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Virtuelle Labore sollen den Lernerfolg in MINT-Studiengängen steigern

Verbundantrag der Fachhochschulen Kaiserslautern, Koblenz und Trier erfolgreich im Qualitätspakt Lehre

Heute hat das BMBF in einer Pressekonferenz die Ergebnisse der 2. Auswahlrunde des Qualitätspakts Lehre bekannt gegeben. Nachdem die Fachhochschule Kaiserslautern bereits in der ersten Antragsrunde mit einem Einzelantrag erfolgreich war, ist nun ein Verbundantrag zusammen mit den Fachhochschulen Koblenz und Trier positiv bewertet worden. Unter der Federführung der Fachhochschule Kaiserslautern haben die drei Hochschulen ein Projektvorhaben im Umfang von ca. 8 Millionen Euro konzipiert, mit dem es gelingen soll, Studierenden in besonders labor- und damit betreuungsintensiven ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlich/ technischen Fächern zum Studienerfolg zu verhelfen.


Insgesamt wurden aus 135 eingereichten Anträgen 72 Anträge zur Förderung ausgewählt, darunter 60 Einzelanträge und 12 Verbundanträge mehrerer Hochschulen. Unter den 102 zur Förderung vorgesehenen Hochschulen sind 40 Universitäten, 43 Fachhochschulen und 19 Kunst- und Musikhochschulen aus allen Regionen Deutschlands. Die Förderung beginnt zum Sommersemester 2012. Bis 2016 stellt der Bund rund 400 Millionen Euro Fördermittel zur Verbesserung von Studienbedingungen und Lehrqualität zur Verfügung. Für alle im Qualitätspakt Lehre geförderten Projekte stehen bis 2020 rund 2 Mrd. Euro bereit.


Die Antragssumme des Verbundantrags der Fachhochschulen Kaiserslautern, Koblenz und Trier umfasst rund acht Millionen Euro. Aus diesen Mitteln sollen an den drei Hochschulen insgesamt 27 Stellen geschaffen werden, (zehn von ihnen in Kaiserslautern, neun in Koblenz und acht in Trier), die übergreifende Blended Learning Module entwickeln und insbesondere „Blended Learning-Lab“-Konzepte beinhalten. Dieser Ansatz ermöglicht eine virtuelle Durchführung von Laborversuchen und unterstützt einen deutlich erhöhten Lernerfolg bei einer nachfolgenden „realen“ Durchführung der Versuche. Gleichzeitig sind bei diesem Lehr- bzw. Lernansatz die Selbstlernanteile wesentlich ausgeprägter als bei traditionellen Lehrkonzepten. Auch lässt sich in virtuellen Sequenzen eine enge Verknüpfung mit konkreten, aktuellen Anwendungen aus der Wirtschaft herstellen, so dass die Lerninhalte eine hohe Relevanz für das spätere Berufsfeld haben. Zu erwarten ist dadurch nicht nur eine erhöhte Lernmotivation, sondern auch eine Steigerung der Erfolgsquoten bei Studienabschlüssen.


Ein weiterer klarer Vorteil der zu erarbeitenden Konzepte ist die hohe Übertragbarkeit. So können die Module nicht nur anderen Hochschulen zur Verfügung gestellt werden, sondern sie können auch in anderen Zusammenhängen, wie der Einwerbung von Studierenden, insbesondere von Frauen eingebunden werden. Virtuelle Laborversuche können beispielsweise in Schulen eingesetzt werden, um schon früh das Interesse an entsprechenden MINT-Studiengängen zu wecken.


„Der Verbundantrag hat durch sein hohes Übertragungspotential Modellcharakter“, betont FH-Präsident Konrad Wolf und freut sich, dass durch den ausgesprochen hohen Anteil an laborintensiven ingenieur- und naturwissenschaftlich/technischen Studienplätzen der drei antragstellenden Hochschulen, entsprechend viele Studierende unmittelbar und sehr zeitnah von den Projektergebnissen profitieren. Die drei FHs stellen etwa 80% aller laborintensiven ingenieur- und naturwissenschaftlich/technischen Studienplätze an Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

 
 

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