Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester op. 33
Sinfonie Nr. 60 C-Dur (‚ll distratto’)
22. November 1774. Im Stadttheater Pressburg erklingt zum ersten Mal die Sinfonie Nr. 60 von Joseph Haydn. Ein großer Erfolg, der letzte Satz muss wiederholt werden. Sein ‚Il distratto’ (‚Der Zerstreute’), ursprünglich eine Bühnenmusik, spielt mit plötzlichen Stimmungswechseln und vielen musikalischen Scherzen. Da merken etwa im Finale die Geiger, dass sich ihre Instrumente verstimmt haben und müssen umstimmen. Welche Freude, welcher Spaß. Und Tschaikowskys ‚Rokoko-Variationen’ sind immer ein Genuss.
Biografien
Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern ist eines der renommierten deutschen Rundfunkorchester. Mit der Saison 2011/12 übernimmt Karel Mark Chichon das Dirigentenpult von Christoph Poppen, der seit 2007 die Position des Chefdirigenten innehatte. Stanislaw Skrowaczewski ist dem Orchester seit vielen Jahren als Erster Gastdirigent verbunden.
Regelmäßige Spielstätten sind in Saarbrücken und Kaiserslautern, aber auch im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Luxemburg (Großregion SaarLorLux) und in Rheinland-Pfalz. Das Orchester bespielt außerdem Konzertreihen in Karlsruhe, Mainz und in der Alten Oper Frankfurt. In der Saison 2011/12 gastiert es bei den Schlosskonzerten Neuschwanstein, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Philharmonie Luxembourg, beim Festival RheinVokal und dem Europäischen Musikfest in Karlsruhe. Große Tourneen führten das Orchester bereits 2008 in die Schweiz und 2009 nach China.
Klassikstars der internationalen Szene sind regelmäßig bei der Deutschen Radio Philharmonie zu Gast: die Geiger Frank-Peter Zimmermann, Julia Fischer, Janine Jansen, Vadim Repin oder Renaud Capuçon, die Cellisten Gautier Capuçon, Sol Gabetta oder Jan Vogler, die Pianisten Olli Mustonen, Lars Vogt oder Sänger wie Elina Garanca, Angelika Kirchschlager, Juliane Banse, Measha Brueggergosman oder Andreas Scholl. Aber auch Künstlern aus der Region wie den jungen, am Anfang einer großen Karriere stehenden Pianisten Anny Hwang oder Joseph Moog, gibt die Deutsche Radio Philharmonie eine Bühne. 2011/12 folgen u. a. die Dirigenten Jukka-Pekka Saraste und Gennadij Roschdestwendskij einer Einladung des Orchesters.
Programmschwerpunkte bilden neben dem Vokalbereich das klassisch-romantische Repertoire sowie Galionsfiguren der Moderne wie Alban Berg, Arnold Schönberg, Sergej Prokofjew, Igor Strawinsky, Dimitrij Schostakowitsch und Wolfgang Rihm.
Mit ’Klassik macht Schule’ – einem Angebot aus Kinderkonzerten, Familienkonzerten und verschiedenen Musikvermittlungsprojekten – wendet sich das Orchester an das junge Publikum. Alle Konzerte werden mitgeschnitten und in den Programmen des Saarländischen Rundfunks, des Südwestrundfunks oder über die European Broadcasting Union gesendet. Im Fernsehen ist das Orchester in den Programmen des SR/SWR-Fernsehens und auf ARTE präsent.
Zu der beachtlichen Diskographie der Deutschen Radio Philharmonie zählen die CD-Einspielungen der Sinfonien von Mendelssohn und Tschaikowsky unter Chefdirigent Christoph Poppen, der Schumann-Sinfonien unter Stanislaw Skrowaczewski und die Aufnahme der Sinfonien des deutsch-französischen Romantikers Théodore Gouvy unter Jacques Mercier. Neu erschienen sind CDs mit der Geigerin Lena Neudauer (Schumannwerke für Violine und Orchester, ausgezeichnet mit dem ’International Classical Music Award’), mit dem Pianisten Florian Uhlig (Schumannwerke für Klavier und Orchester) sowie Opernarien mit der Sopranistin Juliane Banse (’Per amore’).
Keiner entfaltet eine so große Klangpalette«, »mit feinem Gespür für Qualität und Eigengesetzlichkeit des Genres«, »eine bemerkenswert subtile und spannende Leistung« – überall dort, wo Kristiina Poska auftritt, überzeugt und begeistert sie mit ihrer außergewöhnlichen Musikalität und mit ihrem eindrucksvollen, umsichtig gestaltenden Dirigat.;
In Türi, Estland, geboren, studierte Kristiina Poska ab 1998 zunächst Chordirigieren an der Estnischen Musikakademie Tallinn und seit 2004 Orchesterdirigieren in Berlin an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« bei Prof. Christian Ehwald.
