Drogenpräventionsprojekt EASI: Schüler aller 6. Klassen bei buntem Freizeitangebot der städtischen Verbände und Vereine im Neumühlepark vertreten
Großen Zuspruch und Erfolg hatte das gemeinsam von der Stadtverwaltung und
dem Polizeipräsidium Westpfalz am 25. Juni 2002 im Neumühlepark der
Gartenschau GmbH organisierte Drogenpräventionsprojekt EASI (Erlebnis,
Aktion, Spaß und Information) bei über 1400 Kaiserslauterer Schülerinnen
und Schülern der 6. Klassen.
Von 8:00 bis 14:00 Uhr konnten sich die 12- bis 13-Jährigen nach
Herzenslust kostenlos an 30 Spielstationen wie zum Beispiel Westernreiten,
Inlineskating, Kistenstapeln, Hockey oder diversen Ballspielspielarten
austoben. Desweiteren wurde für die außerhalb gelegenen Schulen der
Bustransfer und für alle Schülerinnen und Schüler die leibliche
Verpflegung übernommen. Mithilfe 26 -an aktiver Jugendarbeit
interessierter- Verbände und Vereine konnten 30 Spielstationen angeboten
werden. Diese wurden durch zahlreiche Informationsstände u.a der Deutschen
Lebensrettungsgesellschaft, der Polizei, der Jugendverkehrsschule oder der
Protestantischen Jugendzentrale ergänzt.
Bürgermeister Dr. Arne Oeckinghaus dankte den beteiligten städtischen
Ämtern wie dem Sport, dem Jugend-, dem Schulverwaltungsamt und der Polizei
sowie den Vereinen für die große Beteiligung am Projekt. "Damit Kinder und
Jugendliche ohne Drogen und Suchtmittel durch das Leben gehen können,
bedürfen sie der Integration in eine stabile Gruppe. Der wesentliche
Bestandteil der Jugendarbeit besteht also in der Prävention. Das bedeutet
ganz konkret, rechtzeitig an sinnvolle Freizeitaktivitäten heranzuführen,
so wie es das Projekt EASI heute tut" sagte Oeckinghaus.
Die seit Januar vorbereitete Aktion ist die zweite Veranstaltung dieser
Art in Kaiserslautern. Im Sommer 2001 wurde der Projekttag EASI schon
einmal mit Erfolg durchgeführt. "Die Veranstaltung ist auch heute wieder
sehr gut angekommen", so Heinrich Fippinger, Beauftragter für Jugend bei
der Polizeidirektion Kaiserslautern. Dieses Jahr seien, von der
Sonderschule bis zum Gymnasim, alle 6. Klassen Kaiserslauterns vertreten
gewesen. Die Auswahl der Teilnehmer schwerpunktmäßig 12-Jähriger
begründete Fippinger mit dem auf Landesebene statistisch ermittelten
Drogen-Einstiegsalter. Als "ein Musterbeispiel für eine gelungene Aktion"
bezeichnete auch Polizeipräsident Gerd Braun den Präventionstag im
Neumühlepark der Gartenschau. Für die Polizei sei es schon ein Erfolg,
wenn nur wenige Personen von Drogen frei blieben.
Ebenfalls von Lehrerseite bekam das Projekt ausnahmslos gute bis sehr gute
Noten. Barbara Loschky, Lehrerin am Burggymnasium zeigte sich "dankbar für
jede Unterstützung, die auf den Umgang mit Drogen und Suchtmitteln
abzielt". In der von Ihrer Gruppe besuchten Spielstation des
Flugsportvereins sei den Schülern der Zusammenhang zwischen Sportausübung
und Verzicht auf Alkohol und Drogen besonders klar geworden. Gertrud
Herrmann, Lehrerin der Geschwister-Scholl Hauptschule, beurteilte die
Polizeipräsenz an diesem Tag als "positiv" und "Vertrauen schaffend".
Vermisst wurde bei Lehrern und freiwilligen Betreuern eine Unterstützung
der Aktionen durch mehr Eltern. Diese Unterstützung falle, so Siegfried
Podscharly, Betreuer einer Gruppe der Kurpfalz Realschule, sehr
unterschiedlich aus.
Bei der abschließenden Siegerehrung durch Bürgermeister Dr. Arne
Oeckinghaus erhielten die drei erstplazierten Schülergruppen Geldpreise
von 100, 75 und 50 Euro, die anderen 14 Gruppen wurden mit Sachpreisen
belohnt. Unter allen teilnehmenden Gruppen verlost wurden als Sonderpreise
ein Segelrundflug, gestiftet vom Jugendamt, und ein Hubschrauberrundflug,
gestiftet von der Polizei. Autor/in: Andrea Heyer-Schmitz - Pressestelle Kaiserslautern, 26. Juni 2002