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Pressemitteilung vom 24.05.2016

Von Babelsberg nach Hollywood

In dem Sinfoniekonzert entführt die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter dem Dirigenten Frank Strobel am Freitag, 03. Juni 2016, das Publikum der Kaiserslauterer Fruchthalle „von Babelsberg nach Hollywood“ . Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr. Bereits um 19:00 Uhr gibt es eine Einführung mit Dr. Reiner Niehoff im Roten Saal der Fruchthalle.

In dem Sinfoniekonzert entführt die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter dem Dirigenten Frank Strobel am Freitag, 03. Juni 2016, das Publikum der Kaiserslauterer Fruchthalle „von Babelsberg nach Hollywood“.

Babelsberg – Inbegriff des Films im aufkommenden 20. Jahrhundert, bis viele der besten Vertreter der Branche vor den Nazis fliehen mussten und in Hollywood eine neue Traumfabrik begründeten. Wie groß der Verlust in Deutschland war, zeigt sich ebenso im ernst-dramatischen wie im heiteren Fach: Ob "Die Drei von der Tankstelle" oder "Metropolis" – es ließen sich viele große Erfolge benennen, bei denen insbesondere auch die hohe Kunst der Filmmusik zu bewundern ist. Doch die Studios in Babelsberg verloren durch den Aufstieg der rechten Kräfte ihre besten Protagonisten. Nach 1933 setzte der Exodus aus der einstigen Filmmetropole ein. Für viele Regisseure, Produzenten, Schauspieler und Filmmusikkomponisten begann in den USA ein neues Leben. Nicht wenigen gelang es im Exil nicht mehr, den Anschluss zu finden und künstlerisch befriedigend tätig zu werden. Andere hatten Glück und schafften es, in Hollywood neu Fuß zu fassen. Es sind Namen wie Billy Wilder oder Erich Wolfgang Korngold, die für diese Zeit stehen und die für ihre Produktionen nicht selten mit den begehrten Oscars ausgezeichnet wurden.

Viele der Filmmusik-Klassiker sind bei diesem außergewöhnlichen Konzert zu erleben, lassen schönste Erinnerungen wach werden an berühmte Filme und ihre unvergesslichen Melodien. Frank Strobel und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz haben in fast 20 Jahren eine Vielzahl erfolgreicher Filmmusik-Konzerte realisiert und werden bundesweit dafür gefeiert. Großes Kino für die Ohren! Das Konzertprogramm wird jene Komponisten ins Rampenlicht stellen, die in den 1930er- und 1940er-Jahren Europa verlassen und in Hollywood eine neue Heimat gefunden haben. Zu nennen sind Komponisten wie Werner Richard Heymann (Die Drei von der Tankstelle, Sein oder nicht sein), Erich Wolfgang Korngold (Die Abenteuer des Robin Hood) und Franz Waxmann (Sunset Boulevard). Außerdem sollen einige Komponisten vorgestellt werden, die in den 1920er- und 1930er-Jahren das Filmmusikschaffen in Deutschland zur vollen Blüte gebracht haben, beispielsweise Giuseppe Becce (Der letzte Mann), Friedrich Holländer (Der blaue Engel) und Gottfried Huppertz (Metropolis). Werke von Komponisten, die Europa nicht aus politischen Gründen verlassen haben, runden das Programm ab: Vom Winde verweht (Max Steiner), Der Dieb von Bagdad (Miklós Rósza) Alamo (Dimitri Tiomkin). Das Programm, das ohne Projektionen auskommt, wird moderiert von Manfred Callsen.



Autor/in: Referat Kultur - Pressestelle

Kaiserslautern, 24.05.2016