Inhalt

Das Glühhäufchen

In früherer Zeit hatten die Morlauterer nicht wie jetzt die schöne Straße, um nach Lautern zu kommen. Sie mußten alle über den Wäscher Pfad durch das Wäldchen gehen. Eines Abends sah nun ein Bauer auf seinem Wege nach der Stadt ein Glühhäufchen im Walde. Er wollte seine Pfeife anzünden, nahm ein Stückchen Glut und legte es auf. Als sie jedoch nicht zum Brennen kam, schleuderte er es weg und holte sich ein anderes. Uns so mehrere Male hintereinander. Aber die Pfeife brannte nicht. Da fing der Mann erbärmlich an zu fluchen. Im selben Augenblick verschwand das Glühhäufchen. Als er anderen Tages den Weg zurückkam, sah er an der nämlichen Stelle mehrere Dukaten liegen. Nun ging ihm ein Licht auf: Das Glühhäufchen waren lauter Dukaten gewesen, die auf den Fluch hin verschwanden.
Ähnliches hört man vielenorts in der Pfalz erzählen. Wenn ein Wanderer in der Stunde zwischen zwölf und ein Uhr nachts quer über das Feld geht, so findet er manchmal dortselbst eine Glut liegen. Sie stammt nicht von einem Feuer her, sondern ist ein Schatz. Hat der Mann ein neues Kleidungsstück an, so soll er es darauf legen. Hat er gerade keines, so soll er zu Hause eines holen und damit die Glut bedecken. Kommt er dann am nächsten Morgen wieder , so hat sich die Glut in Gold verwandelt.

Kontextspalte

 

Prospektbestellung

Wenn Sie Informationsmaterial rund um die Stadt Kaiserslautern wünschen, ist das kein Problem - hier geht's zur Online Prospektbestellung...


 


 
 

Fußzeile

Stadt Kaiserslautern -
© 1998 - 2014