Nach Konzerten mit dem Neuen Sinfonieorchester Berlin sowie den Brandenburger Symphonikern war Kristiina Poska von 2006–2011 Chefdirigentin der »Cappella academica«, des Symphonieorchesters der Humboldt Universität zu Berlin. Mit ihr erarbeite sie sich ein breites sinfonisches Repertoire und gastiert regelmäßig im Konzerthaus Berlin.
In der Saison 2008/09 leitete Kristiina Poska die von Publikum und Presse gefeierte Produktion »Ihre Bohème« an der Neuköllner Oper Berlin. Rasch folgten hieraufhin Engagements an das Theater Koblenz für »Don Quichotte« von Jules Massenet sowie an das Theater Brandenburg für »Mimi – La Bohème« (nach Giacomo Puccini). Außerdem wurde sie Stipendiatin beim Dirigentenforum des Deutschen Musikrates.
In 2010 wurde Kristiina Poska für mehrere Vorstellungen von »La Traviata« an die Komische Oper Berlin verpflichtet. Von Orchester und Publikum begeistert aufgenommen, wurde sie umgehend eingeladen, die Wiederaufnahme von Jacques Offenbachs »La Périchole« im Mai 2011 zu leiten. Ebenfalls in 2010/11 debütierte Kristiina Poska beim Estnischen Staatlichen Sinfonieorchester mit Werken von Heino Eller, Veljo Tormis, Eduard Tubin und Peter I. Tschaikowsky.
Zur Spielzeit 2012/13 wurde Kristiina Poska von Barrie Kosky, dem designierten Intendanten der Komischen Oper Berlin, als Erste Kapellmeisterin in sein musikalisches Leitungsteam berufen. Bereits im Februar 2012 wird sie dort die Premiere von Bertolt Brechts »Die Sieben Todsünden« dirigieren. Darüber hinaus stehen Debüts u. a. bei der Magdeburger Philharmonie, der Robert-Schumann Philharmonie in Chemnitz sowie an der Volksoper Wien an.
International auf sich aufmerksam machte die junge estnische Dirigentin gleichermaßen durch Auszeichnungen wie dem »Orchestra’s Preference Award« beim Dimitris Mitropoulos-Dirigierwettbewerb in Athen 2006 und dem 1. Preis des Dirigentinnenwettbewerbs der Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker 2007. Als Finalistin beim Donatella-Flick-Wettbewerb dirigierte sie im Herbst 2010 das London Symphony Orchestra und gewann kurz darauf im Januar 2011 den Deutschen Operettenpreis für junge Dirigenten der Oper Leipzig und des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates. Gleichzeitig wurde sie mit dem Publikumspreis der Leipziger Volkszeitung ausgezeichnet.
Sabine Fallenstein ist Musikredakteurin und Moderatorin der Hörfunk-Kulturwelle des Südwestrundfunks, SWR2. Neben diversen Sendungsformaten und Kammerkonzertreihen des SWR in Rheinland-Pfalz plant und betreut sie als Mitglied des Künstlerischen Leitungsteams das Festival RheinVokal sowie als Dramaturgin und Projektmanagerin thematische Schwerpunkt-Projekte im Rahmen der Schwetzinger SWR Festspiele.
Sie studierte Musikwissenschaft, Anglistik, Romanistik, Publizistik und Kulturanthropologie, zunächst an der Universität das Saarlandes in ihrer Geburtsstadt Saarbrücken, hauptsächlich jedoch an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, darüber hinaus Klavier und Musikpädagogik am Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium. Dazu kam ein berufsbegleitender Aufbaustudiengang ‚Kulturmanagement’ an der Technischen Universität Kaiserslautern.
Ihr journalistischer Weg führte sie über die Musikkritik in den Feuilletons der Rhein-Main-Presse zur Musikredaktion von ARTE beim ZDF und schließlich zum damaligen Südwestfunk in Mainz, wo sie als Autorin, Moderatorin und Musikjournalistin arbeitete.
Neben dem Radio gilt Sabine Fallensteins zweite Leidenschaft nach wie vor der Musikpädagogik: Schon als Schülerin unterrichtete sie Klavier und hat dieses Engagement für den musikalischen Nachwuchs – als Hobby ‚nach Feierabend’ – bis heute nicht aufgegeben.