Künstlerschicksale/abgesagt - Kaiserslautern
ENGLISH
  • 12 /
    16°C

    4. Jul 2020

Künstlerschicksale/abgesagt

Do., 18.06.2020
13:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr

PDF

Ort

Über die Veranstaltung

im Rahmen von: Konzerte à la carte

12.00 Uhr Essen
13.00 Uhr Konzert, SWR Studio, Emmerich-Smola-Platz 1


Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern
Dirigent: Raoul Grüneis
Solist: Nicolas Koeckert, Violine
Moderation: Sabine Fallenstein

Programm:
Richard Wagner
Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“
Henri Marteau
Violinkonzert D-Dur op. 18

Ticket-Preise:
Erwachsene ohne Essen 14,00 Euro / mit Essen 25,50 Euro
Ermäßigt ohne Essen 11,00 Euro / mit Essen 22,50 Euro


© Nico Hinrichs

Mitwirkende

Um mehr über die Mitwirkenden zu erfahren, klicken Sie bitte auf den Namen.

  • Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern - Orchester
    Die Deutsche Radio Philharmonie prägt das Musikleben einer ganzen Region – am nachhaltigsten im Einzugsbereich der Orchesterstandorte Saarbrücken und Kaiserslautern, darüber hinaus aber auch im grenznahen Frankreich sowie in Mainz, Karlsruhe und Mannheim. Tourneen führten in den letzten Jahren in die Schweiz, nach Polen, China und Japan, regelmäßig ist das Orchester in Südkorea zu Gast. Chefdirigent seit 2017 ist der Finne Pietari Inkinen. Mit seinem Amtsantritt rückte die Musik von Jean Sibelius und seiner Landsmänner in den Fokus. Als ausgebildeter Geiger steht Pietari Inkinen in engstem Kontakte zu Spitzenkünstlern der internationalen Geigenszene. Pinchas Zukerman, Vadim Gluzman und der junge Ausnahmegeiger Daniel Lozakovich folgen in der Saison 18/19 Einladungen der Deutschen Radio Philharmonie. Stilistische Vielfalt bestimmt die Konzertprogramme der Deutschen Radio Philharmonie. Schwerpunkte liegen auf dem großen spätromantischen Kernrepertoire – in der aktuellen Spielzeit sind dies Schlüsselwerke von Gustav Mahler, Sergej Prokofjew, Igor Strawinsky und Dmitrij Schostakowitsch. Mit Arnold Schönberg, Anton Webern und Krzysztof Penderecki kommen Klassiker der Moderne genauso zur Aufführung wie Kompositionen von George Gershwin, Leonard Bernstein oder Cole Porter aus dem Grenzbereich zum Jazz. Auch musikalische Schöpfungen weniger beachteter Komponisten finden ihren Weg in die Programme, wie beispielsweise die Symphonie brève des deutsch-französischen Romantikers Louis Théodore Gouvy, die 1918 in Saarbrücken geschriebene Suite im neuen Stil von Erwin Schulhoff oder die Musik für Orchester des 1918 im 1. Weltkrieg gefallenen Komponisten Rudi Stephan. Neue Klangwelten eröffnet die Deutsche Radio Philharmonie als Interpret zeitgenössischer Orchestermusik – in der aktuellen Saison mit Werken des Schweizers David Philip Hefti, des Finnen Kimmo Hakola oder des Österreichers Johannes Maria Staud - sowie als Ausrichter der „Saarbrücker Komponistenwerkstatt“. Mit moderierten Konzerten und dem Format „DRP-PUR“ geht das Orchester neue Wege in der Vermittlung von Musik. Fester Bestandteil der Orchesterarbeit ist auch das Musikvermittlungsprogramm „Klassik macht Schule“, das sich an junge Generationen richtet. Live im Konzertsaal, in den Kulturprogrammen des Saarländischen Rundfunks und des Südwestrundfunks, im SR/SWR-Fernsehen, auf ARTE oder auf CD erschließt die Deutsche Radio Philharmonie Klassikfreunden die enorme Repertoirebreite eines Rundorchesters in höchster künstlerischer Qualität. Über Livestream- und Mediathekangebote, über Youtube und Facebook, erreicht das Orchester sein Publikum in der digitalen Welt. Die Deutsche Radio Philharmonie entstand 2007 aus der Fusion von Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken (SR) und Rundfunkorchester Kaiserslautern (SWR). Seine Profilierung erfuhr das Orchester durch die Chefdirigenten Karel Mark Chichon (2011 bis 2017) und Christoph Poppen (2007 bis 2011). Der 2017 verstorbene Dirigent Stanislaw Skrowaczewski war dem Orchester als Erster Gastdirigent eng verbunden, 2015 wurde er 92-jährig zum Ehrendirigenten ernannt.

