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Netzwerkkonferenz "Kinderschutz - eine gemeinsame Aufgabe"

Jugenddezernent Färber lobt vorbildliche Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Kaiserslautern im Kampf gegen ‚Gewalt an Kindern’
"Wirkungsvolle Hilfe im Kampf gegen Gewalt und für den Schutz von Kindern setzt die Kooperation aller voraus", erklärte Joachim Färber, Jugenddezernent der Stadt Kaiserslautern, am 22. April 2009 bei der gemeinsamen Netzwerkkonferenz der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern, die unter dem Motto "Kinderschutz - eine gemeinsame" Aufgabe stand. Zahlreiche Arbeitskreise haben gemeinsam ein engmaschiges Netz für den Kinderschutz aufgebaut, das nun weiter ausgebaut werden soll. Knapp 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere aus den Bereichen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe nahmen an der Konferenz teil und informierten sich über das Landeskinderschutzgesetz, die Aufgaben des Gesundheitsamtes und der Jugendämter und den derzeitigen Stand des Aufbaus sowie die weiteren Planungen des lokalen Netzwerkes.

Beigeordneter Färber betonte, dass die überwiegende Zahl der Eltern ihren Kindern ein Aufwachsen im Wohlstand und in der Geborgenheit der familiären Gemeinschaft ermöglichen, es aber auch eine weiter zunehmende Zahl von Eltern gäbe, die mit der ihnen übertragenen Verantwortung für Kinder überfordert seien. Resultat seien leider immer öfter Gewalterfahrungen, wie Misshandlung, Vernachlässigung oder Missbrauch von denen die Kinder langfristige physische aber psychische Schäden davon tragen. "Es ist unsere Pflicht, möglichst frühzeitig Präventions- und Hilfemaßnahmen anzubieten", appellierte der Jugenddezernent an die Vertreterinnen und Vertreter der ARGE, von Jugendhilfeeinrichtungen, Beratungsstellen, Kindertagesstätten, Schulen, des Westpfalzklinikums, der Polizei, des Sozialpädiatrischen Zentrums und aus dem Bereich der niedergelassenen Ärzte und Hebammen.

In diesem Zusammenhang informierte er über den Stellenwert des Landesgesetzes zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit, das im März letzten Jahres in Kraft getreten ist und als Zielsetzung die enge Verzahnung von Jugend- und Gesundheitshilfe hat. Dieser Forderung käme man in Kaiserslautern mit der Bildung von verschiedenen Arbeitskreisen schon seit Jahren erfolgreich nach, so der Beigeordnete. Beispielsweise ist auf Initiative des Arbeitskreises ‚Keine Gewalt gegen Kinder’, der Mitte der 80-ziger Jahre gegründet wurde, das Familienhilfezentrum in Trägerschaft der SOS-Kinder- und Jugendhilfen Kaiserslautern, eine Beratungsstelle für seelisch, körperlich und oder sexuelle misshandelte Kinder, Jugendliche und deren Angehörige entstanden. Andere Arbeitskreise beschäftigen sich mit Gewalt in engen sozialen Beziehungen, Trennung und Scheidung, sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche oder bieten Kindern psychisch kranker Eltern Hilfe an. Weiterer Baustein im sozialen Kinderschutznetzwerk ist das ‚Lokale Bündnis für Familien’, das als Zielsetzung die Verbesserung von Situationen der Familien in den unterschiedlichsten Lebensbereichen hat. Alle Arbeitskreise stellten sich im Rahmen der Netzwerkkonferenz auf einem ‚Markt der Möglichkeiten’ vor. Färber dankte den Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitskreise für ihr tolles Engagement im Netzwerk und bedankte sich auch bei der Technischen Universität Kaiserslautern für die gute Zusammenarbeit im Vorfeld der Veranstaltung.

Nach den Grußworten des Kreisbeigeordneten Gerhard Müller Im Programm wurde das Netzwerk Kinderschutz dargestellt. Frau Grogro, Mitarbeiterin der Servicestelle Kindesschutz des Landes Rheinland-Pfalz, moderierte die Veranstaltung. Ihre Kollegin, Frau Heinen, erörterte den Hintergrund und die Inhalte des Landeskinderschutzgesetzes. Frau Luthringshauser, Vertreterin des Gesundheitsamtes, erläuterte die Aufgaben der Gesundheitsamtes und der Direktor des Referates Jugend und Sport der Stadtverwaltung, Reinhold Mannweiler, referierte kurzweilig über die Rechte und Pflichten der Eltern und die Aufgaben der Jugendhilfe. Die Netzwerkkoordinatoren, Manfred Brunn, Stadtverwaltung und Thorsten Haferanke, Kreisverwaltung, stellten die Vorgehensweise bei Meldungen von Kindeswohlgefährdung vor und gaben einen Ausblick über die weitere Netzwerkarbeit. Nach der Pause stellten Die Arbeitskreismitglieder Heike Jockisch, Nura Hofmann, Christa Barz und Volker Lehner die Fallstricke beim Aufbau eines Netzwerkes dar und zeigten die Vorteile einer gut funktionierenden Netzwerkarbeit auf. Reinhold Mannweiler beendete die für alle erfolgreich verlaufende Veranstaltung mit einem Dank an alle Beteiligten. Insbesondere bedankte er sich bei der Hauptorganisatorin Frau Rothenbacher-Dostert für die Vorbereitung sowie den reibungslosen Ablauf und hob die Bedeutsamkeit der Veranstaltung hervor, die auch durch die gesamte Anwesenheit der beiden Beigeordneten von Stadt und Landkreis Kaiserslautern zum Ausdruck gebracht wurde.

Weitere Informationen zum lokalen Netzwerk und zur Netzwerkkonferenz erhalten Interessierte auf der Homapage: www.kaiserslautern.de unter der Rubrik Leben in Kaiserslautern/ Kinder und Jugend/Netzwrek Kinderschutz.
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Autor/in: Sandra Janik - Pressestelle -
Kaiserslautern, 23. April 2009

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