem langjährigen charismatischen Chefdirigenten Emmerich Smola verbunden.

  • Ruth Reinhardt - Dirigentin
    Ruth Reinhardt ist wohl eine der aufregendsten und vielseitigsten Dirigentinnen unserer Zeit, die mit ihrer enormen musikalischen Intelligenz, ihrem eleganten Dirigat und ungewöhnlicher Programmplanung weltweit beeindruckt. In der Saison 2019/2020 hat Ruth Reinhardt ihr Debüt mit den Sinfonieorchestern in Detroit, Indianapolis, Baltimore, Houston, San Antonio und Grand Rapids sowie Los Angeles* und dem St. Paul Chamber Orchestra. In Europa dirigiert sie unter anderem das Orchestre National d’Île de France in Paris, das Hessische Rundfunkorchester, das DSO Berlin, das MDR Sinfonieorchester, Helsingborg Symphony, Tonkünstler Orchester und das Gävle Symphony Orchestra. Es folgen Wiedereinladungen nach Malmö*, Kristiansand* und dem Dallas Symphony Orchestra, wo sie für zwei Spielzeiten Assistant Conductor unter der Leitung von Jaap van Zweden war. Höhepunkte von Ruth Reinhardts letzter Saison sind unter anderem Debüts mit den Sinfonieorchestern von Fort Worth, Omaha, Orlando, Portland und Sarasota in den USA; sowie dem Royal Stockholm Philharmonic, dem Großen Orchester Graz und Kristiansand Symphony in Europa. Sie kehrte außerdem zu den Orchestern Cleveland Symphony, Seattle Symphony, Malmö Symphony, dem Impuls Festival in Magdeburg und dem Dallas Symphony zurück, um dort die zeitgenössische Musikreihe ReMix zu dirigieren. In der vorherigen Saison 2018 und 2019 war sie Assistant Conductor beim Festivalorchester der Akademie in Luzern. Im Sommer 2020 wird sie unter anderem mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und San Francisco Symphony* debütieren. Ruth Reinhardt hat ihren Master im Dirigat an der Juilliard School New York unter Alan Gilbert abgeschlossen. Geboren in Saarbrücken, erhielt sie bereits früh ersten Geigenunterricht und wirkte im Kinderchor des Saarländischen Staatstheaters mit. An der Zürcher Hochschule der Künste studierte sie Violine bei Rudolf Koelman; hier begann sie auch mit ihrer Ausbildung zur Dirigentin bei Constantin Trinks, Johannes Schlaefli und Ulrich Windfuhr und besuchte eine Reihe von Meisterkursen, u.a. bei Bernard Haitink, Michael Tilson Thomas, David Zinman, Paavo Järvi, Neeme Järvi, Marin Alsop oder James Ross. Vor ihrer Tätigkeit in Dallas war Ruth Reinhardt 2015/16 Conducting Fellow beim Seattle Symphony Orchestra und 2015 beim Tanglewood Music Center des Boston Symphony Orchestra sowie im gleichen Jahr auch Associate Conducting Fellow bei Marin Alsops Taki Concordia-Programm. Während ihrer Zeit an der Juilliard School leitete sie das Juilliard Orchestra sowie das New Yorker ÆON Ensemble, letzteres auch in Zusammenarbeit mit dem Kronos Quartet. Bereits mit 17 Jahren komponierte sie eine Oper, die von den Kindern und Jugendlichen ihrer Heimatstadt unter ihrer Leitung aufgeführt wurde. Während ihres Studiums in Zürich dirigierte sie die Premieren von zwei Kammeropern für Kinder: Die Kleine Meerjungfrau des Schweizer Komponisten Michal Muggli und Wassilissa des deutschen Komponisten Dennis Bäsecke. Weitere Opernproduktionen waren Dvořáks Rusalka und Webers Der Freischütz für die North Czech Opera Company sowie Strauss‘ Die Fledermaus an der Universität der Künste in Leipzig. *Aufgrund der Covid-19 Pandemie abgesagt.