  • Raoul Grüneis - Dirigent
    „Magisch“ (Lohengrin), „Ein Klangrausch, ebenso prachtvoll wie erschütternd“ (La Valse), „Farbenreiche Klangschattierungen“ (Wozzeck), „Sein eminentes Gespür für Farbe und Rhythmus“ (Schumann) – so wird meist die Arbeit des Dirigenten Raoul Grüneis charakterisiert. Nach einer bejubelten Aufführung von Ravel´s „Daphnis“ mit dem Staatlichen Symphonieorchester und dem Staatlichen Polyphonen Chor in Istanbul standen dort Strauss´“Heldenleben“ und Debussy´s „La mer“ auf dem Programm; mit dem Chor erarbeitet Raoul Grüneis diese Saison noch das Mozart Requiem und due Matthäus-Passion. In Ankara wurde Beethovens Neunte zum Europatag zur klaren politischen Botschaft. Mit der Deutschen Radiophilharmonie hat er Henri Marteau´s monumentales Violinkonzert in einer eigenen Re-Orchestration zusammen mit Nicolas Koeckert aufgenommen. Im Herbst wird er mit der Slowakischen National-Philharmonie und Mischa Maisky zu einer ausgedehnten Süd-Amerika-Tournee aufbrechen. Der Dirigent, in Würzburg geboren, studierte an der Berliner UdK. Besonders prägend war dort die Teilnahme an den Liedinterpretationskursen von Aribert Reimann und Dietrich Fischer-Dieskau. So schloss sich direkt an das absolvierte Studium ein Lehrauftrag im Fach Liedrepertoire am selben Institut an. Nach wie vor ist daher die Begleitung von Liederabenden eine wichtige Ergänzung zu seiner dirigentischen Tätigkeit. Äußerst hilfreich für das Verstehen struktureller Zusammenhänge war die Teilnahme an den Kursen von Sergiu Celibidache. In die selbe künstlerische Richtung führte der Kompositionsunterricht bei Witold Szalonek, einem Schüler von Nadia Boulanger. Die Musik der französischen Moderne ist daher ein exponierter Schwerpunkt im Repertoire von Raoul Grüneis. Einen anderen stellt das Werk Richard Wagners dar. Die besonderen stilistischen Anforderungen seiner Opern wurden ihm im Wesentlichen als Begleiter der Kurse von Waltraut Meier, Anna Reynolds und Jean Cox in Bayreuth nähergebracht. Während seiner Tätigkeit am Nationaltheater Mannheim unter Jun Märkl war er zudem Assistent von Donald Runnicles und Giuseppe Sinopoli bei den Bayreuther Festspielen. Trotzdem reicht sein Repertoire vom Barock (mit fundierten Kenntnissen der historischen Aufführungspraxis) bis zu zeitgenössischen Partituren. Den Engagements an den Theatern Freiburg und Mannheim folgten an den Staatstheatern Oldenburg und Darmstadt Anstellungen als Erster Kapellmeister und von 2005 bis 2009 als Generalmusikdirektor in Regensburg. 2010–2014 leitete er als Generalmusikdirektor die Staatsoper Istanbul, wo er hauptsächlich Werke des deutschen Repertoires wie Ariadne auf Naxos dirigierte, wofür er von der dortigen Kritik zum Dirigenten des Jahres gekürt wurde, seit 2013 die Mittelsächsische Philharmonie. Der Oper in Istanbul ist er auch in schweren Zeiten nach wie vor als Gastdirigent eng verbunden. Als Gastdirigent arbeitet Raoul Grüneis zur Zeit vor allem mit verschieden Orchestern in Polen und Süd-Korea und in Südamerika. Davor dirigierte er u. a. beim Deutschen Symphonieorchester Berlin, der Staatskapelle Weimar, der NDR Radiophilharmonie, den Stuttgarter Philharmonikern, den Berliner Symphonikern, dem Orchestre de Chambre Lausanne, dem Deutschen Kammerorchester Berlin, dem Haydn-Orchester Bozen, den Philharmonikern von Brünn, Jena und Danzig, den Rundfunkorchestern von Sofia und Prag, dem Kammerorchester Sofia, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, und den philharmonischen Orchestern von Gwangzhou und Seoul. Immer wieder gern gesehen war Raoul Grüneis in Venezuela, wo er seit mehr als zehn Jahren alle großen Orchester des Landes dirigierte, in letzter Zeit vor allem mit dem traditionsreichen Orquesta sinfonica de Venezuela. Höhepunkte dort waren eine Wagner-Gala mit Deborah Voigt und eine konzertante Siegfried-Produktion. Gastspiele führten Raoul Grüneis des Weiteren an die Opernhäuser von Graz und Dublin, das Nationaltheater Prag (Narodny divadlo), die Staatsoper Hannover, das Landestheater Innsbruck, das Nationaltheater Weimar und die Staatsoper Stuttgart, wo er mit Debussys Pelléas et Mélisande debütierte. Seit einer konzertanten Walküre mit dem Presidental Orchestra in Ankara ist er diesem als ständiger Gastdirigent verbunden und erarbeitet dort mit namhaften Solisten wie Idil Biret, Fazil Say oder Isabell Faust vor allem Werke des deutschen Repertoires. Der Erfolg mit diesem Orchester war der Ausgangspunkt für seine Arbeit an den Opernhäusern von Ankara und Istanbul (u. a. Tannhäuser, Hoffmanns Erzählungen). Um die ausgetretenen Pfade des Repertoires etwas zu erweitern, versucht Raoul Grüneis durch eigene Bearbeitungen Kostbarkeiten anderer Genres, der Klavier- wie Kammermusik in sinfonische Konzerte zu integrieren. Diese Orchestrationen werden z. B. in den Verlagen Steingräber und Peters ediert. Wichtiger Bestandteil seiner Tätigkeit ist außerdem die Arbeit mit dem musikalischen Nachwuchs; Vorbild hierfür ist die Begegnung mit dem venezolanischen "sistema" und dessen Gründer Prof. José Antonio Abreu und seinem prominentestem Zögling, Gustavo Dudamel. So leitete er zum Beispiel den Jugendorchesterkurs der Meisterkurse des Hauses Marteau in diesem Sinne oder arbeitete mit Studenten bei verschiedenen Institutionen in Istanbul.

