Trotz der Kälte und der vielen Quadratmeter Fensterfläche bleibt die Heizkostenrechnung für das Bürogebäude immer noch im erträglichen Rahmen. Das liegt an den ultradünnen Metallfilmen, mit denen die Fensterscheibe beschichtet ist. Sie lassen Licht und die wärmende Sonnenstrahlung nahezu ungehindert in den Raum hinein, die Wärmestrahlung aus dem Innenraum umgekehrt aber nicht nach draußen. Solche in Form von “Dünnen Schichten“ aufgebrachten submikroskopischen Strukturen sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge, aber auch mit den besten Lichtmikroskopen nicht sehen kann. Trotzdem spielen dünne Schichten, die häufig aus Mehrfachstrukturen von nur wenige Atomlagen dicken Einzelschichten bestehen und auf der Oberfläche von Fensterscheiben, Brillengläsern, Armbanduhren, aber auch in Gleitlagern oder im Innern von Getränkeflaschen aufgebracht werden, überall im Alltag und in der modernen Hochtechnologie eine entscheidende Rolle.
An ausgewählten Beispielen zeigen wir, wie man diese für uns so überaus wichtige Nano-Welt am Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik IFOS und in der Arbeitsgruppe Werkstoff- und Oberflächentechnik (AWOK) der TU Kaiserslautern erforscht, sichtbar und nutzbar macht.

