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Sensationsfund „Mikwe“, das jüdische Kultbad

Dass es im 14. Jahrhundert am Kaiserslauterer Altenhof eine jüdische Gemeinde gab, war bekannt – in alten Quellen wird von einer Judenschule bzw. Synagoge berichtet. Dennoch war in Kaiserslautern kein einziges Zeugnis jüdischer Geschichte und Kultur geblieben, nachdem in der Nazi-Zeit die orientalisch anmutende Synagoge aus dem 19. Jahrhundert abgerissen wurde. Doch dann entdeckte man 1995 bei Grabungen den Sensationsfund: ein jüdisches Kultbad aus dem 14. Jahrhundert.
Die Mikwe wurde eher zufällig bei Ausbauarbeiten der Kreissparkasse am Altenhof freigelegt, denn in diesem Zusammenhang waren Grabungen in den letzten Freiflächen der „villa luthra“ möglich geworden – also in dem historischen Wirtschaftshof südlich der Lauter.
Auch Historiker, die von der früheren Existenz einer jüdischen Gemeinde in diesem Areal wussten, waren vom Fund der Mikwe absolut überrascht: Es handelt sich dabei um ein rituelles jüdisches Tauchbad aus dem 14. Jahrhundert, das 2,50 x 2,50 m groß und in den Fels eingeschrotet ist. Es hat heute noch Grundwasserzulauf, war jedoch – nachdem die jüdische Gemeinde 1398 aus Kaiserslautern vertrieben worden war – mit Kulturschutt aus der Zeit um 1400 verfüllt.
Dem finanziellen Engagement der Kreissparkasse Kaiserslautern ist es zu verdanken, dass dieses bedeutende Denkmal jüdischer Kultur erhalten bleiben konnte: Es wurde mit einem Schutzbau an Ort und Stelle gesichert und kann im Rahmen geführter Touren besichtigt werden.

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