Kammerkonzert am 29. Januar 2026 in Kaiserslautern
Mit „Eleganz und Ausdruckskraft“ spielen das Württembergische Kammerorchester Heilbronn (WKO) und Raphaela Gromes, Violoncello und Leitung der Cellokonzerte, am Donnerstag, 29. Januar 2026, 19.30 Uhr, in der Fruchthalle Kaiserslautern. Zu hören sind unter der Leitung des Konzertmeisters Ingo de Haas Werke von Emilie Mayer, Marie Jaëll, Camille Saint-Säens und Gerg Bizet.
Raphaela Gromes ist weit mehr als eine der interessantesten Cellistinnen der jungen Generation. Sie widmet einen guten Teil ihrer Arbeit vergessenen Komponistinnen. Eine
CD mit dem Titel „Femmes“ und Werken von 23 Komponistinnen wurde bereits 2023 veröffentlicht, die andere erscheint 2025 und gleichzeitig ein Buch von ihr zu diesem
Thema. Die beiden Komponistinnen in unserem Programm, Emilie Mayer und Marie Jaëll verbindet sicherlich, dass beide hochbegabte Komponistinnen waren, in einer Zeit, in der das für Frauen die absolute Rarität war. Sie waren zu Lebzeiten erfolgreich – Emilie Mayer wurde als „der weibliche Beethoven“ gerühmt – gerieten aber bald in Vergessenheit. Das mitreißende Cellokonzert von Marie Jaëll wurde erst vor kurzem wiederentdeckt und bereits mehrfach von Raphaela Gromes aufgeführt. Camille Saint-Säens war einer der Lehrer von Marie Jaëll und schätzte ihre Arbeit sehr. Sein schillerndes 1. Cellokonzert verlangt von der Interpretin höchste Virtuosität. Die Sinfonie in C-Dur ist ein Frühwerk von George Bizet und wurde zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt.
Raphaela Gromes ist eine der profiliertesten Cellistinnen unserer Zeit. Nach ihrem Jungstudium in Leipzig bei Peter Bruns setzte Raphaela Gromes 2010 ihr Musikstudium in München bei Wen-Sinn Yang und in Wien bei Reinhard Latzko fort. Sie erhielt wichtige Impulse bei Meisterkursen von David Geringas, Yo-Yo Ma, Wolfgang Boettcher, Kristin van der Goltz und Anner Bylsma. Neben Auftritten im Wiener Konzerthaus, der Tonhalle Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg, dem BOZAR in Brüssel und dem KKL Luzern führten sie Tourneen außerdem in die USA, nach China, Korea und Zentralamerika. Sie spielt mit Orchestern wie dem Gürzenich Orchester Köln, dem NDR Orchester Hamburg, dem DSO Berlin, den Festival Strings Lucerne und dem Swedish Chamber Orchestra und arbeitet mit Dirigenten wie Julian Rachlin, Kent Nagano, Pietari Inkinen, Roberto Gonzales – Monjas und Anna Rakitina. Als Botschafterin der SOS Kinderdörfer weltweit und der José Carreras Stiftung ist es Raphaela Gromes ein Anliegen, mit ihrer Musik Hoffnung, Freude und Trost auch an Orte zu bringen, wo Menschen schweren Herausforderungen gegenüber stehen.
Mit intelligent gestalteten Programmen und spannenden Weltersteinspielungen machte Raphaela Gromes schon früh auf sich aufmerksam, etwa mit der Wiederentdeckung von Offenbachs „Hommage á Rossini“, Richard Strauss´erster Cellosonate, oder den Cellokonzerten von Julius Klengel und Matilde Capuis. Ihre Aufnahmen wurden vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem OPUS Klassik, dem Diapason D´Or und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik. Seit einiger Zeit setzt sich Raphaela Gromes auch verstärkt für zu Unrecht in Vergessenheit geratene Musik von Komponistinnen ein, auf ihrem weltweit gefeierten Album „Die beiden Komponistinnen in unserem Programm, Emilie Mayer und Marie Jaëll, verbindet sicherlich, dass beide hochbegabte Künstlerinnen waren, in einer Zeit, in der das für Frauen die absolute Rarität darstellte. Sie waren zu Lebzeiten erfolgreich — Emilie Mayer wurde als »der weibliche Beethoven« gerühmt — gerieten aber bald in Vergessenheit. Das mitreißende Cellokonzert von Marie Jaëll wurde erst vor kurzem wiederentdeckt und bereits mehrfach von Raphaela Gromes aufgeführt. Camille Saint- Saëns war einer der Lehrer von Marie Jaëll und schätzte ihre Arbeit sehr. Sein schillerndes 1. Cellokonzert verlangt von der Interpretin höchste Virtuosität. Die Sinfonie in C-Dur ist ein Frühwerk von George Bizet und wurde zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt. Erst im 20. Jahrhundert wurde das jugendliche Meisterwerk wiederentdeckt und erhielt seinen verdienten Platz im Repertoire.
Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn (WKO), seit einigen Jahren gern gesehener Gast in der Fruchthalle, gilt als eine der bedeutendsten Kammerformationen Deutschlands und verbindet exemplarisch regionale Verankerung mit internationaler Strahlkraft. Charakteristisch für das WKO ist die Verbindung von kammermusikalischer Transparenz und orchestraler Klangfülle, die ihm eine besondere stilistische Flexibilität verleiht.
Infos und Vorverkauf
Tickets und weitere Informationen unter www.fruchthalle.de oder unter www.kaiserslautern.de sowie telefonisch unter 0631 365-3452.
Außerdem sind Tickets in der Tourist-Information, Fruchthallstraße 14, Tel. 0631 365-2316, beim Thalia Ticketservice, Tel. 0631 36219-814, und bei allen weiteren VVK-Stellen (Ticket-Hotline: 01806-57 00 00) oder im Internet unter eventim.de erhältlich.
Die Eintrittskarte berechtigt am Veranstaltungstag zur Hin- und Rückfahrt bis zum folgenden Tag 3:00 Uhr mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln (bei der DB: RE, RB und S-Bahn; im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN): 2. Klasse).