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Pressemitteilung vom 17.09.2015

'Freunde und Rivalen ...', Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter der Leitung von Enrico Delamboye

Die 'Sonntags um 5'-Reihe der neuen Saison startet mit einem Konzert der beiden Zeitgenossen Giacomo Puccini und Alberto Franchetti.

Am Sonntag, 04. Oktober 2015, um 17.00 Uhr, startet die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern in der Fruchthalle Kaiserslautern unter der Leitung von Enrico Delamboye die „Sonntags um 5“-Reihe der neuen Saison mit einem Konzert, das ganz im Zeichen der beiden Zeitgenossen, Freunde und Rivalen Giacomo Puccini und Alberto Franchetti steht. Der Romancier, Autor und Komponist Helmut Krausser hat sich mit beiden Komponisten in der Doppelbiographie „Zwei ungleiche Rivalen“ auseinandergesetzt und auch Franchettis Oper „Glauco“ wiederentdeckt. Die Orchesterpartitur dieser Oper ist nach der Uraufführung in Neapel (1922) verschollen und existiert nur noch als Klavierauszug. Eigens für dieses Konzert haben Helmut Krausser und Torsten Rasch nun Auszüge daraus für Orchester arrangiert, und so kann sich das Publikum zum ersten Mal seit der Uraufführung wieder einen Eindruck von diesem opulenten Werk machen.

Franchetti war ein Tausendsassa, der Autorennen fuhr und gewann, sich Duellen auf Leben und Tod auslieferte, ein Schwerenöter und leidenschaftlicher Spieler, Koch, Alpinist, Präsident der italienischen Wagner-Gesellschaft und Sohn des reichsten Mannes Italiens. Zudem war er Puccinis bedeutendster Rivale, aber auch dessen Vorbild. Während aber Franchetti von den Opernbühnen eher stiefmütterlich behandelt wird, ist Puccini heute einer der meistgespielten Opernkomponisten. Er ist in diesem Konzert mit Ausschnitten aus seinen Opern „Edgar“, „Manon Lescaut“, „Turandot“, „La Rondine“ und „Tosca“ vertreten. Das „Scharnier“ zwischen den beiden „Rivalen“ bildet eine Suite aus Kraussers eigener Oper „Am Rande der Nacht“ nach dem Roman von Friedo Lampe – die hier zum ersten Mal zu hören ist.

Die armenische Sopranistin Liana Aleksanyan und der in Kaiserslautern aus der Zusammenarbeit mit dem ehemaligen SWR-Rundfunkorchester bekannte Tenor Ray M. Wade, Jr. bilden das Solistenensemble. Liana Aleksanyan debütierte an den Opernhäusern in Köln, Hamburg und Berlin und ist derzeit festes Ensemblemitglied in Braunschweig. Ray M. Wade, Jr. hatte u. a. große Erfolge in Richard Strauss „Die Frau ohne Schatten“ in Kassel und als Peter Grimes in Koblenz. Moderiert wird das Konzert von Markus Brock.

Restkarten mit eingeschränkter Sicht gibt es bei der Tourist-Information, Tel. 0631 365–2317.

In Kaiserslautern ist Helmut Krausser nicht nur als Komponist und „Entdecker“, sondern auch als Romancier zu erleben: Bereits am 30. September, um 19.30 Uhr, findet in der Buchhandlung Thalia eine Autorenlesung mit diesem schillernden Autor statt. In seinem neuesten Musikerroman „Alles ist gut“ spinnt Helmut Krausser ein Grundmotiv seines Erfolgsromans „Melodien“ weiter – zu einem ebenso faszinierenden wie überraschenden Ende.



Autor/in: Referat Kultur - Pressestelle

Kaiserslautern, 17.09.2015