  • Nicolas Koeckert - Violine
    „… vollkommen überzeugend … ein Künstler, den man sich als begnadeten Paganini-Virtuosen vorstellen könnte ….“ Frankfurter Allgemeine Zeitung „Da Nicolas Koeckert keine spieltechnischen Probleme zu kennen scheint, kommt die Virtuosität keinesfalls zu kurz. Nur drängt sie sich nicht auf, sondern wirkt selbstverständlich – beiläufig, ja generös!“ Fono Forum Nicolas Koeckert wurde in München geboren und stammt aus einer bekannten Musikerfamilie. Bereits seit vielen Jahren konzertiert der junge Geiger auf wichtigen internationalen Podien, wo er bereits einen Großteil der Violinkonzerte und wichtige Kammermusikwerke von Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik live im Konzert mit großen Musikerpersönlichkeiten als Partnern aufführte. 2001 bereits mit dem ersten Preis beim "Internationalen Wettbewerb für junge Geiger Novosibirsk“, und dem Kulturpreis der Stadt Novosibirsk ausgezeichnet, war Nicolas Koeckert ein Jahr später der erste deutsche Preisträger beim renommierten "Internationalen Tschaikowski Wettbewerb" in Moskau. Noch im gleichen Jahr zeichnete ihn der Freistaat Bayern als Anerkennung für seine herausragenden Leistungen als Geiger mit dem Kunstförderpreis aus. 2003 wurde er ebenfalls Preisträger beim "Internationalen Musikwettbewerb Montreal". Nicolas Koeckert konzertierte u. a. mit namhaften Dirigenten wie z. B. Lawrence Foster, Sir Colin Davis, Michail Jurowski, Jonathan Nott, Andris Nelsons, Christoph Poppen und Saulius Sondeckis und spielte mit führenden Orchestern wie z. B. dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Montreal, dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Russian National Orchestra, dem KBS Symphony Orchestra und dem São Paulo Symphony Orchestra. Bereits mit 16 Jahren begann er sein Geigenstudium an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Grigori Zhislin, dass er dann an der Musikhochschule Köln bei Prof. Zakhar Bron fortsetzte. Sein Diplom legte er mit Auszeichnung ab und beendete sein Studium 2007. Für den Label Naxos hat er mittlerweile eine umfangreiche preisgekrönte Diskographie vorgelegt, u. a. wurde seine Einspielung mit Russischen und Slawischen Bearbeitungen von Fritz Kreisler von "The Strad" zur CD des Monats gewählt. Außerdem sind auf CD erschienen Bearbeitungen von Igor Frolov, sowie die Aufnahme des Violinkonzerts und der Konzertrhapsodie von Aram Chatschaturjan dem Royal Philharmonie Orchestra London unter José Serebrier. Ebenfalls für den Label Naxos erschien die CD mit Etüden von Pierre Rode für Violine solo und zwei Violinen, die er gemeinsam mit seinem Vater Rudolf Koeckert eingespielt hat. Im Dezember 2017 spielte er nun das bisher verschollene und angeblich bis dato als unspielbar geltende Violinkonzert von Henri Marteau mit der Deutschland Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern exklusiv auf CD ein. Diese Aufnahme erscheint im Juni 2018 für den Label Solo Musica auf dem Weltmarkt. Nachdem er mehrere Jahre Studenten zunächst privat unterrichtete und internationale Meisterklassen gab, wurde er 2011 zum Universitätsprofessor nach Wien an die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien berufen, wo er 7Jahre lang tätig war. Seine Studenten wurden mehrfach bei internationalen Wettbewerben wie z. B. Jugend-Tschaikowski, Postacchini, Osaka, Yampolski, Jugend musiziert und prima la musica mit Preisen ausgezeichnet und erhielten sowohl Orchesterpositionen als auch nach einem erfolgreichen Probespiel Akademiestellen bei Orchestern wie z. B. den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam. Nicolas Koeckert spielt eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini aus Mailand.

