Professor Bergmann wird das Publikum dahin führen, dass man versteht, warum die Physiker/innen die Zeit 1 ns (Nanosekunde), das ist der Milliardstel-Teil einer Sekunde, als eine "sehr lange Zeit" ansehen – und wie man Zeiten messen kann, die nochmals um einen Faktor 100 Millionen oder mehr kürzer sind ….. Die experimentellen Bauelemente, die den messtechnischen Zugang zu diesen „unvorstellbar kurzen“ Zeiten ermöglichen, werden – auch mit einigen Experimenten - erläutert.
Die Messung so kurzer Zeiten sind keine Spielerei der Wissenschaft. Viele Technologien, die heute nahezu jeder täglich nutzt, funktionieren nur, weil man „unvorstellbar kurze“ Zeiten zuverlässig messen und höchst präzise Zeitsignale zuverlässig übermitteln kann. Zwei Beispiele werden diskutiert: das Satelliten-gestützte Navigationssystem (GPS) sowie Experimente (an der TU Kaiserslautern), deren Ergebnisse wesentlich sind für die Entwicklung einer neuen Generation von Speichermedien, z.B. für Computer, mit sehr viel höherer Datendichte, höherer Schreibgeschwindigkeit und schnelleren Zugriffszeiten, als derzeit verfügbar.

