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Delegation aus Kaiserslautern besuchte Brasilien

OB Dr. Weichel: „Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Kaiserslautern gestärkt“
IESE in Brasilien © Stadt Kaiserslautern
Die ersten Mitarbeiter des Projektcenters des Fraunhofer IESE in Brasilien
Vom 29. Februar bis zum 11. März 2012 war eine sechsköpfige Delegation aus Kaiserslautern unter der Leitung von Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel zu Gast in Brasilien. Ziel des Besuchs war es, den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Kaiserslautern weiter zu stärken und in Brasilien neue Technologie- und Marktpotenziale für Unternehmen in Stadt und Region zu erschließen. Weichel erklärte, dass die Reise analog zur Wirtschaftsreise Anfang letzten Jahres nach Indien zu sehen sei. „Wir konnten in Brasilien die internationale Positionierung Kaiserslauterns deutlich machen und damit die globale Vernetzung festigen“, freute sich Weichel. Die Reise habe eindeutig belegt, dass Kaiserslautern auch international ein angesehener Technologiestandort und viel versprechender Kooperationspartner ist.

Mit Professor Dr. Dieter Rombach zählten der Geschäftsführende Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE zur Delegation, ebenso Michael Wenk, Geschäftsführer PRE GmbH, Werner Weiss, Geschäftsführer der Insiders Technologies GmbH, Karl-Heinz Dielmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Kaiserslautern sowie der ehemalige FCK-Profi und gebürtige Brasilianer Everton Rodrigues - „Ratinho“. „Mit der Zusammensetzung der Delegation demonstrierten wir den Zusammenhalt von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Kaiserslautern“, so Oberbürgermeister Dr. Weichel. Er unterstrich die schnelle Handlungsfähigkeit der Gruppe: „Unser Erfolgsrezept lässt sich in drei Worten ausdrücken: Discuss, Decide, Do“, erklärte der Oberbürgermeister. Wichtig sei, dass alle an einem Strang gezogen hätten und jeder bereit gewesen sei, sich für den Ausbau von Netzwerkkontakten auch persönlich zu engagieren, lobte er.

Professor Dr. Rombach als Vertreter von Forschung und Wissenschaft betonte, dass vor allem für Forschungskooperationen und die Akquisition von wissenschaftlichem Nachwuchs eine gute Basis gelegt werden konnte. „Die Universitäten Kaiserslauterns und Sao Paulos haben eine Kooperation geschlossen, die einen Studentenaustausch, sowie gemeinsame zweisprachige Masterabschlüsse ermöglicht“, freute sich Rombach. Die Eröffnung einer Außenstelle des Fraunhofer IESE in Salvador sei Beleg für das gemeinsame Ziel von Brasilien und Deutschland, die Entwicklung neuer Technologien voran zu treiben. Rombach betonte, dass es im Bereich der Forschung so viele Kooperationsanfragen gäbe, dass man sich innerhalb des Fraunhofer IESE dazu entschlossen habe, einen Geschäftsfeldmanager Brasilien einzusetzen, der vor Ort die Aktivitäten koordinieren soll. „Wir haben die gemeinsame Vision, Arbeitsplätze durch das Vorantreiben von Technologien zu schaffen“, blickte Rombach in die Zukunft.

Die Unterzeichnung der Kooperation der Technologieparks PRE in Kaiserslautern und Parque Tecnologicó da Bahia konnte Michael Wenk als tollen Erfolg der Reise verbuchen. „Die Idee, der weltweiten Vernetzung von Technologieparks, die in Kaiserslautern geboren wurde, hat sich als absoluter Volltreffer heraus gestellt“, freut sich der Geschäftsführer. Die Kooperation beinhalte beispielsweise, dass die Technologieparks sich gegenseitig bei der Ansiedlung ausländischer Unternehmen unterstützen und beratend zur Seite stehen.

Sparkassenvorstand Karlheinz Dielmann fokussierte den finanzwirtschaftlichen Sektor und sah auch hier zahlreiche Möglichkeiten, gegenseitige Wirtschaftsaktivitäten zu unterstützen. „Wir werden brasilianischen Unternehmen, die sich hier ansiedeln möchten, bei allen Finanzangelegenheiten gerne als verlässlicher Partner zur Seite stehen“, so Dielmann. Aber auch der Privatkundenbereich darf nicht außer Acht gelassen werden. „Studierende oder Fachkräfte aus Brasilien, die hier nach Kaiserslautern kommen, brauchen ebenfalls Hilfestellung bei der Organisation ihrer Finanzen. Das ist unsere Aufgabe!“, so Dielmann. Unternehmer Werner Weiss war vor allem von Brasiliens Interesse an Deutschland überrascht. „Brasilien will! Sie sind regelrecht hungrig nach deutschen Technologien, wir haben dort einen exzellenten Ruf“, so Weiss. Fußballstar Ratinho, der als ‚Türöffner’ und Dolmetscher für die Delegation fungierte, unterstrich: „Die Brasilianer bewundern die Deutschen für ihren Fleiß und ihre Ordnung.“ Durch sein Engagement gelang es dem Fraunhofer IESE, einen Auftrag des FIFA Komitees für die WM 2014 in Brasilien zu erhalten und dort Technologien für die Sicherheit, Evakuierung aber auch Notfallbehandlung einzusetzen. „Ich bin stolz auf die Entwicklung meines Heimatlandes und die Gastfreundschaft, die unserer Delegation entgegengebracht wurde“, so der gebürtige Brasilianer.

Brasilien gehört gemeinsam mit Russland, Indien und China zu den prosperierenden, so genannten BRIC-Staaten. Das Land hat eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften und ist bereits heute die Nummer Acht in der Welt. Die Wirtschaftsreise führte die Delegation zunächst nach Salvador da Bahia. Vom 05. bis 09. März waren die Kaiserslauterer Besucher dann im rund 2.000 Kilometer weiter südöstlich gelegenen São Carlos im Bundesstaat São Paulo. Abschließend ging es zurück nach Salvador. Ein Gegenbesuch der Brasilianer in Kaiserslautern ist für Juni oder September dieses Jahres geplant. Dann wird eine Delegation im PRE-Park zu Gast sein und sich über den dortigen Technologiepark informieren.
Autor/in: Sandra Janik - Pressestelle -
Kaiserslautern, 15. März 2012

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