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Chawwerusch Theater

"Sein oder nichtS sein" - Ein Hamletspiel frei William Shakespeare
Burgruine Beilstein - Kultur trifft Burg
Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in Kaiserslautern-Erfenbach in der Mehrzweckhalle statt.
Datum:07.09.2012
Uhrzeit:18:00 Uhr
Kontakt:
Forstamt Kaiserslautern, Stiftswalder Forsthaus
Velmannstraße
67657 Kaiserslautern
Preis: 12,00 EUR Erwachsene / 6,00 EUR Schüler & Studenten
Vorverkauf / Anmeldung: Karten nur an der Abendkasse erhältlich (ab 17:00 Uhr)
Telefon: 0631 341980
Telefax: 0631 3419829
Szenenfoto, Ben Hergl und Thomas Kölsch
Bild: Szenenfoto, Ben Hergl und Thomas Kölsch
Das Chawwerusch Theater hat sich schon immer auch an Klassiker gewagt und diese mit neuem Blick für das heutige Publikum inszeniert. Im 27. Jahr seines Bestehens zeigt das Ensemble des professionellen freien Theaters mit „Sein oder nichtS sein“ von
Walter Menzlaw nun seine ganz eigene Sicht auf "Hamlet", dem wohl bekanntesten Stück William Shakespeares.
Szenenfoto, Ben Hergl und Thomas Kölsch Bild: Szenenfoto, Ben Hergl und Thomas Kölsch
Nach einer Chawwerusch-Umfrage wussten die meisten Befragten wenig mehr als dass in „Hamlet“, ein Totenschädel und der Ausspruch „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!“ vorkommt. Das wollen die Akteure mit ihrer Version der alten Geschichte ändern.

Die beiden Schauspieler (Ben Hergl und Thomas Kölsch) spielen in dieser temporeichen und temperamentvollen Komödie, die gleichzeitig auch wie das Original eine Tragödie ist, sämtliche Rollen.

Dabei folgt die Handlung im Großen und Ganzen der genialen Vorlage, einer
Geschichte, die bereits von Shakespeare bearbeitet und auch von deutschen Komödianten gespielt wurde. Zu sehen gibt es den dänischen Prinzen und großen Grübler gleich in zweifacher Ausfertigung, außerdem: einen Geist, die schöne Ophelia, Politiker, zwei Totengräber, Schauspieler, einen Sarg, einen eingebildeten Vorhang, der manches verbergen soll und Liebe, Tod, Rache, Intriganten, Spione und rhythmische Kämpfe (rhythmische Choreographie: Armin Sommer).
Mit Hilfe von Schauspiel und Wahnsinn will Hamlet angebliche familiäre Verschwörungen aufdecken, vermutete politische Intrigen ans Licht bringen und vermeintliche Mörder entlarven. Lassen sich diese ungeheueren Verdächtigungen beweisen oder entspringen sie einer überhitzten Fantasie Hamlets? Ein auch heute noch spannender Krimi beginnt.

Unter Benutzung von originellen Spielformen, die ungewohnte Perspektiven ermöglichen und mit Rhythmus und Gesang, macht sich Chawwerusch auf eine spielerische Entdeckungsreise, um sich und dem Publikum ein altes Stück neu zu erschließen.

Das in voller Länge fünf Stunden dauernde Stück wurde auf knackige eineinhalb Stunden plus Pause gestrafft. Mit einem lachenden und
einem weinenden Auge erlebt der Zuschauer die beiden Schauspieler als Wahnsinnige, Verliebte, Kämpfer und Hinsterbende. Aber natürlich steht dabei immer wieder Hamlet im Zentrum: Mal als großer Held, mal als armes kleines Würstchen, getreu dem von Chawwerusch abgewandelten Shakespeare-Zitat „Sein oder nichtS sein“.

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