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Europa und die Gleichstellung von Mann und Frau

Europa wächst zusammen mit der Zielsetzung einer demokratischen Gesellschaft. Mit der Ratifizierung des EG-Amsterdamer-Vertrages von 1999 haben sich die Mitgliedsstaaten verpflichtet, jede Form von Diskriminierung abzubauen. Die Gleichstellung von Frau und Mann spielt bei dieser Zielsetzung eine zentrale Rolle. So enthält der EU-Vertrag im Artikel 13 die Antidiskriminierungsvorkehrungen, die Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, bekämpfen. Im Artikel 141 des EG-Vertrages wird die Gleichbehandlung von Männern und Frauen besonders bei Arbeits- und Beschäftigungsfragen gefordert.

Ein Instrument um die Gleichstellung chancengerecht umzusetzen:
Gender Mainstreaming

Was bedeutet Gender Mainstreaming?


Diese englische Bezeichnung kann folgendermaßen übersetzt werden: "Gender" steht für das soziale Geschlecht, also das Zusammenleben und Arbeiten von Frauen und Männern. "Mainstream" übersetzt mit Hauptstrom, beinhaltet die Forderung, die unterschiedlichen Anliegen von Frauen und Männern ausgewogen in alle politischen Entscheidungsprozesse (Hauptströme) aufzunehmen und zu berücksichtigen.

Bedeutet dieses jedoch eine Abwendung von der bisherigen Frauenförderung? Nein, denn dort wo Frauen benachteiligt sind, etwa im Arbeitsleben, werden auch künftig Förderprogramme im Sinne der chancengerechten Verteilung nötig sein. Das Gleiche gilt umgekehrt auch für defizitäre Bereiche für Männer. Männer fehlen zum Beispiel in der Grundschulpädagogik als Lehrer, in den Kindertagesstätten, bei der häuslichen Pflege u.v.m.
Sollten Sie weitere Fragen zur europäischen Gleichstellungspolitik haben, würde ich mich über ihre Anfragen freuen.


 
 

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