  • Sabine Fallenstein - Moderation
    Sabine Fallenstein ist Musikredakteurin und Moderatorin der Hörfunk-Kulturwelle des Südwestrundfunks, SWR2. Neben diversen Sendungsformaten und Kammerkonzertreihen des SWR in Rheinland-Pfalz verantwortet sie als Mitglied des Künstlerischen Leitungsteams das Festival RheinVokal und war bis 2012 als Dramaturgin und Projektmanagerin im Rahmen der Schwetzinger SWR Festspiele tätig. Sie studierte Musikwissenschaft, Anglistik, Romanistik, Publizistik und Kulturanthropologie, an der Universität das Saarlandes in ihrer Geburtsstadt Saarbrücken und an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, darüber hinaus Klavier und Musikpädagogik am Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium. Dazu kam ein berufsbegleitender Aufbaustudiengang „Kulturmanagement“ an der Technischen Universität Kaiserslautern. Ihr journalistischer Weg führte sie über die Musikkritik in den Feuilletons der Rhein-Main-Presse zur Musikredaktion von ARTE beim ZDF und schließlich zum damaligen Südwestfunk in Mainz, wo sie als Autorin, Moderatorin und Musikjournalistin ihre Hörfunktätigkeit begann. Neben dem Radio gilt Sabine Fallensteins Leidenschaft nach wie vor der Musikpädagogik: Schon als Schülerin unterrichtete sie Klavier und hat dieses Engagement für den musikalischen Nachwuchs – als Hobby „nach Feierabend“ – bis heute nicht aufgegeben.


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 23.04.2020 um 09:10 Uhr