Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Aus der ’Kunst der Fuge’, 3 Contrapuncti
Ivan Moody (*1964)
’Suns and Moons’ für Saxophon-Quartett und Chor
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Oboen Quartet K370 (1781) Bearbeitung Kenneth Coon
Henry Purcell (1659–1695)
Fantasia Nr. 6
Philip Glass (*1937)
Concerto for Saxophone Quartet (1995)
Das Raschèr Saxophone Quartet, 1969 gegründet, ist in allen großen Konzerthäusern der Welt zuhause. Nun gastieren die ’ungekrönten Könige der Saxophone’, wie eine österreichische Zeitung einmal über die vier Virtuosen schrieb, in der Fruchthalle. Und das mit einem wahrlich freudigen Programm, über die Jahrhunderte hinweg, ohne stilistische Grenzen. Ob Bach, ob Glass, ob Purcell – ob wohlfeile Konstruktion, atmosphärisches Spiel oder barocke Fantasie. Ivan Moodys ’Suns and Moons’ kündet von allem – und das mit Chor.
Biografien
Raschèr Saxophon Quartett
Cristine Rall, Elliot Riley, Bruce Weinberger, Kenneth Coon
Seit seiner Gründung 1969 war das Raschèr Saxophon Quartett regelmäßig Gast in den großen Konzerthäusern Europas, Asiens und der US: Carnegie Hall und Lincoln Center New York, Kennedy Center Washington D.C., Opera Bastille Paris, Royal Festival Hall London, Philharmonie Köln, Finnlandhalle Helsinki, Concertgebouw Amsterdam, Schauspielhaus Berlin, Musikverein Wien, Tonhalle Zürich, Parco della Musica Rom, Dewan Filharmonik Petronas Kuala Lumpur, National Concert Hall Taipei usw.
Die ’Wiener Zeitung’ pries das Quartett als die ’ungekrönten Könige des Saxophons’ und ein Kritiker der ’Welt’ behauptete. ’Gäbe es eine olympische Disziplin ‚Virtuosität auf dem Blasinstrument’ wäre dem Raschèr Quartett eine Goldmedaille sicher.“
Das Ensemble setzt eine Tradition fort, die 1930 von dem Pionier des klassischen Saxophons und Gründungsmitglied des Quartetts, Sigurd Raschèr, etabliert wurde, der viele Komponisten dazu animierte, Musikstücke speziell für ihn zu schreiben. Auf ähnliche Weise hat das Quartett mehr als 300 Komponisten dazu angeregt, ihm Musikstücke zu widmen, darunter Berio, Bergman, Biala, Dean Denhoff, Donatoni, Firsowa, Franke, Glass, Gubaidulina, Halffter, Haubenstock-Ramati, Kagel, Kaipainen, Kancheli, Keuris, de Leeuw, Maros, Moe, Nilsson, Nordgren, Nörgard, Rosenblum, Raskatov, Sandström, Stucky, Terzakis, Tüür, Urbanner, Wuorin, Xenakis, Chen Yi und Zechlin.
Alle diese Komponisten vereint die Begeisterung für die außergewöhnliche homogene Klangqualität der vier Musiker, ihre Virtuosität und ihre dynamische Interpretation neuer und alter Musik.
Bezüglich ihrer Interpretation von Bach schrieb der bekannte deutsche Musikwissenschaftler Ulrich Dibelius: ’Wenn das Raschèr Quartett Bach spielt, bekommt die Musik eine verklärte Aura – als ob Orgel und Streichquartett eins geworden seien.’
Zahlreiche Komponisten waren fasziniert von der Zusammenarbeit des Raschèr Quartetts mit Orchestern, was zu 25 neuen Stücken für diese Kombination führte, sowie zu Einladungen von vielen führenden Orchestern der Welt, darunter das Gewandhausorchester Leipzig, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunkorchesters, Bergen Philharmonie, Amerikanisches Komponistenorchester, Orchester der Sankt Cäcilien Akademie Rom, Gulbenkian Orchester Lissabon, Malaysisches Nationalorchester, Orchestre de Paris, Philharmonique Strasbourg, Helsinki Philharmonika, Royal Liverpool Philharmonic, Haager Residentie Orchester, Berliner Sinfonie Orchester, Schottisches Kammerorchester, Schwedisches Kammerorchester, Philharmonisches Orchester Kiel, Ostrobothnisches Kammerorchester, Stuttgarter Kammerorchester, Tapiola Sinfonietta, Camerata Bern, Wiener Symphoniker, BBC London Symphoniker, SWR Baden-Baden, MDR Orchester Leipzig, Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart, Radio-Sinfonie Orchester Köln, I Fiamminghi und die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle.
Neben den zahlreichen Solo-Recitals und Kooperationen mit führenden Orchestern der Welt konzertierte das Raschèr Quartett mit vielen unterschiedlichen Instrumental- und Vokalensembles, darunter Christian Lindberg, das Kroumata Percussion Ensemble, The London Voices, der Westdeutsche Rundfunkchor, der Rias Kammer Chor, der Finnische Rundfunkchor, der Belgische Rundfunkchor, der Isländische Nationale Domchor und der Kammerchor der Niederlande. Viele Komponisten, wie Luciano Berio, Erkki-Sven Tüür, Bernd Franke, Stefan Thomas, Giya Kancheli, Maricio Kagel und Sofia Gubaibulina wurden dazu angeregt, Werke für die Raschèrs und diese Ensembles beizutragen.
Das Raschèr Quartett ist eine musikalische Demokratie. Infolge dessen hat dieses Quartett, im Gegensatz zu vielen anderen Kammerensembles, keinen Leiter.
(Recordings / Aufnahmen)
Ulrich Nolte wurde in Lingen/Ems geboren. Er studierte Schulmusik und Dirigieren an den Musikhochschulen in Frankfurt am Main und in Detmold sowie an der Universität der Künste in Berlin. Seine Lehrer waren H. Rilling, M. Stephani und H. M. Rabenstein. Er nahm als aktiver Teilnehmer an mehreren Dirigierkursen in Italien teil, mit den Dozenten Franco Ferrara, Moshe Atzmon und Zoltan Pesko. Nach dem Studium folgten zunächst Stationen als Solorepetitor und Dirigent an den Opernhäusern in Kiel, Osnabrück, Essen und München, danach war er als Chordirektor in Detmold, Rostock und Braunschweig tätig. Seit 2000 ist er Chordirektor und Dirigent am Pfalztheater Kaiserslautern sowie auch Leiter des Konzertchores des Musikvereins Kaiserslautern. Zudem begründete er den Kinder- und Jugendchor ’Junges Vokalensemble Kaiserslautern’ und den Musicalchor ’Ulli and the Hot Tunes’. Außerdem ist er auch als Arrangeur tätig.