Einige unvorhersehbare Schwierigkeiten verhinderten eine frühere Öffnung des Bades. So brachten ungünstige Witterungsverhältnisse die Zeitpläne für eine Erneuerung der Beckenbeschichtung durcheinander, ebenso zuletzt zwei Rohrbrüche. Der Oberbürgermeister warnte: „Das Bad ist in die Jahre gekommen, jederzeit können Störungen auftauchen. Große Sanierungen könnten wir nicht mehr schultern.“ Weichel bedankte sich bei allen Beteiligten, allen voran den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Referates Gebäudewirtschaft um Direktor Udo Holzmann, dem Referat Jugend und Sport und den Bademeistern, den beteiligten Firmen und der Stadtentwässerung für ihren engagierten Einsatz.
Baudezernent Peter Kiefer freute sich: „Sowohl vom Wetter als von der Gefühlslage her ist es ein wunderschöner Tag. Ich bin außerordentlich froh, dass die Waschmühle der Stadt erhalten bleibt. Sie ist nicht nur ein Schwimmbad und bietet Freizeitvergnügen, sondern sie ist ein Kultbad. Als Baudezernent hoff ich, dass alle Leitungen und Rohre halten und wir viel Freude an der Waschmühle haben.“
Die jetzige Lösung ist ein Prototyp, der eigens für die Waschmühle konzipiert wurde. Zusätzlich zu den neuen Technikmodulen wurden 1,8 Kilometer Rohrleitung im Becken verlegt, um das gechlorte Wasser gleichmäßig zu verteilen. Die „Wesch“ wurde 1908 eröffnet und ist das Freibad mit der größten zusammenhängenden Wasserfläche in Europa. Mit ihrer Größe, ihrer historischen Gestalt im Jugendstil und ihrer Lage in einem Landschaftsschutzgebiet gehört sie zu den Einrichtungen, die Kaiserslautern unverwechselbar machen.

