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Klimaschutzbasierte Wirtschaftsförderungsstrategie Kaiserslautern 2020

Die Stadt Kaiserslautern hat mit Fördermitteln aus der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung das Klimaschutzkonzept 2020 erstellt.
Die Stadt Kaiserslautern hat sich das Ziel gesetzt Null-Emissions-Stadt zu werden. In einem ersten Schritt ist vorgesehen gemeinsam mit Unternehmen vor Ort bis zum Jahr 2020 eine CO2 Einsparung von mindestens 40% der Gesamtemissionen zu erreichen.

Durch ein umfassendes Klimaschutzkonzept, welches die Grundlage der "klimaschutzbasierten Wirtschaftsförderungsstrategie 2020" der Stadt Kaiserslautern bildet, soll eine Verringerung der CO2 Emissionen von 577.592 Tonnen pro Jahr bis zum Jahr 2020 erreicht werden. Hierzu sind gewaltige Anstrengungen notwendig. Neben der Nutzung von Möglichkeiten zur Energieeinsparung ist vorgesehen  regionale, erneuerbare Energieressourcen einzusetzen, Energieeffizienzpotenziale zu erschließen, Investitionen in Erneuerbare Energien und energetische Gebäudesanierungen auszulösen und so vor allem im regionalen Handwerk und bei den regionalen Unternehmen Arbeitsplätze zu sichern  bzw. neu zu schaffen. Außerdem soll durch das positive Image die Attraktivität der Stadt insgesamt erhöht werden.

Das Klimaschutzkonzept wurde im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert (FKZ 03KS0103) und im Auftrag der Stadt vom IfaS-Institut für angewandtes Stoffstrommanagement erstellt. Die Potentialanalyse der städt. Liegenschaften erfolgte durch das Büro Schaumlöffel Engineering.

Das Konzept, teilt sich auf in die Schwerpunkte Potenzialanalyse, Akteursnetzwerk und Öffentlichkeitsarbeit und mündet in die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs und die Durchführung einer Wirkungsanalyse. Die ökonomischen und ökoloischen Auswirkungen der Maßnahmen wurden überprüft.
© Stadt Kaiserslautern
Die Ist-Situation der Stadt Kaiserslautern wurde anhand von CO2
-Bilanzen erfasst. Das vorhandene CO2-Bilanzierungssystem -ECORegion- wird als Controlling Instrument zur Überprüfung der erreichten Klimaschutzziele ausgebaut.

Im Rahmen der Potenzialanalyse wurden 100 städtische Gebäude hinsichtlich der Ausführung von Effizienzmaßnahmen bezüglich Gebäudehülle, Beleuchtung, technische Anlagen und Heiztechnik sowie Einsatz erneuerbarer Energieträger analysiert. Zur Umsetzung der gesamten erarbeiteten Sanierungsvorschläge ist eine Investitionssumme von über 6 Mio. Euro notwendig. Mit den Maßnahmen kann eine jährliche Energieeinsparung von 4.500.000 kWh erzielt werden. Bei einem angenommenen Energiepreis von 6 Cent/kWh entspricht dies einer jährlichen Einsparung von 270.000 Euro und einem CO2-Minderungspotential von ca. 1.000 t pro Jahr. Hohe Einsparpotentiale liegen auch in der Optimierung bzw. dem Austausch der bestehenden Beleuchtung. Allein durch den Einsatz von 5.000 Straßenlaternen in LED-Technik werden ca. 130.000 Euro jährlich eingespart.

Der Maßnahmenkatalog ist in Zusammenarbeit mit regional ansässigen Unternehmen und Institutionen entwickelt worden und basiert auf dem Aufbau und der Aktivierung des partizipativen Klimaschutznetzwerks Kaiserslautern. Die Stadtverwaltung Kaiserslautern und das IfaS haben 50 Experten- und Beratungsgespräche vor Ort durchgeführt.

Nach einer Auftaktveranstaltung am 24. März 2009 haben 50 Firmen und Einrichtungen eine Absichtserklärung unterzeichnet und sich bereit erklärt gemeinsam mit der Stadtverwaltung ihre Beiträge zur Reduktion zu leisten. Die Vorteile für die Netzwerkpartner liegen auf der Hand: Energiekosteneinsparung erhöht die Wettbewerbsfähigkeit, sichert und schafft Arbeitsplätze und dient nicht zuletzt der Imageverbesserung
© Stadt Kaiserslautern
© Stadt Kaiserslautern
"Es ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur gemeinsam mit den Akteuren erreichen können. Durch gezielte Investitionen können die Treibhausgasemissionen gesenkt werden, was wiederum die regionale Wertschöpfung steigert und damit eine langfristige Daseinsvorsorge in Gang setzt" schlussfolgerte Beigeordneter Peter Kiefer.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass
die Potenziale prinzipiell vorhanden sind, um das Ziel der CO2 Minderung um 40%+X bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die Umsetzung eine enorme Anstrengung und einen hohen Einsatz finanzieller Mittel notwendig macht. Wichtig ist, dass die Stadt weiterhin ihre Vorbildfunktion gegenüber der Bevölkerung wahrnimmt und diese Rolle auch aktiv kommuniziert. Maßnahmen mit Signalwirkung, die durch die Stadtverwaltung selbst realisiert werden können, sind im entwickelten Katalog enthalten.

Das Klimaschutznetzwerk der Stadt wird weiterhin weiterhin gepflegt und ausgebaut. Die Netzwerkmitglieder können nicht nur selbst Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, sondern auch als Multiplikatoren agieren und andere lokale Akteure zur Nachahmung bewegen.

Das Klimaschutzkonzept zeigt auf, dass die Stadt auf einem sehr guten Weg zur Zielerreichung ist. Mit dem Maßnahmenkatalog erhält sie zudem ein Werkzeug an die Hand, mit dem es möglich ist, die Umsetzung der "Klimaschutzbasierten Wirtschaftsförderungsstrategie 2020" voranzutreiben.

Klimaschutzkonzept 2020:

Projektleitung:
Dr. Stefan Kremer,
Direktor des Referates Umweltschutz,
Tel. 0631-365-2320;
email: stefan.kremer@kaiserslautern.de

Bettina Dech-Pschorn,
Abteilungsleiterin, Referat Umweltschutz,
Tel. 0631-365-2320;
email: b.dech-pschorn@kaiserslautern.de


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