  • Kolja Lessing - Violine
    KOLJA LESSING, einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit, hat als Geiger und Pianist durch seine Verbindung von interpretatorischer und wissenschaftlicher Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen. Durch seinen Einsatz wurden z. B. Georg Philipp Telemanns Violinfantasien und Johann Paul Westhoffs Violinsuiten ebenso für den Konzertsaal wiederentdeckt wie auch viele bedeutende Klavierwerke des 20. Jahrhunderts, u. a. von Berthold Goldschmidt, Philipp Jarnach, Ignace Strasfogel und Wladimir Vogel. International ausgezeichnete CD-Produktionen dokumentieren diese stilistisch differenzierte Auseinandersetzung mit Repertoire vom Barock bis zur Moderne, das Standardwerke wie Raritäten gleichermaßen umfasst. Kolja Lessings weltweite Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Geiger und Pianist beinhaltet sowohl die Zusammenarbeit mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Nello Santi und Lothar Zagrosek als auch verschiedenste kammermusikalische Projekte. In Anerkennung seines Engagements für verfemte Komponisten erhielt er 1999 den Johann-Wenzel- Stamitz-Sonderpreis, 2008 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis für Musik ausgezeichnet. 2010 kam die Fernseh-Dokumentation „Ferne Klänge“ über seinen Einsatz für Musik im Exil zur Erstsendung. 2015 empfing er die Otto- Hirsch-Auszeichnung der Landeshauptstadt Stuttgart. Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim Alexander, Tzvi Avni, Abel Ehrlich, Jacqueline Fontyn, Berthold Goldschmidt, Ursula Mamlok, Dimitri Terzakis und Hans Vogt eigens für Kolja Lessing schrieben, spiegeln sein internationales Renommee ebenso wie regelmäßige Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika. Nach Professuren für Violine und Kammermusik an den Musikhochschulen Würzburg und Leipzig wirkt er seit dem Jahre 2000 in gleicher Funktion an der Musikhochschule Stuttgart. Seine eigene grundlegende musikalische Ausbildung erhielt Kolja Lessing bei seiner Mutter und später bei Hansheinz Schneeberger in Basel, wo er sich auch kompositorischen Studien widmete. Prägende künstlerische Anregungen gewann er darüber hinaus aus der Zusammenarbeit mit Berthold Goldschmidt, Ignace Strasfogel und Zoltán Székely.

  • Sabine Fallenstein - Moderation
    Sabine Fallenstein ist Musikredakteurin und Moderatorin der Hörfunk-Kulturwelle des Südwestrundfunks, SWR2. Neben diversen Sendungsformaten und Kammerkonzertreihen des SWR in Rheinland-Pfalz verantwortet sie als Mitglied des Künstlerischen Leitungsteams das Festival RheinVokal und war bis 2012 als Dramaturgin und Projektmanagerin im Rahmen der Schwetzinger SWR Festspiele tätig. Sie studierte Musikwissenschaft, Anglistik, Romanistik, Publizistik und Kulturanthropologie, an der Universität das Saarlandes in ihrer Geburtsstadt Saarbrücken und an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, darüber hinaus Klavier und Musikpädagogik am Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium. Dazu kam ein berufsbegleitender Aufbaustudiengang „Kulturmanagement“ an der Technischen Universität Kaiserslautern. Ihr journalistischer Weg führte sie über die Musikkritik in den Feuilletons der Rhein-Main-Presse zur Musikredaktion von ARTE beim ZDF und schließlich zum damaligen Südwestfunk in Mainz, wo sie als Autorin, Moderatorin und Musikjournalistin ihre Hörfunktätigkeit begann. Neben dem Radio gilt Sabine Fallensteins Leidenschaft nach wie vor der Musikpädagogik: Schon als Schülerin unterrichtete sie Klavier und hat dieses Engagement für den musikalischen Nachwuchs – als Hobby „nach Feierabend“ – bis heute nicht aufgegeben.


Zuletzt aktualisiert am Freitag, 25.06.2021 um 13:58 Uhr